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Deutsche Bank meldet Zahlen: Wie der neue Boss durchgreifen will

Anleger der Deutschen Bank brauchen auch weiterhin starke Nerven. Zwar hat Deutschlands größtes Geldhaus für das zweite Quartal sogar recht gute Zahlen abgeliefert – doch die bevorstehenden Einschnitte werden hart und teuer, und danach wird die Deutsche Bank eine andere sein.

Quartalszahlen im Überblick

Zunächst zu den guten Nachrichten: Im abgelaufenen Quartal erwirtschaftete das Geldinstitut ein Vorsteuerergebnis von 1,2 Milliarden Euro und einen Nettogewinn von 818 Millionen Euro. Beide Werte liegen deutlich über dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

Die Investmentsparte steigerte ihren Vorsteuergewinn auf 1,2 Milliarden Euro und auch die Vermögensverwaltung, die sich um professionelle Anleger und wohlhabende Privatkunden kümmert, konnte ihr Vorsteuerergebnis verdoppeln auf 422 Millionen Euro.


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Das liest sich auf den ersten Blick ganz gut – doch John Cryan, der seit dem 1. Juli anstelle von Anshu Jain gemeinsam mit Jürgen Fitschen die Deutsche Bank leitet, lässt selbst kaum ein gutes Haar an der Zwischenbilanz.

Immens hohe Ausgaben

Das liegt freilich weniger an den tatsächlich erwirtschafteten Einnahmen, sondern vielmehr an den immens hohen Ausgaben, die die Deutsche Bank nach wie vor hat. Die Ursachen hierfür sind vielfältig und oftmals selbstverschuldet – einen großen Batzen verschlingen nach wie vor Rückstellungen für juristische Auseinandersetzungen, die die Bank in Folge zahlreicher Skandale rund um den Globus auszufechten hat. Allein im abgelaufenen Quartal mussten hierfür 1,2 Milliarden Euro bereitgestellt werden.

Darüber hinaus verschlingt das Privatkundengeschäft mit seinem Filialnetz erhebliche Summen. Um dem entgegenzusteuern hatte sich die Deutsche Bank vor einigen Wochen entschlossen, die Postbank abzuspalten und das eigene Privatkundengeschäft deutlich zu schrumpfen.

Doch damit allein wird es nicht getan sein. Cryan hat im Kontext der Bilanzpräsentation bereits durchblicken lassen, dass alles auf den Prüfstand kommt – Länder, Produkte, Geschäftsbereiche. Im Zuge der „Strategie 2020“, die Cryan derzeit mit seinen Leuten ausarbeitet und die im Herbst vorgestellt werden soll, dürften wohl auch zahlreiche Arbeitsplätze gestrichen werden.

Cryan setzt auf schnelles Handeln

Der anstehende Umbau wird radikal, und er wird kostspielig. Wie viel dieser Aufwendungen sich noch im laufenden Jahr in den Büchern niederschlagen wird, bleibt abzuwarten. Klar ist inzwischen jedoch: Der Mann setzt auf Tempo.

Viel zu lang hat das Führungsduo Jain/Fitschen nach der Finanzkrise herumlaviert, von Kulturwandel gesprochen und doch nur Minireförmchen umgesetzt. Ein tiefgreifender Wandel war nicht erkennbar. Das soll sich nun offenbar ändern, und zwar zügig.

Analysten sind allerdings noch skeptisch, wie sie den neuen Chef und seine Pläne mit Blick auf den Aktienkurs bewerten sollen. Die meisten Studien empfehlen derzeit eine neutrale Haltung und sehen das Kursziel zwischen 30 und 35 Euro angesiedelt – also etwa auf dem Niveau, zu dem das Papier zuletzt gehandelt wurde.

2015-08-04 Deutsche Bank

4. August 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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