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Deutsche Bank Übernahmekandidaten: Liste mit Potenzial

Die Deutsche Bank hat vor kurzem eine Liste mit 30 amerikanischen Übernahme-Kandidaten veröffentlicht.

Unter den genannten Kandidaten befinden sich viele bekannte Namen, die auch auf älteren Listen auftauchen. Zu einigen Unternehmen existieren sogar schon mehrere Jahre Übernahme-Gerüchte.

Besonders interessant sind daher die Unternehmen, die auch als Übernahme-Ziel von anderen Großbanken identifiziert wurden und relativ neu sind.

Wenn mehrere Analysten mit unterschiedlichen Modellen zum gleichen Ergebnis kommen, ist das zumindest schon einmal ein Hinweis darauf, dass eine Übernahme sinnvoll ist.

Die komplette Liste mit den Zielen

American Tower Corp.

AmerisourceBergen Corp.

Biogen Idec Inc.

Boston Scientific Corp.

Broadcom Corp.

Cabot Oil & Gas Corp.

CenturyLink Inc.

Computer Sciences Corp.

Compuware Corp.

ConAgra Foods Inc.

Dean Foods Co.

E*Trade Financial Corp.


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El Paso Corp.

EQT Corp.

Frontier Communications Corp.

Intuitive Surgical Inc.

Lexmark International Inc.

Marathon Petroleum Corp.

MetroPCS Communications Inc.

Novellus Systems Inc.

People’s United Financial Inc.

Range Resources Corp.

Southern Co.

Sprint Nextel Corp.

Supervalu Inc.

Symantec Corp.

Tellabs Inc.

Tenet Healthcare Corp.

Verizon Communications Inc.

Windstream Corp.

Deutsche Bank-Liste macht auch vor großen Unternehmen nicht halt

Viele Unternehmen sind bereits große Konzerne, die ihrerseits mit Übernahmen gewachsen sind. Verizon allein wird an der Börse mit 100 Mrd. Dollar bewertet. Doch Größe allein reicht nicht aus, um nicht als potenzieller Übernahme-Kandidat gehandelt zu werden.

Die Gerüchte um Nokia, HP und Blackberry-Hersteller RIM haben gezeigt, dass auch ein Börsenwert jenseits der 10 Milliarden Dollar-Grenze nicht ausreicht, um eine Übernahme auszuschließen.

Denn wenn Milliardenkonzerne es nicht schaffen eine gesunde Börsenbewertung herbeizuführen, können finanzstarke Hedgefonds oder Konkurrenten das ausnutzen und zuschlagen.

Unternehmen günstig bewertet

Gerade in der aktuellen Börsenphase ist es schwer für die Unternehmen, einen fairen Börsenwert zu erreichen. Gute Unternehmen geraten in den Sog der fallenden Aktienmärkte und werden sehr günstig.

Das macht eine Übernahme sehr lukrativ. Finanzinvestoren können zuschlagen und das übernommene Unternehmen in besseren Zeiten mit Milliardengewinn weiter verkaufen. Ist eine Besserung des wirtschaftlichen Umfelds in Sicht, greifen die Konkurrenten häufig auch selber zu.

Symantec: Ein aussichtsreicher Übernahme-Kandidat

Von der Liste gehört aus Sicht des Übernahme-Sensors Symantec zu den aussichtsreichsten US-Übernahme-Kandidaten. Das Softwarehaus, das für seine Antivirus-Software Norton bekannt ist, verfügt über große Unternehmensteile, die für Oracle interessant wären.

Bisher verweist Oracle die Kunden bei Sicherheitsfragen noch auf Drittanbieter, so dass mit einer Übernahme die Angebotslücke geschlossen werden könnte.  Konkurrenten wie SAP, Intel oder HP haben schon im vergangenen Jahr die Angebotslücke geschlossen – Oracle dagegen noch nicht.

Neben Oracle kommt eine Symantec-Übernahme auch für Finanzinvestoren in Frage. Erst übernehmen, dann die Einzelteile weiterverkaufen. Bei der aktuell günstigen Bewertung eine lukrative Strategie.

Sprint Nextel und Verizon aktuell unwahrscheinliche Übernahme-Kandidaten

Deutlich spekulativer ist eine Übernahme von Sprint Nextel oder Verizon. Unter der Annahme, dass der Deal zwischen T-Mobile USA und AT&T klappt, ist eine Übernahme der einzigen beiden anderen großen Anbieter im US-Mobilfunkmarkt nur schwer vorstellbar.

Schon jetzt ist die Konzentration im amerikanischen Mobilfunkmarkt gefährlich hoch. Nur wenn der AT&T/T-Mobile Deal platzt, könnte der Markt so in Bewegung kommen, dass Sprint Nextel Übernahme-Kandidat wird. Jetzt darauf zu wetten, ist aber zu riskant.

„Wirtschaftlich sinnvoll“ ist kein Übernahme-Garant

Die Liste hat großes Potenzial. Neben Symantec erscheint bei vielen anderen Unternehmen eine Übernahme wirtschaftlich sinnvoll. Die Wahrscheinlichkeit eines Deals lässt sich jedoch nicht nur aus den nackten Zahlen ableiten.

Es gibt viele Stör-Faktoren im Übernahme-Geschäft, die neben einer positiven wirtschaftlichen Beurteilung berücksichtigt werden müssen. Das ist wie in der Statistik, wo Zusammenhänge auch immer hinterfragt werden müssen.

So kann es beispielsweise sein, dass die Geburtenrate mit der Storchpopulation ansteigt. Das bedeutet aber nicht, dass der Storch die Kinder bringt.

Im Klartext: Auch wenn ein Deal zwischen zwei Unternehmen auf dem Papier sehr gut passt, muss hinterfragt werden, ob eine Übernahme halten kann, was die Zahlen versprechen.

Wenn ein Bewertungsmodell ergibt, dass eine Sprint Nextel Übernahme für Verizon die ideale Lösung ist, aber nicht berücksichtigt wird, dass die Wettbewerbsbehörde dem Deal nicht zustimmen würde, dann hilft auch der wirtschaftliche Nutzen nicht.

5. September 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.