MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Deutsche besitzen privat kaum Silber

Die Deutschen gelten als Investoren, die den Edelmetallen im Vergleich zu anderen europäischen Ländern sehr freundlich und wohlwollend gegenüber stehen. Dennoch ist der Besitz von Silber auch hierzulande nur äußerst schwach ausgeprägt. 

Deutsche Geschichte prägt Verhältnis zu Edelmetallen

In Deutschland ist die Erinnerung an die zweimalige nahezu vollständige Geldvernichtung während der Hyperinflation von 1923 und der Währungsreform von 1948 in weiten Teilen der Bevölkerung noch immer sehr präsent, auch wenn die junge und mittlere Generation diese Zeiten gar nicht selbst miterlebt hat.

Wer als Privatanleger physisches Gold oder Silber besitzt, der kann in Deutschland, der Schweiz oder Österreich mit einer deutlich höheren gesellschaftlichen Akzeptanz seiner Strategie zur Absicherung seines Privatvermögens rechnen als etwa in Frankreich oder Italien.

Trotz dieses größeren gesellschaftlichen Rückhalts ist der private Gold- und Silberbesitz in Deutschland jedoch noch immer sehr niedrig.

Durchschnittlich halten die Deutschen einer Studie der Steinbeis Hochschule in Berlin zufolge nur einen Anteil von 2,8% ihres Gesamtvermögens einschließlich Immobilien und Versicherungen in Gold.

Damit ist der Normalbürger noch weit entfernt von jenen 10%, die viele Finanzberater und Vermögensverwalter ihren Kunden als Orientierungsregel an die Hand geben.

Deutliche Unterschiede der Goldanteile zu 1980

Wir sind bei solchen Zahlen auch noch weit entfernt von jenen 28% vom Gesamtvermögen, die die Edelmetalle zu Beginn der 80er Jahre auf dem Höhepunkt der letzten Goldrallye ausgemacht haben.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Vor dem Hintergrund dieser Zahlen von einer Goldblase zu sprechen ist somit zumindest ambitioniert, denn eines der wichtigsten Kennzeichen einer Blase ist das breite allgemeine Interesse der Anlegerschaft.

Es führt dazu, dass hohe Anteile des eigenen Vermögens in eine einzige Anlage oder Anlageform investiert werden. Dieser Konzentrationsprozess führt zu steigenden Preisen, die wieder neue Anleger anlocken, sodass sich die Einseitigkeit im Laufe der Zeit immer weiter verstärkt.

Geht man davon aus, dass ein derartiger Konzentrationsprozess auch im Gold 2000/2001 am Beginn des aktuellen Goldbullenmarktes begonnen hat, dann ist dieser Prozess trotz der bis heute deutlich gestiegenen Preise auf prozentualer Ebene noch nicht weit vorangekommen.

Das spricht dafür, dass die großen Bewegungen ins Gold in den kommenden Jahren noch anstehen.

Die Masse der Deutschen besitzt kein Gold und Silber

Blassen werden von den Massen erzeugt, doch in der Masse besitzen die Deutschen weder viel Gold noch viel Silber.

Im Gegenteil: Der prozentuale Silberbesitz fällt mit einem Anteil von nur 0,3% am Gesamtvermögen nochmals deutlich geringer aus als der Anteil des Goldes, der wie wir zuvor gesehen haben nicht als außergewöhnlich hoch einzustufen ist.

Im Schnitt nennt jeder Deutsche 424 Gramm Silber sein Eigen. Dieses Silber wird in sehr unterschiedlichen Formen vorgehalten. Nur 153 Gramm liegen in Barren und Anlagemünzen vor.

Allein dieser geringe Anteil ist leicht einzuwerten und wäre deshalb im Krisenfall schnell und vor allem einfach in Geld oder andere Sachwerte und Güter zu tauschen.

Will man die verbleibenden 271 Gramm Silber finden, so sind in den deutschen Haushalten in der Regel zwei andere Schubladen zu öffnen. 1

44 Gramm pro Person finden sich durchschnittlich in der Besteckschublade und weitere 127 Gramm dort, wo der Schmuck aufbewahrt wird.

Barren, Münzen oder Tafelsilber?

Bestecke und Schmuck vollziehen die Anstiege beim Silberpreis zwar mit. Jedoch steigt ihre Wert nicht im gleichen Maße wie etwa Münzen oder Barren.

Insbesondere beim Schmuck ist zu berücksichtigen, dass sich der Preis immer aus zwei Komponenten zusammensetzt, dem reinen Materialwert und den Arbeitskosten für die Herstellung des Schmuckstücks.

Sie machen in Deutschland anders als in Indien und China einen großen Teil des Endpreises aus. Ob dieser Teil des ursprünglichen Kaufpreises auch beim Wiederverkauf erzielt werden kann oder als Verlust verbucht werden muss, das ist gerade bei Massenschmuck ohne besonderen oder besonders hohen künstlerischen Wert stark zu bezweifeln.

Wer sein Vermögen durch Silber schützen will, der sollte deshalb in erster Linie auf Barren und Münzen als klassische Anlageobjekte zurückgreifen.

Soll auch Silber in Form von Besteck, Services, Kunst oder Schmuck erworben werden, dann ist darauf zu achten, dass das gekaufte Objekt durch seine künstlerische Note und/oder seine Einzigartigkeit auch beim Wiederverkauf einen Preis erzielt, der über dem reinen Silberwert liegt und die handwerkliche und künstlerische Qualität angemessen widerspiegelt.

6. April 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.