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Deutsche Bank: Abschied von Postbank und den eigenen Zielen

Der DAX konnte heute um fast 2% zulegen. Schon die Hoffnung auf Fortschritte in der Griechenlandkrise reichte, um den deutschen Leitindex wieder über die 12.000-Punkte-Marke zu treiben. Der DAX-Kursanstieg wäre sogar noch höher ausgefallen, wenn nicht die Deutsche Bank am Index-Ende knapp 5% verloren hätte.

Bereits am vergangenen Freitag habe ich Ihnen an dieser Stelle über die Deutsche Bank und über die nicht enden wollenden Probleme der größten deutschen Bank berichtet. Da es inzwischen neue Details zur aktuellen Lage und den Plänen der Deutschen Bank gibt, berichte ich heute erneut über dieses Thema.

Die neuen Pläne der Deutschen Bank

Die ursprünglichen Pläne der Deutschen Bank sahen vor, dass die Eigenkapitalrendite – die Königskennzahl in der Bankenbranche – ab 2016 nach Steuern den Zielwert von 12% erreichen sollte. Jetzt wird nur noch ein Wert von 10% angestrebt.

Doch auch für die Erreichung des neuen Zieles wird sich die Bank ordentlich strecken müssen, da die Eigenkapitalrendite nach Steuern derzeit bei gerade einmal 3,1% liegt. Das Investmentbanking, das sich mit 900 Mrd. Euro in der 1,6 Billionen Euro schweren Bilanz der Deutschen Bank niederschlägt, will die Bank um 200 Mrd. Euro verkleinern.

Die beiden Vorstände Anshu Jain und Jürgen Fitschen fassten die neue Strategie wie folgt zusammen: „Wir bleiben global, aber fokussieren uns geografisch; und wir bleiben universal, aber vermeiden, alles für jeden sein zu wollen.“


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Das bislang stärkste Zeichen der Fokussierung ist die geplante Trennung von der Tochter Postbank. Die Postbank wurde erst vor 7 Jahren gekauft. Jetzt plant die Deutsche Bank, die Postbank wieder an die Börse zu bringen.

Dafür muss die Deutsche Bank die Postbank jedoch zunächst komplett besitzen. Denn aktuell befinden sich erst 96,8% der Postbank-Aktien im Besitz der größten deutschen Bank.

Daher wird es wohl zum Squeeze-out kommen. Im Rahmen dieses Verfahrens werden die noch verbliebenen sonstigen Postbank-Aktionäre per Zwangsabfindung „herausgequetscht“ (Übersetzung von Squeeze-out).

Warum sich die Deutsche Bank von der Postbank trennt

Das Geschäft mit den Privatkunden war zu teuer und hat zu wenig eingebracht. Die Deutsche Bank hatte die Hoffnung, dass man den Postbank-Kunden im großen Stil Produkte der Deutschen Bank verkaufen könne.

Dieser Plan ging jedoch nicht auf. So konnte das Potenzial der vielen Postbank-Kunden nicht gewinnbringend genutzt werden.

Hinzu kommt, dass die niedrigen Zinsen dem Geschäft der Postbank massiv zu schaffen machen. Die alte 3-6-3-Regel findet heute keine Anwendung mehr. Zur Erläuterung: 3-6-3 steht für folgendes: Zahle auf Konten 3% Zinsen, verleihe das Geld für 6% und gehe dann um 3 Uhr (nachmittags) auf den Golfplatz.

Bleibt jedoch eine Frage offen: Warum trennt sich die Deutsche Bank dann nicht komplett vom Privatkundengeschäft? Antwort: Nach meiner Einschätzung fehlt dem Management der Deutschen Bank der Mut – oder zumindest der Wille – für weitreichende Reformen.

Stattdessen werden lieber halbgare Kompromisse eingegangen, die weder Fisch noch Fleisch sind.

Fazit: Ich persönlich meide weiterhin Bankaktien

An dieser Stelle kann ich nur meine bereits am Freitag geäußerte Einschätzung wiederholen:

All die Negativmeldungen aus der Bankenbranche zeigen vor allem eines: Sie als Aktionäre sollten weiterhin Bankaktien meiden – zumindest kurzfristig. Denn wo und wann der nächste „Blitzeinschlag“ erfolgt, ist völlig unkalkulierbar.

Auch wenn Bank-Aktien zum Teil sehr günstig bewertet zu sein scheinen, sind die Risiken aus meiner Sicht nach wie vor zu groß, als dass sich ein Einstieg anbieten würde.

27. April 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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