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Deutsche Börse hat freie Bahn bei der LSE-Übernahme

Die Aktie der Deutschen Börse hat zur Wochenmitte kräftig zugelegt. Um rund 6% verteuerte sich das Papier und entzog sich dem weltweit schwachen Börsen-Umfeld.

Grund für die Zugewinne war die Meldung, dass der Betreiber der New Yorker Börse, ICE, sich nicht auf einen teuren Bieterkampf mit den Deutschen einlassen will.

Erwartet wurde von vielen Investoren, dass die ICE im Rennen um die Londoner Börse LSE mit einer Gegen-Offerte aufwartet. Dazu wird es aber nun doch nicht kommen.

ICE bemängelt fehlende Kooperations-Bereitschaft der LSE

ICE-Chef Jeffrey Sprecher zeigte sich enttäuscht:

Man hätte gerne einen für beide Seiten attraktiven Zusammenschluss genauer geprüft, doch die mangelnde Verhandlungs-Bereitschaft der LSE erlaubte es nicht, richtig festzustellen welche Synergien gehoben werden können und welche Risiken einen Angebot trägt.


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Die LSE will sich den Schwarzen Peter jedoch nicht zuschieben lassen. Die LSE habe genau die gleichen Informationen erhalten wie die Deutsche Börse.

Hohes Synergie-Potenzial: Deutsche Börse ist attraktivster Partner

Ob die LSE nun wirklich nicht wegen mangelnder Kooperations-Bereitschaft ein Angebot vorlegte, ist fraglich. Gut vorstellbar, dass der Konkurrent nur Unruhe stiften will.

Denn das Wichtigste bei so einem Zusammenschluss sind die Synergien. Und die sind nun mal bei einem Zusammenschluss mit der Deutschen Börse höher.

Das führt in diesem Fall dazu, dass die ICE für die LSE einen Preis hätte bieten müssen, der nicht vor den eigenen Aktionären nicht zu wäre.

Der Übernahme-Sensor hat aus diesem Grund bereits bei Angebots-Abgabe nicht damit gerechnet, dass die ICE am Ende bieten wird.

Es wird spekuliert, ob der Betreiber der Chicagoer Börse noch ein Angebot abgibt, aber auch das ist sehr zweifelhaft.

Zusammenschluss für Europa von hoher Wichtigkeit

Freie Bahn also für die Deutsche Börse. Der Zusammenschluss ist zwar noch weit entfernt von der Zielgeraden, doch es geht voran.

Größte Hürde sind nun die etlichen Wettbewerbs-Behörden, welche die Fusion unter Gleichen noch freigeben müssen.

Zustimmen müssen auch noch die Aktionäre beider Lager. Der Deutsche Börse-Chef Carsten Kengenter verwies am Dienstag noch einmal auf die Wichtigkeit des Deals, damit Europa wichtiges Handels-Zentrum bleibt.

Übernahme-Spekulanten bleiben immer noch 20% Gewinn in 3 Monaten

Während die Aktie der Deutschen Börse kräftig zulegte, geriet das Papier des Übernahme-Kandidaten unter Druck. Offenbar hatten mehrere Spekulanten auf einen Bieter-Wettstreit gesetzt.

Da dieser nicht kommen wird, fällt das Papier auf den von der Deutschen Börse gebotenen Preis zurück – ein Minus von rund 10%. Es bleibt trotz des Minus jedoch immer noch ein Plus von 20%.

Es könnte für Investoren Zeit sein, diese 20% mitzunehmen. Denn während nach oben die Luft aktuell ziemlich dünn ist, könnte es sein, dass der Deal noch scheitert und auch der verbliebene Gewinn deutlich kleiner wird.

6. Mai 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

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