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Deutscher Einzelhandel vor anhaltenden Problemen

Jetzt ist es amtlich: Der Baumarktkette Praktiker ist das endgültige Aus beschieden, die Tochter Max Bahr wird zerschlagen und auch von anderen Einzelhändlern kommen nicht gerade Botschaften, die Zuversicht vertreiben.

Die goldenen Zeiten der klassischen Kaufhäuser etc. scheinen ohnehin vorüber. Das sollten sie auch als Anleger beherzigen.

Warenhaus AG wird nicht kommen

Es gab in Deutschland immer die Hoffnung, dass sich die beiden – in der Vergangenheit – großen Platzhirsche zusammentun und damit eine Alternative zum Versandhandel bieten. Doch die erhoffte Warenhaus AG wird es in absehbarer Zukunft nicht geben: Dies bekräftigte  jetzt Kaufhof-Chef Lovro Mandac in einem Interview mit der heute erscheinenden Wirtschaftswoche. So ist er der Meinung, dass Kaufhof sehr gut alleine zurechtkomme. Eine einzige (unwahrscheinliche) Möglichkeit eines Zusammenschlusses sieht er aber – er würde dann mit dem Mitbewerber zusammengehen, wenn die Läden an Kaufhof verschenkt werden würden.

Konjunkturdaten aus Deutschland mahnen zur Zurückhaltung

Unterdessen deuten die jüngsten Wirtschaftszahlen an, dass die Wirtschaft doch nicht so gut läuft, wie erhofft. Da hilft es auch nicht, dass die Zinsen immer weiter gesenkt werden. Die Verbraucherkredite bleiben vergleichsweise hoch und die Verbraucher scheuen wieder zunehmend, Ausgaben zu tätigen. Da hilft es auch nicht, wenn die Branche versucht, Optimismus zu verbreiten.


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Ich gehe davon aus, dass das Weihnachtsgeschäft für den klassischen Einzelhandel eher verhalten ausfällt. Ein erstes Indiz hierfür werden wir am ersten Adventswochenende erleben, wenn zwar – meines Erachtens – die Innenstädte gefüllt, die Einnahmen der Kaufhäuser aber eher enttäuschen. Alle Jahre wieder bietet sich das gleiche Bild.

Weihnachtsgeschäft für die Branche wichtig

Ein Blick in die Statistik belegt, wie wichtig das Weihnachtsgeschäft ist. Branchenkreisen zufolge nimmt der Einzelhandel etwa jeden fünften Euro ein, Buchhändler jeden vierten. Spielwarenhändler machen in den letzten zwei Monaten des Jahres nach eigenen Angaben sogar 40 Prozent ihres Umsatzes. Der Handel hofft, dass wieder hochauflösende Fernsehgeräte, flache Laptops und Handys mit Internetzugang begehrte Weihnachtsgeschenke sind.

Zukunft heißt Internet

Allenfalls Metro kann sich daher auf Grund der Positionierung mit den Töchtern Saturn und Media Markt Hoffnungen auf Zuwächse machen. Doch hier sinken die Margen zunehmend, weil die Metro AG – auf Grund der Konkurrenz aus dem Internet – eigenen Angaben zufolge die Preise in der Vergangenheit senken musste.

Die Metro-Aktie konnte in diesem Jahr zwar einen Teil ihrer Vorjahresverluste aufholen. Viel mehr Spielraum nach oben sehe ich allerdings nicht.

Wenn Sie in dem Bereich investieren möchten, rate ich dazu, eher einen Blick auf die Online-Konkurrenz zu werfen. Amazon und eBay bieten Ihnen aufgrund wesentlich höheren Wachstumschancen bessere Perspektiven.

18. November 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.