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Der Euro-Crash: alles nur verlogene Angstmacherei

Jetzt sind Sie wieder da, die Euro Crash Propheten, die nur ein Ziel haben: Durch die Angst, die sie anderen Menschen machen, viel Geld verdienen.

Es wirkt: Ich merke das deutlich, weil ich spürbar mehr Fragen seitens der Leser des Optionen-Profi erhalten, die sich sorgenvoll damit beschäftigen, wie es weitergeht, wenn der Euro wertlos ist (werden sollte).

2011: Schlagzeilen zum (angeblichen) Euro-Tod

In den letzten Wochen habe ich täglich viele Angst machende Schlagzeilen zum angeblichen Euro Crash und Euro Tod gelesen. Hier nur eine zufällige Auswahl (alle aus den letzten Tagen, Juli 2011):

  • Holen Sie Ihr Geld von der Bank, noch geht es
  • Todeskampf des Euro läuft
  • Der letzte Angriff: Dieser zwingt den Euro in die Knie
  • Dieses Jahr stirbt der Euro
  • Fakten zum Todeskampf des Euro
  • Euro-Tod durch Staatsbankrott
  • Der Tod des Euro und die Folgen im Alltag
  • Eiszeit: Der Tod des Euro
  • Euro-Krise: Bundesbürger stürmen die Schalter der Goldhändler
  • Euro-Krise: Die gesamte Euro-Zone ist gefährdet

Mein Kommentar dazu: Blödsinn!

Schauen Sie mal kurz mit mir zurück, was diese (z.T. exakt dieselben) Damen und Herren vor einigen Jahren geschrieben haben:

Jahr 2007: Schlagzeilen zum (angeblichen) Euro-Tod

Ab morgen sind 100 Euro nur noch 9,33 Euro wert

Bilanz seitdem: Im Mittel stand der Euro/USD-Kurs im Jahr 2007 bei etwa 1,35 USD je Euro. Aktuell notiert der Kurs mit 1,435 USD je Euro.

Jahr 2007: Schlagzeilen zum (angeblichen) Euro-Tod

Der Euro-Wert verschwindet in Richtung null

Bilanz seitdem: Der Euro/USD-Kurs hat seitdem etwa 6% zugelegt.

Jahr 2009: Schlagzeilen zum (angeblichen) Euro-Tod

Schon in Kürze kommt die totale Geldauslöschung. In 2010 können Sie Ihr Geld verbrennen.


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Bilanz seitdem: Sarkastisch sage ich: Ich hoffe, Sie sind dem Rat nicht gefolgt und haben Ihr Geld in 2010 nicht verbrannt. Denn im Mittel notierte der Euro/USD-Kurs im Vorjahr mit 1,31 USD je Euro. Heute steht der Kurs um 9,5% höher.

Natürlich gibt es die Schuldenkrise. Und ich bin der letzte, der nicht regelmäßig scharf kritisiert, dass diese Krise nicht von Grund auf beseitigt wird.

Ein Beispiel: Am 24.08.2009 habe ich meinen Kommentar mit „Geldentwertung: Was sind 10 Billionen USD?“ überschrieben. Oder gestern, da lautete die Überschrift meines Kommentars: „ Ergebnis des Euro-Sondergipfels: null“.

Die aktuelle Panikmache ist aber völlig überzogen.

Gerede vom Euro Crash und Euro Tod: Wer profitiert?

Bei vielen Nachrichten hilft eine einfache Frage, um den Gehalt der Nachricht zu bewerten. Diese lautet: „Wer profitiert von der Nachricht des Euro-Tods?“

Die Antwort findet sich in den meisten Nachrichten dieser Art am Ende: Man bietet Ihnen eine Lösung an. Eine teure Lösung.

Kaufen Sie unsere Information und Sie sind gerettet. Die teure Weisheit, die Sie dann lesen können, habe ich gestern in meinem Kommentar in wenigen Worten zusammen gefasst, kostenlos. Hier nochmals kopiert:

Ein bisschen Gold und Silber im Depot schadet nicht

Ewig wird das nicht so weitergehen. Und so wiederhole ich, was ich schon geschrieben habe, als der Silberpreis noch bei unter 15 USD und der Goldpreis unter 800 USD je Feinunze notierten.

Diversifikation Ihres Vermögens, mit ein bisschen Gold und Silber, physisch „unterm Kopfkissen zuhause“, gibt einen ruhigen Schlaf.

Politiker lenken vom Kurs der Beliebigkeit ab

Aber auch Politiker gehören zu den Profiteuren der hochgeschaukelten Euro-Krise. Sie lenken von ihrem jahrelangen Nichtstun ab beziehungsweise davon, dass Sie das Übel nicht schon längst an der Wurzel ausgerottet haben.

Jetzt können Sie wieder Geschäftigkeit vortäuschen. Dann halten sie salbungsvolle Reden. Und in einigen Monaten wiederholt sich das „Spiel“ von vorne.

Der Euro ist sicher

Den Katastrophenszenarien stelle ich mal 3 einfache rhetorische Fragen gegenüber:

1. Glauben Sie denn, am kommenden Montag öffnet Ihre Sparkasse um die Ecke nicht mehr?

2. Glauben Sie denn, ab dem 01.08.2011 würden alle Rentner verhungern, weil keine Renten mehr ausgezahlt werden?

3. Ja selbst wenn es zu einer Währungsreform käme, glauben Sie denn, die Welt ginge unter? Glauben Sie, dass dann 100 Euro nur noch 9,33 Euro wert sind oder der Wert des Euros gegen null tendieren würde?

Ich will damit keine „heile Welt“ malen, nur das unsinnige Gerede vom wertlosen Verfall des Euro, das halte ich für absurd bis gefährlich.

Ich habe viele Kritikpunkte am derzeitigen Geldsystem. Ich habe fundierte Kritikpunkte am Fiat-Money-System (Fiatgeld, bei dem kein Gegenwert von z.B. Gold und Silber dahinter steht).

Aber mit der oben kurz skizzierten Diversifikation des (kleinen oder großen) Vermögens kann ich über die aktuellen Katastrophenszenarien zum Euro-Tod nur schallend lachen.

Und das ist meine Empfehlung auch an Sie: Wenn Sie das nächste Mal so einen Quatsch lesen, lachen Sie lange und schallend und laut.

Zum guten Schluss: Heute vor 65 Jahren, also am 22.07.1946, kam der “Spatz von Avignon”, die französische  Sängerin Mireille Mathieu zur Welt. Eines ihrer bekannten Lieder lautet:

„Ganz Paris ist ein Theater“.

Daraus formuliere ich: „Der ganze hochgeschaukelte Euro-Stress ist ein Theater“.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende. Und Sie können sicher sein: Montag öffnen die Banken zur gewohnten Stunde ihre Schalter und auch am Montag darauf und auch am Montag darauf und auch am Montag darauf und ….

© Rainer Heißmann – Weiterverbreitung nur mit Link auf den Originaltext gestattet

Mehr zum Thema: Der Euro zeigt sich renitent

22. Juli 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi" und "Heißmanns Königsklasse". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.