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Deutschland vor dem Staatsbankrott

Als ich im Jahr 2010 mein Buch »Der Staatsbankrott kommt!« veröffentlichte und darin ganz genau beschrieb, weshalb die Bundesrepublik mittelfristig die Zahlungsunfähigkeit droht, war die Aufregung bei den politisch korrekten Fachleuten groß.

Obwohl ich über 800 seriöse Quellen für meine Einschätzung herangezogen hatte, versuchte man mich nur zu gern in die »Verschwörungsecke« zu drängen, um mich somit in der Öffentlichkeit zu diskreditieren. Nichtsdestotrotz wurde das Buch fast 90.000 mal verkauft und stand 22 Wochen auf der Spiegel-Bestsellerliste.

Aber das, was ich damals beschrieb, bewahrheitet sich nun in kleinen Schritten.

Europa reißt uns in den Abgrund

Die Ratingagentur Moody’s senkte jetzt den Ausblick für die Bundesrepublik von »stabil« auf »negativ«. Dies ist ein Zwischenschritt auf den Entzug des bisherigen Spitzenratings »Aaa«. Damit ist die Kreditwürdigkeit Deutschlands ernsthaft bedroht.

Moody’s begründet seinen Schritt mit der Ungewissheit über den Ausblick für den Euro-Raum. Das Risiko werde von der Schuldenlast Spaniens und Italien, deren immer teurer werdenden Finanzierung und dem möglichen Austritt Griechenlands aus der Eurozone noch erhöht.

Die möglichen Auswirkungen plausibler Szenarien über Mitgliedstaaten rechtfertigten keinen stabilen Ausblick mehr, so Moody‘s. Zudem sei Deutschlands Bankensektor anfällig, weil er geschäftlich besonders mit Spanien und Italien verbunden sei.

Das Bundesfinanzministerium heuchelt »Sicherheit«

Das Bundesfinanzministerium reagierte darauf mit folgenden Argumenten:

  • Die Aussichten für das Wirtschaftswachstum in Deutschland seien solide.
  • Deutschland erwarte ab 2014 einen ausgeglichenen Staatshaushalt.
  • Die Kapitalisierung des Bankensektors habe sich deutlich verbessert.

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  • An den internationalen Finanzmärkten sei das Vertrauen in Deutschland hoch.
  • Die Bundesrepublik werde ihren Status als sicherer Hafen wahren und die Ankerrolle in der Eurozone weiter verantwortungsvoll ausüben.
  • Bei der Senkung des Ausblicks habe Moody’s vor allem die kurzfristigen Risiken in den Vordergrund gestellt.
  • Die Eurozone habe eine ganze Reihe von Maßnahmen auf den Weg gebracht, die zu einer nachhaltigen Stabilisierung der Eurozone führen werden.

Der Staatsbankrott kommt!

Dieser mehr als beschönigenden Darstellung des Bundesfinanzministeriums stelle ich folgende Fakten gegenüber:

  • Die Bilanzsumme der deutschen Banken beträgt acht Billionen Euro. Bei einem Ausfall von nur 15 Prozent würde sich ein Abschreibungsbedarf von 1,2 Billionen ergeben. Wenn die öffentliche Hand die Risiken schuldenwirksam übernähme würde die Staatsverschuldung um 75 (!) Prozent steigen. Schulden in dieser astronomischen Höhe wären nicht mehr zu bedienen; die unmittelbare Folge: Zahlungsunfähigkeit, sprich Staatsbankrott!
  • Insgesamt halten deutsche Banken von angeschlagenen EU-Staaten rund 522 Milliarden Euro an Wertpapieren. Das sind gut 20 Prozent der gesamten Auslandsforderungen deutscher Kreditinstitute und ein Fünftel des deutschen Bruttoinlandsprodukts. Müssten deutsche Banken 30, 50 oder gar 70 Prozent dieser Forderungen abschreiben, hätte dies erschreckende Auswirkungen.
  • Die deutschen Target-II-Forderungen der Bundesbank gegenüber der EZB betragen bereits über 650 Milliarden Euro. Schon im Herbst würde der gesamte Rettungsschirm ESM nicht mehr ausreichen, um die deutschen Target-Forderungen auszugleichen.
  • Durch Milliardenzahlungen an EZB, IWF, EU und Garantien in Höhe von vielen Hundert Milliarden Euro ist Deutschland der Zahlmeister der ganzen Welt und gefährdet dadurch seine eigene Finanzstabilität.
  • Deutschlands Bonität verschlechtert sich durch das ständige »Geldgeben« und Kapitalgarantien an de facto bankrotte Staaten.
  • Die Staatsverschuldung in Deutschland hat sich seit 1990 fast vervierfacht.
  • Die offizielle Verschuldung beträgt 2,1 Billionen Euro. Die implizite Verschuldung allerdings sieben Billionen Euro!

Währungsreform droht

Diese exorbitanten Schulden sind durch »normale« staatliche Sparmaßnahmen nicht mehr zurückzuführen. Eine Währungsreform droht, wenn der Euro vollends zerschlagen ist.

Seit 1948 (innerhalb von nur 60 Jahren) hat es schon drei Währungsreformen in Deutschland gegeben:

•          1948 von der Reichsmark zur D-Mark

•          1990 (für Ost-Deutschland) von der Ost-Mark zur D-Mark

•          2001 von der D-Mark zum Euro.

Versetzen wir uns einmal in die Lage der Regierung: Die »Notbremse« Währungsreform hat sich in Deutschland schon »bewährt«, um einen riesigen Schuldenberg einfach los zu werden und die Bevölkerung hatte dies ohne großen Widerstand ertragen.

Wieso soll das dann nicht auch noch einmal funktionieren?

Mehr zum Thema: Schulden in Deutschland: Die Länderfinanzen

24. Juli 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
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Von: Michael Grandt. Über den Autor

Ein Mann, der mit seiner knallharten Recherche und seinem unbestechlichen Gespür schon Tausende von Anlegern vor schweren Verlusten bewahrt hat.