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Deutsche Bank: Vorerst keine Mega-Fusion

Deutsche BankDas Brodeln in der Gerüchteküche war deutlich zu vernehmen: Im August wurde an der Frankfurter Börse über einen Zusammenschluss von Deutscher Bank und Commerzbank gemunkelt.

Die Aktienkurse reagierten sofort und schossen innerhalb kürzester Zeit nach oben.

Inzwischen weiß man: Es hat tatsächlich Gespräche auf höchster Ebene beider Banken gegeben, die Verhandlungen wurden jedoch ohne Ergebnis abgebrochen.

Fürs erste dürfte eine Fusion der beiden größten deutschen Banken damit wohl vom Tisch sein, auf lange Sicht jedoch ist das Thema womöglich interessant.

Allerdings gilt es zu bedenken, dass auch ein Zusammenschluss der Frankfurter Geldhäuser nicht auf einen Schlag die Probleme lösen würde, mit denen beide Institute zu kämpfen haben.

Lange Liste von Problemen

Die Deutsche Bank ist nach wie vor verstrickt in tausende Rechtsstreitigkeiten, die hohe Rückstellungen erfordern und zuletzt milliardenschwere Löcher in die Bilanzen gefressen haben.

2015 verbuchte die Bank einen Rekord-Verlust von mehr als 6 Mrd. €.


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Auch bei der Commerzbank läuft es alles andere als rund:

Zwar konnte sich Ex-Chef Martin Blessing im Frühjahr mit guten Zahlen verabschieden, doch schon die darauffolgende Quartals-Bilanz fiel wieder deutlich schwächer aus.

Filialschließungen, Stellen-Abbau, Sparmaßnahmen, Kapital-Probleme – es gäbe schönere Hochzeits-Geschenke.

Zudem haben sowohl die Deutsche Bank als auch die Commerzbank in der Vergangenheit nicht unbedingt gute Erfahrungen gemacht mit Fusionen, ganz im Gegenteil.

Die Deutsche Bank hat vor einigen Jahren die Postbank geschluckt – und will sie nun so schnell wie möglich wieder loswerden. Synergie-Effekte? – Fehlanzeige!

Die Commerzbank traf es noch schlimmer: Sie hat sich an der Übernahme der Dresdner Bank verhoben, die Finanzkrise tat ihr übriges, am Ende musste der Staat einsteigen, um die Commerzbank vor der Pleite zu retten.

Noch immer hält die Bundesrepublik rund 15% der Anteile an dem nach wie vor schwächelnden Geldhaus und ist damit größter Aktionär der Commerzbank.

2016-09-04 Commerzbank

Aus Berlin ist kein Okay zu erwarten

Die politische Ebene dürfte denn auch die größte Hürde darstellen, wenn es um die Frankfurter Fusions-Phantasien geht:

Es erscheint höchst unwahrscheinlich, dass aus Berlin grünes Licht kommt für einen Zusammenschluss zweier kranker Giganten, zumal ein solcher Schritt wohl mit erheblichen weiteren Stellen-Kürzungen verbunden wäre.

1 Jahr vor der Bundestagswahl erscheint es mehr als unwahrscheinlich, dass die Regierung einem solchen Vorhaben zustimmen würde.

Dies gilt umso mehr, da Kanzlerin Angela Merkel mit der Flüchtlings-Thematik gerade ganz andere Sorgen hat – und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel womöglich selbst eine Kanzler-Kandidatur anstrebt.

Seine Sozialdemokraten sind beim Wahlvolk bekanntlich schon seit geraumer Zeit nicht mehr allzu beliebt, ein Abbau von tausenden Arbeitsplätzen unter Zustimmung der Regierung wäre für alle an der Koalition beteiligten Parteien im Wahlkampf kaum zu rechtfertigen.

Es bleibt also wohl dabei, dass Deutsche Bank und Commerzbank sich zwar mal hinter verschlossenen Türen ausgetauscht und mögliche Optionen ausgelotet haben.

Bis es zu einer Umsetzung kommt, wird es aber wohl noch eine ganze Weile dauern – wenn die Pläne überhaupt Realität werden.

2016-09-04 Deutsche Bank

8. September 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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