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Der Abstieg der US-Mittelschicht

In den vergangenen Tagen hat mich ein Bericht aus einem Vorort von Chicago stark getroffen, so dass ich Ihnen heute etwas aus der harten Realität in den USA vorstellen möchte.

Konkret ging es um eine Ausgabestelle für Nahrungsmittel in Chrystal Lake.

In diesem klassischen Mittelklassevorort hat es immer schon einen ärmeren Anteil gegeben. Doch dieser Anteil wird immer größer.

Die Menschen, die früher ohne Probleme sechsstellige Familieneinkommen hatten, sind nun selbst auf Hilfe angewiesen. Erst war der Job weg, dann in vielen Fällen auch noch das Haus.

Davon betroffen sind eben auch Familien, die früher selbst Geld oder auch Nahrungsmittel an Bedürftige gespendet haben.


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Aber der rasche Anstieg der Verarmung der amerikanischen Mittelschicht zieht jetzt eben auch schon die Aufmerksamkeit von Wissenschaftlern, Regierungsmitarbeitern und Mitarbeitern aus dem sozialen Bereich auf sich.

Kein Wunder: Solch eine Entwicklung treibt eine Gesellschaft auseinander. Auf der einen Seite stehen die Reichen, die immer reicher werden. Auf der anderen Seite die Armen, die es kaum schaffen aufzusteigen.

Und nun kommt noch der Abstieg der Mittelschicht hinzu. Gerade in dieser Bevölkerungsschicht sind viele US-Bürger mit der neuen Realität überfordert.

Und die Verschiebung in den USA hat nicht erst mit der Finanzkrise 2008 angefangen. Seit 2004 hat sich der Trend zur Verarmung deutlich beschleunigt. Galt 2004 nur jeder zehnte amerikanische Bürger als arm, so ist es heute schon jeder sechste.

Und dieser Anstieg bei der ärmeren Bevölkerung lässt eben auch die Schere zwischen arm und reich immer weiter auseinandergehen.

Armutsrisiko in den USA steigt rapide

Und das Armutsrisiko in den amerikanischen Vorstädten steigt weiter rapide an. So ist der Anteil der Haushalte, die unter dem Existenzminimum leben in den Vorstädten zwischen 2000 und 2010 um 53% gestiegen. In den Großstädten gab es nur einen Anstieg um 23%, wie die Experten von Brookings Institution ermittelt haben.

Die Verarmung hat natürlich enorme Auswirkungen auf die öffentlichen Haushalte und das in Zeiten chronisch leerer Kassen. Dramatisch ist die Entwicklung beispielsweise bei der Ausgabe von Lebensmittelmarken.

Dies ist ein ganz wichtiges Instrument in den USA. Aktuell erhalten 48 Mio. US-Bürger eine solche Unterstützung. In nur fünf Jahren hat sich diese Zahl verdoppelt. Und die Tendenz ist weiter steigend.

Die Finanzkrise und ihre Folgen sorgen nun für eine weitere Verarmung. Es ist eher unwahrscheinlich, dass sich die Lage in den USA kurzfristig entspannt. Viel wahrscheinlicher ist es, dass es wegen der immer größeren sozialen Unterschiede zu Unruhen kommt.

Mit Blick auf die nächsten Jahre werden da regelmäßige Gewaltausbrüche die USA erschüttern. Auch in Europa werden die sozialen Unterschiede zunehmend in den Fokus rücken.

28. Dezember 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.