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Deutsche-Bank-Aktie: Rache für Apple?

Die Deutsche Bank wird zum Politikum:

Im Streit um faule Hypotheken-Geschäfte, die als hauptursächlich für die globale Finanz- und Bankenkrise ab 2008 gelten, fordern US-Behörden von Deutschlands größter Bank eine Strafzahlung von 14 Mrd. US-Dollar.

Das ist eine Rekordsumme – so viel wurde von den USA nie zuvor von einer ausländischen Bank verlangt.

Zwar gilt es als wahrscheinlich, dass die tatsächliche Zahlung erheblich niedriger ausfallen dürfte.

Z. B. die US-Investmentbank Goldman Sachs wurde ursprünglich zur Zahlung von 15 Mrd. Dollar verdonnert, musste am Ende aber „nur“ gut 5 Mrd. abdrücken.

Ähnlich lief es auch bei der Bank of America, die 2014 zunächst eine Rekordstrafe von mehr als 16 Mrd. Dollar zahlen sollte.


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An die Behörden flossen davon allerdings lediglich 5 Mrd. Dollar, weitere Kosten entstanden der Bank etwa durch die Entlastung von Schuldnern aus den Hypotheken-Geschäften, etwa durch den Erlass von Schulden.

Am Ende wird die Summe kleiner

Ähnliches dürfte nun auch auf die Deutsche Bank zukommen: Beobachter rechnen mit einer Strafsumme von etwa 5 Mrd. €. Doch auch dieser Betrag würde für die Bank zu erheblichen Problemen führen.

Die Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten beliefen sich zur Jahresmitte auf 5,5 Mrd. € – und dieser Betrag bezog sich nicht nur auf die Auseinandersetzungen mit der US-Justiz.

Intern hatte man Gerüchten zufolge wohl mit etwa 3 Mrd. € kalkuliert, doch das dürfte kaum ausreichen.

Wenig hilfreich war zudem die Reaktion der Deutschen Bank auf die US-Forderung: Öffentlichkeitswirksam gab man aus Frankfurt bekannt, man werde nicht annähernd 14 Mrd. Dollar zahlen.

Die Mitteilung klang geradezu patzig – nicht unbedingt die beste Strategie, wenn man die geforderte Strafsumme herunterhandeln will – zumal der Druck auf die US-Justiz hoch ist, rigoros durchzugreifen.

Nach den Eskapaden der Finanzkrise ist die Branche alles andere als beliebt. Dass die Banken zur Kasse gebeten werden, gilt als unumgänglich, gerade in der heißen Schlussphase des Wahlkampfs um die US-Präsidentschaft.

Rache für Apple?

Manch ein Beobachter munkelt zudem, dass die immens hohe Forderung eine Art Racheakt sein könnte – immerhin hatte die EU-Kommission erst vor wenigen Wochen den US-Konzern Apple zu einer Steuer-Nachzahlung in ähnlich hohem Umfang verdonnert.

Herrscht nun also eine Art Auge-um-Auge-Prinzip zwischen Europa und den USA? Einige mögen das so interpretieren.

Fest steht allerdings, dass die Deutsche Bank einiges dazu getan hat, in den Schlamassel zu geraten, in dem sie aktuell steckt. Immerhin war sie in so ziemlich alle internationalen Banken-Skandale der vergangenen Jahre tief verwickelt.

Das Image ist längst ramponiert, der Aktienkurs im Übrigen auch. Nach Bekanntwerden der US-Forderungen ging das Papier abermals auf Talfahrt und verlor innerhalb eines Handelstages fast 10%, auf Jahressicht hat sich der Wert inzwischen halbiert.

Nur die wenigsten Analysten halten das für eine gute Chance zum Einstieg. Die meisten raten: Finger weg!

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19. September 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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