MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Es droht keine Inflation, sondern eine andere Gefahr

„Droht eine Inflation?“, das fragen sich immer noch viel zu viele Menschen. Eine Inflation scheint immer noch das Horrorszenario in der Finanzwelt zu sein und das ohne Grund.

Im Gespräch mit dem Handelsblatt hat der Wirtschaftsweise Peter Bofinger nämlich erläutert, dass der Welt keine Inflation droht.

Ein ungleich größeres Risiko gehe derzeit von einer Deflation aus – dem dauerhaften Verfall der Preise.

Es droht keine Inflation, sondern eine Deflation

Da zahlreiche Unternehmen mit einem sinkenden Absatz zu kämpfen hätten und gleichzeitig die Arbeitslosigkeit steigt, müssten die Arbeitnehmer zu Lohnzugeständnissen bereit sein.

Diese Lohnzugeständnisse wirken sich jedodch dämpfend auf die Entwicklung der Preise aus.

Als Beispiel nannte Bofinger die Entwicklung Japans in den letzten 13 Jahren.

In Amerika Inflation nicht auszuschließen

Bofinger wies außerdem mit aller Deutlichkeit darauf hin, dass die Europäische Zentralbank eine Inflation in der Euro-Zone nicht zulassen werde.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Für Amerika konnte Bofinger eine Inflation zwar nicht gänzlich ausschließen, doch aus seiner Sicht soll die Inflation nicht über Werte von fünf Prozent steigen.

Droht Inflation? Aus der Geschichte lernen

beim Blick in die Geschichte fällt auf: Es gab deutlich mehr Deflationen als man annehmen möchte. Nach vielen Krisen droht anstatt der von Vielen erwarteten Inflation vielmehr eine Deflation.

Besonders die Deflation von 1912 wirkte sich katastrophal auf die Lebensumstände der Menschen aus.

Die Staaten waren zu dieser Zeit so hoch verschuldet, dass beispielsweise das Deutsche Reich allein für seine Eisenbahnanleihen mehr Geld aufwenden musste als für das ganze hochgerüstete Heer.

Deflation als Indikator für Ersten Weltkrieg

Insgesamt war die finanzielle Situation der meisten Staaten damals sehr angespannt, deshalb versuchte jede Nation, möglichst große Weltmarktanteile für sich zu beanspruchen, um die wachsenden Zinslasten tragen zu können.

Es entwickelte sich ein Konkurrenzkampf, welcher im Ersten Weltkrieg endete.

Wer das zinskapitalistische System durchschaut hatte, konnte schon lange vor dem Ersten Weltkrieg die Ereignisse vorhersagen.

So rechnete der Professor für politische Ökonomie, Gustav Ruhland, bereits 1908 die Vermögenskonzentration durch den Zinseffekt aus und kam zum Ergebnis, dass eine Katastrophe absehbar sei:

Die im Jahr 1870 mit 15 Millionen Mark Kapital gegründete Deutsche Bank war bis 1908 auf ein Vermögen von 150 Millionen Mark, im ganzen Syndikat sogar 3 Milliarden Mark, angewachsen.

Bei Beibehaltung dieser Steigerungsrate hätte spätestens nach zehn weiteren Jahren das gesamte Volksvermögen von 150 Milliarden Mark der Deutschen Bank gehört.

Doch dazu kam es nicht mehr.

Ruhland sah bereits 6 Jahre vorher den Ersten Weltkrieg voraus.

Deflation schafft Grundlange für Krieg

In seiner dreibändigen Schriftenreihe „Das System der politischen Ökonomie“ schrieb er:

„Bei der nur zu oft maßlosen Inanspruchnahme des Kredits vollzieht sich hier mit Hilfe des Bank- und Börsenkapitals in einer anscheinend planvollen Weise eine nationale wie internationale Verkettung der Privatunternehmungen, die in unserem Kriegszeitalter uns eines Tages einer Krise entgegen zu führen droht, wie sie kaum in der Geschichte der Völker schon erlebt wurde.“

Das Fazit und die bittere Wahrheit dieser Erkenntnis: Eine Deflation erzeugt Armut und schafft damit die Bedingungen für einen folgenden Krieg.

Mehr dazu: Der Krieg – Die Ausgeburt der Deflation

12. April 2009

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Tino Hahn
Von: Tino Hahn.