Derivate: neue Vorschriften und Verhaltensweisen
Derivate werden in Deutschland unter privaten Investoren beliebter. Tendenziell.
Dies lässt sich aus vielerlei Zahlen schließen, zudem aus den Anfragen bei uns.
Denn: Derivate gibt es in den verschiedensten Formen, sodass die Wertpapierart immer mehr Wünsche erfüllen kann. Sie können diese Wertpapiere in Form von Zertifikaten kaufen, einfach, gehebelt, mit Rabatten oder auch mit Bonusversprechen. Sie können ganze Strategien abbilden.
Oder Sie nehmen Zertifikate, um damit beispielsweise Rohstoffe oder sogar Immobilien-Investitionen fast schon zu simulieren. Wir meinen: Zertifikate sind die bei vielen Privatinvestoren beliebteste Form von Derivaten. Derivate sind relativ einfach zu erklären: Sie sind abgeleitet von einem zugrundeliegenden Wert.
Derivate: Abgeleitet
Wie sich der Preis für ein Derivat also entwickelt, hängt in erster Linie davon ab, wie sich der zugrundeliegende Wert an den Märkten macht. So würden Zertifikate auf einen Aktienindex oft den Wert genau 1:1 abbilden oder in einem Vielfachen davon wie etwa 1:10 oder 1:100.
Andere Zertifikate gewinnen oder verlieren genau gehebelt mit einem bestimmten Verhältnis von 2:1, 5:10 oder oft auch 10:1. Dabei steigt das Risiko für Investoren, die Renditechance wächst in der Regel analog dazu an. Das bedeutet dann, dass Zertifikate das Investieren einfach machen.
Sie können je nach gewünschter Kombination von Rendite und Risiko agieren. Zudem finden sich mit Optionsscheinen auch Derivate, die noch weit größere oder einfachere Hebel ermöglichen. Dafü gibt es nun neue Regeln am sogenannten außerbörslichen Derivatemarkt.
- Eine entsprechende EU-Verordnung wird ab heute wirksam.
- Diese verteuert den Handel der Banken mit Derivaten. Die BAnken müssen nunmehr in einen sogenannten Sicherheitspool einzahlen, um i Zweifel sogar noch zusätzliche Sicherheiten für die tatsächliche Abwicklung eines solchen Geschäftes zusätzlich abzugeben.
- Die Abwicklungsstellen, sogenannte Clearing-Häuser, müssen zudem inzwischen mehr Eigenkapital bereitstellen, was den Geschäftsumfang reduzieren wird oder vielmehr auch die Kosten für den einzelnen Handel erhöht.
- Industrieunternehmen, die über Derivate wie Optionsscheine ihre Preise sichern, fahren insofern günstiger, als sie nicht über diese Clearingstellen gehen müssen. Damit sparen sie – weiterhin – Gebühren und können wie etwa Lufthansa Absicherungsmaßnahmen gegen den Öpreis treffen.
- Bis zu 3 Milliarden Euro Handelsvolumen sind ohne diese Clearingstellen innerhalb eines Monats möglich. Selbst Geldanlagen dürfen die Industrieunternehmen in diesem Umfang betreiben. Dieses Volumen reicht, um von einer kompletten Befreiung zu sprechen.
GeVestor meint: Die neuen Vorschriften sollen letztlich den Handel mit Derivaten sicherer machen und Sie damit von unnötigen Risiken befreien. Die Kosten dürften leicht steigen. Wir raten beim Kauf von Optionsscheinen dazu, lange Laufzeiten zu wählen.
So können Sie jetzt mit langlaufenden Optionsscheinen Ihre Rendite im Dax deutlich erhöhen.



