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Deutsche Bank-Aktie: Anleger erleichtert über Führungswechsel

Die neue Woche fängt da an, wo die alte aufgehört hat: im Sturzflug. Der Dax kann seine morgendlichen Gewinne nicht lang halten und rauscht weiter in die Tiefe. Unterm Strich verliert der Leitindex am Montag weitere 1,2 Prozent und fällt zurück auf 11.065 Punkte.

Griechenland-Probleme weiter ungelöst

Vor allem die Hängepartie um Griechenlands Schuldenproblem drückt weiter auf die Stimmung am Parkett. Bis Ende Juli muss die Athener Regierung dem Internationalen Währungsfonds (IWF) 1,6 Milliarden Euro zurückzahlen – woher das Geld kommen soll, ist derzeit völlig ungewiss.

Anstatt auf einen Kompromiss hinzuarbeiten, verärgern sich beide Seiten zunehmend. Schlägt eine Partei ein Kompromisspapier vor, weist die andere Seite dies brüsk zurück und umgekehrt. Annäherung? Fehlanzeige.

So langsam werden nicht nur die Gläubiger Griechenlands, sondern auch die europäischen Anleger zunehmend nervös, erscheint doch ein „Grexit“, also ein Austritt Griechenlands aus der Währungsunion, immer wahrscheinlicher.

Angst vor dem „Grexit“

Zwar beteuern alle Beteiligten, dies nicht zu wollen. Doch wirksam gegengesteuert wird derzeit weder aus Athen noch aus Brüssel, und so läuft die Zeit ab – mal wieder.


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Welche Folgen ein solcher Schritt für die Euro-Zone hätte, ist umstritten. Manch ein Politiker ist der Ansicht, die Konsequenzen wären überschaubar und die Ansteckungsgefahr gebannt, die vor wenigen Jahren noch als größtes Risiko in einem solchen Fall galt.

Doch das Vertrauen in den Euro würde massiv beschädigt, die weiteren Effekte – kurz- wie mittelfristig – sind kaum seriös vorherzusagen. Das betrifft auch ganz massiv die Märkte, die wohl mit heftigen Turbulenzen auf einen solchen Schritt reagieren würden.

Insofern scheint die Nervosität der Anleger nicht ganz unberechtigt und dürfte uns wohl auch noch in den kommenden Wochen begleiten, solange die Akteure in Brüssel und Athen weiter auf stur schalten.

Anleger feiern Führungswechsel der Deutschen Bank

Bei den Einzelwerten im Dax gab es am Montag denn auch nur einen Gewinner: die Deutsche Bank. Die hatte am Wochenende mit einem Paukenschlag bekanntgegeben, was viele Seiten seit Monaten angemahnt hatten. Das Führungsduo Anshu Jain und Jürgen Fitschen nimmt den Hut.

Jain wird bereits Ende Juni den Chefposten aufgeben, Fitschen im kommenden Jahr zur Hauptversammlung. Bis dahin soll John Cryan eingearbeitet werden, der im Anschluss die Geschicke von Deutschlands größtem Geldhaus allein lenken soll.

Anleger reagierten euphorisch auf den Schritt, sie schickten die Aktie um bis zu 8 Prozent ins Plus. Unterm Strich schloss das Papier 3,6 Prozent fester.

Deutsche Post nach Streikbeginn im Dax-Mittelfeld

Alle anderen Dax-Werte landeten in der Verlustzone. Vergleichsweise glimpflich kamen Lanxess und Adidas davon, deren Aktien sich um jeweils rund 0,1 Prozent verbilligten.

Bei der Deutschen Post wird seit dem Nachmittag unbefristet gestreikt, Briefe und Pakete dürften in den nächsten Tagen also länger liegenbleiben. Die Aktie des Logistikkonzerns landete mit einem Tagesverlust von 1 Prozent im Dax-Mittelfeld.

Unter die Räder geriet auch Daimler – und das trotz gestiegener Absatzzahlen. Im Mai wurden fast 13 Prozent mehr Fahrzeuge der Marke Mercedes-Benz verkauft als im Vorjahreszeitraum. Die Aktie zählte mit einem Minus von 1,9 Prozent dennoch zu den schwächsten Dax-Titeln.

Autobauer und Energieriesen auf den Verkaufszetteln

Auch für die anderen Automobilwerte lief es nicht besser. Continental und Schlusslicht BMW mussten Verluste von jeweils rund 2,2 Prozent hinnehmen. Volkswagen verbuchte ein Minus von 1,5 Prozent.

Die Energiekonzerne blieben ebenfalls unter Beschuss. Nach ihrer Niederlage vor dem Europäischen Gerichtshof in der vergangenen Woche verbilligten sich die Eon-Anteilsscheine um weitere 1,6 Prozent, RWE rutschte um 1,8 Prozent ab.

9. Juni 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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