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Der DAX nähert sich seinem Buchwert

Am Freitag fiel der DAX mit 5.345 Punkten auf ein Jahrestief.

Doch obwohl die Haltezone im Bereich von 5.500 Punkten, die zuvor zweimal einen weiteren Rückgang verhindert hatte, damit klar unterschritten wurde, blieb ein weiterer Kursrutsch aus.

Die Abwärtsdynamik hat sich zuletzt deutlich verringert. Ebenfalls positiv: Die 5.500er-Marke wurde inzwischen wieder zurückerobert.

Charttechnik ist negativ

Damit deutet einiges darauf hin, dass die massive Verkaufswelle ihr Ende gefunden hat und die Kurse sich nun weiter stabilisieren können. Dennoch bleibt die Unsicherheit unter den Anlegern groß. Dies unterstreicht der Volatilitätsindex VDAX New, der die zu erwartende Schwankungsbreite der DAX-Werte widerspiegelt.

Das „Angstbarometer“ notiert weiterhin klar über der Marke von 40%.


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Vor diesem Hintergrund sind weitere Turbulenzen nicht auszuschließen. Zudem ist die mittelfristige Charttechnik mittlerweile negativ. Der DAX hat seine 200-Tage-Linie klar nach unten durchbrochen. Zudem hat die Durchschnittslinie nach unten gedreht. Damit zeigt der langfristige Trend inzwischen klar gen Süden.

Abwärtspotenzial ist begrenzt

Somit lässt es sich nicht ausschließen, dass der DAX in den nächsten Wochen und Monaten möglicherweise noch tiefere Notierungen anvisiert.

Dennoch erscheint mir das weitere Abwärtspotenzial angesichts der ausgesprochen günstigen Bewertung überschaubar. Auf dem aktuellen Niveau überwiegen meines Erachtens ganz klar die Chancen.

DAX-KGV knapp über 7

Vor allem bei deutschen Aktien ist der Kursrückgang maßlos überzogen. Darauf deutet zum einen das Kurs/Gewinn-Verhält­nis hin, das bei den DAX-Werten aktuell nur noch bei knapp über 7 liegt.

Kritiker könnten an dieser Stelle einwenden, dass das KGV auf Gewinnprognosen beruht, die naturgemäß unsicher sind – und möglicherweise zu hoch.

Allerdings ist das KGV im DAX derzeit nur gut halb so hoch wie der historische Durchschnitt. Das heißt konkret: Der Markt preist derzeit eine Halbierung der Unternehmensgewinne ein.

Der DAX nähert sich dem Buchwert

Aussagekräftiger ist das KGV ist das Kurs/Buchwert-Verhältnis (KBV), das den Substanzwert eines Unternehmens ins Verhältnis zum Börsenwert setzt. Gerade in Schwächephasen liefert der Substanzwert erfahrungsgemäß gute Hinweise auf eine Übertreibung nach unten. Aktuell liegt das KBV für den DAX nur noch bei 1,11.

Die Marktkapitalisierung der DAX-Unternehmen liegt also nur noch rund 11% über dem Buchwert.

In vergangenen Baissephasen wurde bei einem KBV von rund 1 in der Regel der Boden erreicht. Sowohl im Jahr 2003 als auch in 2009 schaffte der DAX ungefähr auf Höhe seines Buchwerts die Wende. Rein rechnerisch würde das bedeuten, dass der deutsche Leitindex noch bis knapp unter die runde 5.000er-Marke fallen könnte.

Die Chancen überwiegen

Ob es dazu kommt oder ob die Tiefs möglicherweise schon erreicht wurden, lässt sich nicht seriös prognostizieren. Eines ist für mich jedoch klar: Angesichts dieser Bewertung überwiegen für langfristig orientierte Anleger auf dem aktuellen Niveau klar die Chancen.

Für massive Käufe ist es angesichts der insgesamt negativen Charttechnik zwar noch zu früh. Es sollte sich jedoch lohnen, schon jetzt bei den Aktien zuzugreifen, die in der jüngsten Verkaufswelle Stärke gezeigt und ihren Aufwärtstrend verteidigt haben.

Mehr zum Thema: Buchwert berechnen: So geht’s

24. August 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Kelnberger. Über den Autor

Chefanalyst Michael Kelnberger ist der Experte für Aktien. Er setzt auf nachweislich erfolgreiche Anlage-Strategien: Die Trend-Strategie im Dienst Volltreffer Aktien und die mechanische Handlungsstrategie im Ranglisten Investor. So erzielt er für seine Leser beider Dienste stets überdurchschnittliche Renditen. Profitieren auch Sie von seinem Know-How.