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Eine neue Deutsche Bank: Wichtige Hintergründe zur Aufspaltung

Ist das der Beginn des vielbeschworenen „Kulturwandels“? Die Deutsche Bank will sich grundlegend neu aufstellen. Anstatt jedoch eine klare Richtung vorzugeben, hat der Vorstand drei mögliche Konzepte erarbeiten lassen, die nun mit dem Aufsichtsrat und zahlreichen hochrangigen Managern diskutiert werden sollen.

Klar ist, die Deutsche Bank soll schrumpfen. Diskutiert wird nun darüber, an welcher Stelle, in welcher Form und in welchem Umfang dies geschehen soll. Für Anleger und Analysten zeichnet sich bereits eine favorisierte Variante ab, deren Chancen auf Realisierung wohl nicht schlecht stehen: die Abspaltung des Privatkundengeschäfts.

Abspaltung des Privatkundengeschäfts

Die Deutsche Bank würde sich in diesem Szenario von ihren Filialen verabschieden und ihren Mehrheitsanteil von derzeit etwa 94 % an der Postbank aufgeben. Die Postbank würde vollständig ins bisherige Privatkundengeschäft der Deutschen Bank integriert und die so entstehende neue Einheit anschließend abgespalten. Nach einem Entwicklungsprozess von etwa 2 Jahren solle diese neue Bank dann selbst an die Börse gebracht werden und hätte nach derzeitigem Stand einen Kundenstamm von rund 27 Millionen.


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Das entspricht nicht ganz dem, was sich die Politik einst unter dem Trennbank-Modell vorgestellt hatte. In Berlin hatte man vermutlich eher auf einen Verkauf der Investmentsparte gehofft, doch das ist aus Sicht der Deutschen Bank keine Option. Kein Wunder, gilt das Investmentbanking doch einige Jahre nach der Finanzkrise wieder als lukrativste Sparte, während das Privatkundengeschäft vergleichsweise wenig Rendite abwirft.

Die wahrscheinlichste Variante

Die Schaffung und Abspaltung der Privatkundenbank gilt inzwischen als die wahrscheinlichste Variante. Die Alternativen wären entweder ein „weiter wie gehabt“ mit Kürzungen in allen Bereichen, was aus Sicht der Kritiker den Kern des Problems nicht löst. Die dritte Möglichkeit wäre eine Verkleinerung der Investmentsparte, ein Verkauf der Postbank und eine Straffung des verbleibenden Privatkundengeschäfts. Vor allem der Rückzug aus der Postbank erscheint dabei wenig lukrativ, da der einstige Einstiegspreis von über sechs Milliarden Euro kaum zu erzielen wäre – von den bereits getätigten Investitionen zur Integration der Bank ganz zu schweigen.

Doch wozu eigentlich das Ganze? Das erklärte Ziel der Deutschen Bank ist es, die Bilanzsumme deutlich zu verringern, um den Auflagen der Aufsichtsbehörden einfacher entsprechen zu können. Der Strategiewechsel wird also harte Einschnitte mit sich bringen, auch Stellenkürzungen sind in allen drei Varianten vorgesehen.

Entscheidung bis 21. Mai

Fallen soll die Entscheidung bis zur Hauptversammlung am 21. Mai. Dort soll das Zukunftskonzept dann vorgestellt werden.

Analysten und Aktionäre sind von den Aussichten bereits jetzt sehr angetan. Nach Bekanntgabe der Optionen zog der Aktienkurs spürbar an und auch das Kursziel wurde angehoben. Gut möglich also, dass sich die Deutsche Bank in den kommenden Jahren mancher Altlasten entledigt und auch für ihre Anleger wieder attraktiver wird.

2015-04-08 Deutsche Bank

11. April 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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