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Der moderne Hightech-Kapitalismus: Gründe für eine neue Krise

In seinem Buch „Hightech-Kapitalismus in der grossen Krise“ schreibt Wolfgang Fritz Haug über die Krise des transnationalen hochtechnologisierten Kapitalismus.

Er zeichnet ein kritisches, geradezu düsteres Bild dieses Niedergangs und zeigt auf, dass der Fordismus 80 Jahre zuvor im gleichen Alter von der Krise erfasst wurde und diese zu den Schrecken des Nazismus, der Judenverfolgung und des Weltkriegs führte.

Kapitalismus in der Krise

Die Folgen der aktuellen Krise lassen sich selbstverständlich nicht voraussagen, seine (bedrohlichen) Potenziale hat der Hightechkapitalismus aber noch nicht ausgereizt.

Haug analysiert in seinem Werk die Triebkräfte, Strukturen, Bewegungsformen und Tendenzen der computerbasierten Produktionsweise und deren Auswirkungen auf die Staatenwelt.

Im Gespräch mit GeVestor betont der Autor: „Meine Forschungen haben mich zu dem Schluss geführt, dass wir Zeugen einer Großen Krise des computerbasierten oder Hightech-Kapitalismus sind.“

Eine kaum absehbare Reichweite auf die Gesellschaft

Wolfgang Haug ist davon überzeugt, dass die Informationstechnologie, die einen qualitativen Niveausprung der Produktivkräfte ausgelöst hat, eine kaum absehbare Reichweite und verändernde Wirkung auf Basis, Überbau und Lebenswelt der Gesellschaften besitzt.

Diese Technologie hat nicht nur die Welt der Produktion selbst umgepflügt, sondern auch den Weltmarkt und seine kapitalistischen Akteure, Verkehrsformen und Ordnungselemente.

Mit diesen Entwicklungen gehen Verschiebungen der globalen Konkurrenz- und Kräfteverhältnisse einher, die nicht zuletzt mit technologischen Innovationen ausgefochten werden.


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Daher wendet sich der Autor den Fragen von Hegemonie und Herrschaft sowie Imperialismus und Imperium in dieser sich verändernden Welt zu.

Moderner Imperialismus

Dazu behandelt er zunächst das Feld der Hochtechnologie-basierten Bewegungsformen der Krise, um danach auf Veränderungen der inneren und äußeren

Hegemonieverhältnisse der USA einzugehen und im Anschluss die Formen und Folgen des chinesischen Aufstiegs zu erläutern, bevor er sich zum Schluss der europäischen Krisendynamik zuwendet.

Dabei hebt er stets den Zusammenhang dieser verschiedenen betrachteten Ebenen hervor. Aus der Sicht des europäischen Finanzmarkts ist unter anderem das erste Kapitel besonders spannend, in dem es um die Erscheinungsformen der Krise geht.

Hier erläutert Haug zunächst den Untergang der „dot.com“-Blase zu Beginn des neuen Jahrtausends, als die auf den Internettechnologien und den damit einhergehenden Phantasien von einer neuartigen, ununterbrochenen Konjunktur basierende Spekulationsblase platzte.

Nachdem die US-Notenbank Ihren Leitzins danach und nach dem 11. September auf ein Prozent gesenkt hatte, um die Konjunktur in Gang zu, kündigten viele Hausbesitzer Ihre Hypothek und refinanzierten sie zum günstigeren Zins.

Mit dem teilweise zweistelligen Wertzuwachs von Immobilen stieg der Kredit der Hausbesitzer und das System nährte sich selbst: Die Hauspreise dienten als Basis aller neuen Konsumentenkredite.

Die Folgen sind bekannt und der Autor erläutert diese sehr umfassend und weitsichtig, indem er nicht nur die unmittelbaren Folgen, sondern im Anschluss auch den Neoliberalismus, die Wiederkehr des Interventionsstaats und die den Staat intervenierende Finanzmacht diskutiert.

Zum Abschluss des Kapitels vergleicht er verschiedene Vorhersagen zur weiteren Entwicklung und folgert, dass diese durch ihre indirekte Einwirkung auf die Menschen Teil der Wirklichkeit werden könnten.

Die Flucht aus der Geldform

Spannend aus Anlegersicht ist auch das Kapitel „Flucht aus der Geldform in die Geldwarenform“, in dem Haug die Rolle des Goldes als Anlageform in Krisenzeiten diskutiert.

So liefert er interessante Hintergrundinformationen zur historischen Goldpreisentwicklung und erläutert verschiedene Einflussfaktoren auf diesen. Dabei geht er auch auf die rasanten Entwicklungen dieses Jahrtausends ein, insbesondere auf die Rolle des Goldes in der Finanzkrise.

„Als Selbstwert ist Gold beständig, sein Preis aber bewegt sich auf einer Schaukel aus erwarteten Erwartungen.“ erläutert der Autor seine Sichtweise im Gespräch mit GeVestor.

Wolfgang Fritz Haug ist ein umfassendes Werk gelungen, in dem er die aktuelle wirtschaftliche Situation mitsamt der Rolle moderner Technologien und auch aus Perspektive der Nationalstaaten erläutert und analysiert und dem Leser Zusammenhänge im Wirtschaftssystem der Welt vor Augen führt, die möglicherweise bisher verborgen geblieben sind.

Über den Autor:

Wolfgang Fritz Haug war von 1979 bis 2001 Professor für Philosophie an der Freien Universität Berlin und hatte unter anderem Gast-Professuren an den Universitäten Marburg, Zürich, Paris, Puebla (Mexico) und Roskilde (Dänemark).

Er ist Herausgeber der Zeitschrift „Das Argument – Zeitschrift für Philosophie und Sozialwissenschaften“, Mitglied der Leibniz-Sozietät Berlin, Wissenschaftlicher Beirat von ATTAC und Gründer der Berliner Volksuniversität. Zudem ist Wolfgang Haug Autor und Verleger zahlreicher Fachpublikationen.

Das Buch ist im Argument Verlag erschienen und kostet 19,50€.

9. Juli 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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