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Der kommende Währungsschnitt als Chance zum Neuanfang

Die Protagonisten des bestehenden Geld- und Finanzsystems versuchen sein Ende, das sich bereits deutlich am Horizont abzeichnet, hinauszuzögern. Die meisten wissen, dass das Ende unausweichlich ist, zugegeben wird dies natürlich nicht, denn das wäre für den kurzfristigen Weiterbestand des Systems kontraproduktiv. Also wird nach Kräften geschummelt, geleugnet und getürkt. Heraus kommen „unausweichliche“ Lösungen und Rettungspakete, die uns zwar als endgültige Lösungen verkauft werden, es aber nicht sind. Nur ist das jetzt noch nicht für alle offensichtlich.

Während die Tage des Untergangs unausweichlich auf uns zukommen, stellen sich zwei Fragen. Die eine betrifft den Privatmann, die zweite die Gesellschaft als Ganze. Der Privatmann muss sich fragen wie er seine Ersparnisse in der Krise schützen und erhalten will, der Gesellschaft stellt sich die Herausforderung sich schon heute intensiv Gedanken über jene Grundparameter zu machen, die unser zukünftiges Geldsystem bestimmen werden.

So wie ein Haus nicht über Nacht konzipiert und errichtet wird, so wird auch ein neues Geld- und Finanzsystem das gescheiterte System nicht über Nacht ersetzen können, es sei denn die entscheidenden Vorarbeiten wurden schon lange vorher in Angriff genommen. Deshalb ist es an der Zeit, dass sich die Gesellschaft schon heute Gedanken über das Geld von morgen macht.

Die Fehler des alten Systems vermeiden


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Zu fordern, dass das neue Geld die Fehler des alten vermeiden soll, ist sicher keine unmögliche oder gar unangemessene Forderung und doch einer schwierigsten Schritte schlechthin, denn vielen Menschen ist gar nicht bewusst, was die Fehler des alten Systems sind und welchen großen Schaden sie über die Jahre angerichtet haben.

Diese Einsicht ist auch deshalb so schwierig, weil uns selbst jetzt noch, da der Todeskampf des bestehenden Geldsystems längst begonnen hat, immer noch suggeriert wird, mit einem mehr der alten Fehler könnte die endgültige Heilung des Systems erreicht werden. Hier noch ein bisschen mehr Kredit, dort noch eine Ausweitung der Schulden, dann wird das damit erzeugte Wachstum die Krise schon lösen. Allein, seit 30 Jahren erzählt man uns dieses Märchen, doch erlebt haben wir nicht das Ende aller Krisen, sondern eine Aneinanderreihung derselben und ein Anwachsen der Schulden auf niemals zuvor gekannte Niveaus.

Neue Gedanken zulassen und weiterentwickeln

Eindrucksvoll können wir in diesen Tagen die Ratlosigkeit der Eliten verfolgen. Noch vor gut zwei Jahren galten kreditfinanzierte Konjunkturprogramme als das Heilmittel schlechthin. In 2010 wird – oh welch schöner Erkenntnisfortschritt – die massive Schuldenausweitung als das Hauptübel erkannt und seitdem hartnäckig bekämpft. Da staunt der Fachmann und der Laie wundert sich.

Aber Spaß beiseite: Was halten Sie von einem Kreisbrandmeister, der erst Brandbeschleuniger ins Feuer wirft und anschließend, wenn die Flammen höher lodern als zuvor, von seinen Männern einen größeren Einsatz und die Verlegung weiterer Wasserschläuche verlangt?

Das Bild, das Politik und Notenbanken in diesen Tagen abgeben, gleicht jenem Zerrbild eines verantwortungsvollen Kreisbrandmeisters, weil sie mit ihrer unverantwortlichen Ausweitung der Geldmengen den Grundstein für die schleichende Zerstörung des Eigentums gelegt haben. Weil und solange einzelne oder Teile der Gesellschaft Geld aus dem Nichts erschaffen und damit Eigentum erwerben können, werden Investitionen zwangsläufig in die falsche Richtung gelenkt ohne frühzeitig korrigiert zu werden. Am Ende stehen ein extremer Schuldenberg und der politische Anreiz ihn durch Hyperinflation zu entwerten.

Vom Zwang zur Freiheit

Solange das aus dem Nichts geschöpfte Geld als gesetzliches Zahlungsmittel von allen akzeptiert werden muss, besteht für die Menschen keine echte Wahlfreiheit. Dass sie dennoch nach Aus- und Fluchtwegen suchen, zeigt die Renaissance, der Edelmetalle Gold und Silber seit 2001. Geht diese Fluchtbewegung unvermindert weiter und erfasst sie immer größere Teile der Gesellschaft, so wird über kurz oder lang der Übergang zu einem neuen Geld erforderlich, dass als freies Geld gestaltet werden sollte; ein Geld das den Bürgern nicht von oben aufgezwungen wird, sondern ein Geld, das sie sich aus freien Stücken wählen, weil es ehrlich und dauerhaft konzipiert ist.

Der Übergang zu diesem neuen Geldsystem wird sicher problematisch werden und er wird für viele sicher mit einer herben Enttäuschung verbunden sein, weil mit dem Übergang für alle deutlich werden wird, wie weit die Entwertung unseres Geldes schon fortgeschritten ist.

5. Juli 2010

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.