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Deutsche Bank Aktie: Wie weit kann die Katastrophe noch gehen?

Die Finanzkrise war schlimm: Für Häuslebauer und die Weltwirtschaft, für Griechen und Portugiesen, für Staaten und Währungen, aber auch für Banken und ihre Anleger.

Längst nicht alle der Genannten haben sich inzwischen erholt von dem Crash, der um 2008 das Finanz-System heftig ins Wanken brachte – und manche Länder an den Rande des Kollapses.

Unzählige Privatpersonen verloren erst ihren Arbeitsplatz und dann ihr Zuhause, die Bilder von Zeltstädten in den USA dürften noch in Erinnerung sein.

Das Problem der hohen Arbeitslosigkeit, gerade unter jungen Erwachsenen, ist längst nicht überall gelöst. Noch immer verhandelt Griechenland mit seinen Gläubigern.

Die Banken hingegen verdienen schon wieder prächtig. Erst mussten viele von ihnen staatlich gerettet werden, darunter auch die im DAX notierte Commerzbank, doch sie kamen wieder auf die Beine, manche schneller, andere langsamer.

Bei der Commerzbank ging es langsamer, doch seit dem vergangenen Jahr schreibt auch sie wieder schwarze Zahlen.

Deutsche Bank kämpft mit hausgemachten Problemen

Ein Sorgenkind der Banken-Branche bleibt dagegen die Deutsche Bank. Das liegt freilich weniger an der Finanzkrise, als vielmehr an hausgemachten Problemen.


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In die zahlreichen juristischen Auseinandersetzungen – auf rund 6.000 Fälle waren sie einmal beziffert worden – hat sich das Geldhaus schon selbst manövriert. Das rächt sich nun.

Für 2015 musste die Deutsche Bank die schlechteste Bilanz ihrer Geschichte ausweisen, einen Rekordverlust von fast 7 Mrd. €. Ein Großteil der Verluste ging auf Rückstellungen für Rechts-Streitigkeiten zurück.

Schweres 1. Quartal

Und es ist ja nicht so, als lauerten in der Finanz-Branche nicht ohnehin noch genügend Fallstricke.

So droht auch das 1. Quartal 2016 zum Desaster zu werden: Die Europäische Zentralbank hatte Anfang des Jahres den Leitzins abgeschafft und zugleich die Strafzinsen für Banken, die Geld bei der Notenbank parken, erhöht.

Außerdem brachen die Aktienmärkte deutlich ein.  Das Gespenst einer möglichen Konjunktur-Abkühlung wabert zudem durch die Finanzmärkte und sorgt für Unruhe.

Parallel dazu kämpft die Deutsche Bank auch noch mit eigenen Problemen. Nach dem Debakel vom Vorjahr greift der neue Vorstands-Chef John Cryan hart durch und setzt gnadenlos den Rotstift an:

bei Arbeitsplätzen, bei Manager-Boni und auch bei den Aktionären, die in diesem Jahr auf eine Dividende verzichten müssen. Kein Erfolg, keine Erfolgs-Beteiligung, so lautet die einfache Gleichung.

Aktie nahe Allzeittief

Anlegern wird das allmählich zu bunt. Viele von ihnen sind ohnehin längst ausgestiegen, wer der Deutschen Bank noch die Treue hält, wird ihr womöglich bald den Rücken kehren.

So sickerte in Interviews und Medien-Berichten bereits durch, dass insbesondere die ersten 2 Monate des laufenden Jahres wenig Anlass zur Freude bieten und in fast allen wichtigen Geschäfts-Bereichen ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahr zu erwarten ist.

Kein Wunder also, dass sich der Aktienkurs der Deutschen Bank weiterhin im freien Fall befindet – und dabei sein Tempo zuletzt noch beschleunigt hat.

Im Februar wurde ein Allzeittief bei 13,03 € erreicht, diesem näherte sich der Kurs auch Anfang April noch einmal an. Innerhalb der letzten 6 Monate hat sich der Wert des Papiers nahezu halbiert.

Vor 5 Jahren – das war 2011 und die Finanz-Krise aus Sicht der Banken schon fast wieder vorbei – kostete die Aktie der Deutschen Bank noch mehr als 40 €.

Analysten halten den Absturz für gerechtfertigt. Viele sehen die Deutsche Bank auch perspektivisch unter 20 €. Die wenigsten Studien sprechen hier noch Kaufempfehlungen aus, zuletzt zeigten sich die Experten von JP Morgan optimistisch (Kursziel: 24 €).

Damit vertreten sie aber eher eine Einzel-Meinung. Die meisten Analysen empfehlen bereits investierten Anlegern, das Papier zu halten – sonst wären aktuell wohl die Verluste zu schmerzhaft.

2016-04-12 Deutsche Bank

12. April 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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