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Der Euro –Ein rein politisches Projekt

Auch zehn Jahre nach der Einführung stellt sich noch immer die Frage:

Wenn Deutschland finanziell und ökonomisch gar keine Interessen an einer Einheitswährung haben kann – warum traten dann gerade deutsche Politiker so vehement für das unbeliebte Einheitsprojekt ein?

Eine Antwort könnte der geschichtliche Hintergrund liefern: Als 1990 die deutsche Einheit ins Haus stand, wirkte diese Entwicklung auf die meisten europäischen Nachbarn bedrohlich. Sie hatten anscheinend Angst vor der gesteigerten Wirtschaftskraft des vereinigten Deutschland.

Deshalb waren diese Länder wahrscheinlich sehr bemüht, das vereinigte Deutschland so fest in Europa einzubinden, dass es seine eigenständige Wirtschaftspolitik verlieren würde. Und dazu eignete sich der Entzug der Währungssouveränität.


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Der Beschluss, die D-Mark abzuschaffen, erfolgte deshalb nach der deutschen Einheit, im Jahr 1992 durch den Vertrag von Maastricht. Diese Annahme stützt auch eine Aussage des ehemaligen Zentralbankchefs von Hamburg, Professor Wilhelm Nölling:

Soweit wir wissen, haben diese Länder gefordert, als Zustimmung zur Vereinigung …, die sie vielleicht nicht verhindern konnten, dass Deutschland eingegittert, gefesselt werden müsste, und zu diesem Zwecke kann man nichts Besseres tun, zusätzlich zur NATO und zur Integration in Europa, als auch die Währung zu vereinheitlichen.

Schon vor der Euro-Einführung gab es Klagen dagegen

Diese Annahme wurde auch von einer Reihe anderer Professoren geteilt, die vor dem Bundesverfassungsgericht gegen den Euro klagten. Um die Hintergründe zu beleuchten und um die heutigen Vorgänge genau einschätzen zu können, sollte man sich noch einmal die Entwicklung zur Euro-Einführung näher ansehen.

Hier stellt sich die Frage, wie die Einführungsphase abgelaufen und ob der Euro wirtschaftlich sinnvoll ist, beziehungsweise welche Gefahren er für die Länder erzeugt. Mehr dazu erfahren Sie in einer weiteren Folge zur Einführung des Euros.

Zur Verdeutlichung der politischen Lage in dieser Zeit nun noch ein Zitat des französischen Präsidenten Mitterrand gegenüber der britischen Premierministerin Thatcher nach der deutschen Wiedervereinigung:

»Ohne eine gemeinsame Währung sind wir alle – Sie und wir – dem Willen der Deutschen unterworfen. Wenn sie ihre Zinssätze anheben, müssen wir ihnen folgen, und Sie, die sie nicht dem Währungssystem angehören, tun dasselbe.

Mitreden können wir nur, wenn es eine europäische Zentralbank gibt, wo gemeinsam entschieden wird.«

Allein dieses Zitat unterstreicht schon, dass der Euro viel mehr ein politisches als ein ökonomisches Instrument war und ist.

Immerhin haben jetzt Deutschland und Frankreich gemeinsam die Führung übernommen und versuchen zu retten was noch zu retten ist. Doch es ist doch vielmehr so, dass das Kind schon in den Brunnen gefallen ist.

Die Rettungsversuche kommen meiner Einschätzung nach zu spät. Vor allem auch, weil auf der Basis der aktuellen Rettungsmaßnahmen ein Überleben der Euro-Zone in der jetzigen Form bei einer Zahlungsunfähigkeit eines wirklich großen Eurolandes wie Spanien oder Italien überhaupt nicht gewährleistet ist.

5. Januar 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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