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Deutsche Lebensversicherer mit immer größeren Problemen

Das war die Meldung der Woche: Die ersten Versicherungsgesellschaften ziehen sich in Deutschland aufgrund der Niedrig-Zins-Phase aus dem Geschäft mit Lebensversicherungen zurück. Ich sehe in diesem Bereich sogar eine tickende Zeitbombe, wenn das Zinsniveau so niedrig bleibt.

Die Lebensversicherungen leiden bereits seit geraumer Zeit unter den niedrigen Zinsen in der Eurozone. Doch es scheint noch schlimmer um die Branche bestellt zu sein als zuvor angenommen.

Denn: Jetzt schlagen sowohl die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) als auch die Finanzwächter in der EU Alarm. Welche Risiken konkret gesehen werden, erfahren Sie jetzt.


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Die Finanzwächter schlagen Alarm

Die Lebensversicherer in wichtigen EU-Mitgliedsstaaten sind in einer schlechten Verfassung – und die Risiken sind ausgerechnet in Deutschland am höchsten. Deshalb verlangt der von der EU eingesetzte Europäische Ausschuss für Systemrisiken (ESRB) rasche Maßnahmen von der Politik und den nationalen Aufsichtsbehörden.

Die Experten plädieren dabei für eine neue EU-weite Auffanglösung für strauchelnde Lebensversicherer. Hintergrund dieser Forderung ist, dass nationale Lösungen wie das deutsche Protektor-System offenbar nicht in der Lage sind, mit der möglichen Insolvenz großer Lebensversicherer oder der gleichzeitigen Insolvenz mehrerer kleinerer Lebensversicherer fertig zu werden. So jedenfalls heißt es aus Frankfurt.

Die Sorgen des ESRB stehen in scharfem Widerspruch zum öffentlichen Optimismus der Versicherer und auch zu den jüngsten Äußerungen der Bundesregierung.

Denn: Die Versicherer sind immer noch stolz darauf, dass sie die Finanzkrise besser überstanden haben als die Banken und die Bundesregierung sieht nach Angaben des Finanzministeriums keinen akuten Handlungsbedarf, um die deutschen Lebensversicherer krisenfester zu machen.

Probleme beim Übergang zu den Solvency II-Regelungen

Eine der Hauptursachen für die Probleme der Versicherer ist das neue Regelwerk „Solvency II“, das sich stärker als die bisherigen Regeln daran orientiert, mit welchen Risiken die Kapitalanlagen der Versicherer verbunden sind.

Laut BaFin fällt es vielen Versicherungskonzernen schwer, ihre Kapitalanlagen an die neuen Regeln anzupassen – es gebe noch einige „Wackelkandidaten“. Nach einer Erhebung der Finanzaufsicht BaFin wäre fast die Hälfte der 87 Unternehmen aus der Branche Ende des vergangenen Jahres an den von 2016 an geltenden „Solvency II“-Vorschriften gescheitert.

Zum Glück haben die deutschen Lebensversicherer 16 Jahre Zeit, ihre Kapitalanlagen nach und nach an die neuen Regeln anzupassen. Von der Tendenz her werden die Probleme jedoch eher größer. Denn: Im Jahr 2013 wäre lediglich ein Viertel der Versicherer an der Umsetzung der neuen Regelungen gescheitert.

Daher betonte der BaFin-Chef Felix Hufeld: „Die Versicherer werden sich anstrengen müssen, um ihre Kapitalbasis zu stärken.“ In der Summe fehlen den Versicherern 12 Mrd. Euro an Eigenmitteln.

31. Juli 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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