Der 100 Mrd. Euro Markt

Über 100 Mrd. Euro sind in Deutschland aktuell in Derivaten investiert.

Fast 99% davon entfallen auf Anlage-Zertifikate, der Rest auf
Hebel-Produkte.

Vor wenigen Jahren nach der Pleite von Lehman Brothers
noch von einigen Medien als „Teufelszeug“ gebrandmarkt, waren Zertifikate im abgelaufenen Börsenjahr beliebter denn je.

Vorteil: flexible Einsatzmöglichkeiten

Der große Trumpf von Zertifikaten besteht in ihren flexiblen Einsatzmöglichkeiten. Im Gegensatz zu Einzelaktien und Fonds sind Sie als Anleger bei Zertifikaten nicht auf steigende Aktienmärkte angewiesen, um gute Renditen zu erzielen.

Mit Discount- und Bonus-Zertifikaten profitieren  Sie beispielsweise von stagnierenden oder leicht fallenden Kursen der  Basiswerte. Sie stellen daher eine interessante Alternative zum direkten Aktieninvestment in unsicheren Börsenzeiten dar.

Nachteil: Emittentenrisiko

Mit einem Zertifikat erwerben Sie keinen Sachwert, sondern ein Zahlungsversprechen des Emittenten (die Bank, die das Zertifikat ausgibt). Sollte die Bank zahlungsunfähig sein, erhalten Sie Ihr Geld selbst bei einem Garantie-Zertifikat nicht zurück – so geschehen bei der Pleite der US-Bank Lehman Brothers 2008. Seit der Lehman-Pleite wird das Emittentenrisiko deutlich stärker beachtet. Eine gesunde Entwicklung.

Natürlich sollte es aber auch nicht überbewertet werden. Wenn Sie nur deshalb nicht in Zertifikate investieren, schränken Sie Ihren
Ánlagespielraum unnötig ein.

Sie können das Emittentenrisiko zudem senken, indem Sie Ihre
Zertifikate auf mehrere Emittenten verteilen und sich bei der Auswahl
auf Großbanken beschränken.

Solche „systemrelevanten“ Institute werden
vom Staat im Notfall gestützt, wie es beispielsweise bei der Commerzbank zu Höhepunkt der Finanzkrise der Fall war.

Hohe Volatilität macht Discounter derzeit attraktiv

Aufgrund der hohen Volatilität (Schwankungsintensität) der Aktienmärkte bieten Ihnen Discount-Zertifikate aktuell gute Konditionen.

Das liegt darin, dass bei der Konstruktion dieses Zertifikats der Emittent eine Option verkauft, die bei höherer Volatilität mehr Geld einbringt.  

Den hohen Optionspreis gibt der Emittent in Form eines höheren Rabatts und/oder einer höheren Gewinnobergrenze an die Anleger weiter.

Ein Beispiel: Bei einem Discount-Zertifikat auf einen soliden DAX-Wert wie BASF erhalten Sie derzeit eine zweistellige Renditechance mit einem Rabatt von über 20%.

Wenn sich die Aktienmärkte wieder beruhigen und die Volatilität sinkt, müssen Sie beim Neueinstieg mit deutlich niedrigeren Werten Vorlieb nehmen.

Sollte sich das Discount-Zertifikat bei sinkender Volatilität bereits in Ihrem Depot befinden, steigt es im Kurs.

So profitieren Sie von einer Erholung am Aktienmarkt doppelt: Einmal von einem steigenden Aktienkurs des Basiswerts, einmal von sinkender Volatilität.

Und falls es doch noch einmal zu einem heftigen Kursrückschlag an den Börsen kommt, mindert das Discount-Zertifikat Ihre Verlustgefahr erheblich.

Daher stellen Discount-Zertifikate in der aktuell immer noch angespannten Börsenlage sicherlich nicht die schlechteste Wahl dar.

30. Dezember 2011
von
sascha-mohaupt
Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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