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Deutsche Bank Aktie: Jetzt droht die Stresstest-Falle

Es wird mal wieder ungemütlich für die Deutsche Bank – und womöglich auch für ihre Aktionäre. Grund: Die US-Notenbank Federal Reserve führt derzeit einen groß angelegten Banken-Stresstest durch, und die Deutsche Bank dürfte wohl durchfallen.

Entsprechende Medienberichte mehren sich in den vergangenen Tagen. Offiziell vorgestellt werden die Teilergebnisse allerdings erst zum Teil am 5. März, der komplette Bericht folgt am 11. März.

Auf dem Prüfstand stehen diverse internationale Großbanken, darunter auch die US-Tochter Deutsche Bank Trust, die etwa fünf Prozent des Gesamtkonzerns ausmacht.

Fed setzt auf qualitative Standards

Während der Fokus bei früheren Stresstests vor allem auf dem Kapitalpolster der Geldhäuser lag, nimmt die Fed diesmal eher qualitative Standards unter die Lupe. Dabei geht es beispielsweise um die Frage, wie realistisch Banken mögliche Risiken oder drohende Verluste einschätzen – und diese auch in ihren Kreditbemessungen berücksichtigen.


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Diesbezüglich gibt es bei der Deutschen Bank offenbar noch einiges an Optimierungspotenzial. So kritisierten die Prüfer etwa die Risikokontrolle, das Berichtswesen und die Überwachung der Unternehmensführung.

All das kommt einem irgendwie bekannt vor, wenn man an die Zeit vor Ausbruch der Finanzkrise und deren schrittweise Aufarbeitung zurückdenkt. Von Risiken wollten die Manager der meisten Banken damals nichts wissen, ganz im Gegenteil – hochriskante Geschäfte brachten immerhin den meisten Profit für ihr Haus.

Kein Kulturwandel weit und breit

Anshu Jain leitete damals bei der Deutschen Bank das Investmentbanking. Heute leitet er zusammen mit Jürgen Fitschen den gesamten Laden. Vom einst vielbeschworenen „Kulturwandel“, den die beiden zu Beginn ihrer Tätigkeit ausgerufen hatten, ist bislang wenig zu sehen.

Stattdessen kämpft die Deutsche Bank nach wie vor an diversen juristischen Fronten. Hohe Rückstellungen für Bußgelder oder Vergleiche haben in den letzten Jahren immer wieder die Gewinne zusammenschmelzen lassen.

Und nun also noch das mögliche Stresstest-Versagen, das, wenn es denn wirklich kommt, auch Einschnitte bei der Dividende bedeuten könnte und somit die Aktionäre direkt betreffen würde.

Immerhin: Am Geld liegt es diesmal wohl nicht, die Kapitaldecke haben die Banken inzwischen aufgestockt. Den letzten Stresstest der Europäischen Zentralbank bestand die Deutsche Bank ohne Probleme.

Trostpflaster: Aktie auf Gewinnkurs

Auch bei den jetzt gerügten Mängeln ist man Sprechern zufolge bereits dabei, gegenzusteuern und Verbesserungen umzusetzen. Denn während man für politische Einwände meist nur ein müdes Lächeln übrig hat, wird dem Urteil der wichtigsten Notenbanken, die zunehmend regulierend wirken, durchaus Gewicht beigemessen.

Ein Trostpflaster für die Anleger bleibt zudem der Blick auf den Aktienkurs. 2014 ging es kräftig abwärts. Zu Beginn des Jahres lag der Wert des Papiers noch bei rund 38 Euro, stürzte dann aber schnell und heftig ab. Bei etwa 24 Euro stabilisierte sich der Kurs allerdings und seit Jahresbeginn ist eine Trendwende zu beobachten. Die Aktie notierte in dieser Woche bei gut 29 Euro – Tendenz steigend?

Zumindest Analysten zeigen sich diesbezüglich zuversichtlich. Mit großer Mehrheit empfehlen sie, die Aktie zu halten oder sogar zuzukaufen. Das durchschnittliche Kursziel wird mit gut 31 Euro bewertet, einzelne der jüngeren Analysen gehen sogar von 34 bis 36 Euro aus.

2015-02-25 Deutsche Bank

5. März 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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