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Diageo schluckt Mey Icki – Eine hochprozentige Übernahme

Mey Icki ist der größte Produzent der Türkei. Das Unternehmen gehört den Beteiligungsgesellschaften TPG Capital LP und Actera und hat beim türkischen Raki einen Marktanteil von 80%.

Mey Icki versorgt etwa 50.000 Einzelhändler. Das Unternehmen produziert Wodka, Gin und mit Aromen angereicherte Modespirituosen. 

Nun will Diageo, der Spirituosenspezialist, das Unternehmen kaufen. Mit der Übernahme baut der weltgrößte Spirituosenhersteller Diageo seine Marktführerschaft in den schnell wachsenden Schwellenländern weiter aus.

In den Schwellenländern erwirtschaftet der Konzern bislang rund einen Drittel seines Gewinns. Somit ist der türkische Markt attraktiv und bietet gute Geschäftsbeziehungen in die Golfstaaten.


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Diageo schluckt Mey Icki: Wachsende Kaufkraft der Zielgruppe

Diageo erwirtschaftete bisher etwa ein Drittel des Gewinns in den Schwellenländern und will den Anteil künftig weiter erhöhen. Neben der Türkei und der Golfregion hat das Unternehmen auch China, Vietnam und Indonesien im Auge.

Dort soll die steigende Kaufkraft der jungen Erwachsenen dazu führen, dass der Griff zu den Diageo-Marken Smirnoff Wodka, Guiness und Johnnie Walker-Whiskey geht.

In China hat der Konzern daher extra ein Joint-Venture gegründet, um die am häufigsten konsumierte Schnaps-Sorte Baiju zu produzieren.

Mit dem Zukauf des türkischen Marktführers setzt das Unternehmen auch am Bosporus auf einen schnellen wirtschaftlichen Aufstieg und die steigende Kaufkraft der jüngeren Bevölkerungsgruppen.

In den vergangenen sechs Monaten konnte Diageo davon nicht profitieren, denn ein Zollkonflikt mit den türkischen Behörden hat dazu geführt, dass der Konzern seine Lieferungen in die Türkei gestoppt hat.

Diageo schluckt Mey Icki: Finanzinvestoren wollten Kasse machen

Der Übernahmepreis liegt bei rund 1,3 Mrd. britische Pfund (1,5 Mrd. Euro). Im Vorfeld wurde bereits spekuliert, dass ein Verkauf den türkischen Marktführer mit bis zu 1,8 Mrd. Euro bewerten würde. Erste Gerüchte kamen im Dezember vergangenen Jahres auf.

Gehalten wird Mey Icki von den beiden US-Finanzinvestoren TPG Capital und Actera, die neben dem Verkauf auch einen Börsengang für das Unternehmen erwogen hatten.

Da TPG Capital das ehemals staatliche Unternehmen erst vor 5 Jahren für 800 Mio. Dollar gekauft hat, ist der jetzt gebotene Preis attraktiv genug, um direkt Kasse zu machen. Das Geschäft soll in der zweiten Jahreshälfte abgeschlossen werden.

Diageo schluckt Mey Icki: Konkurrenz nicht das Feld überlassen

Es wurde schon länger spekuliert, dass Diageo nach Übernahme-Kandidaten in den Schwellenländern Ausschau hält, um die Abhängigkeit vom Absatzmarkt der Industrienationen zu verringern.

In den vergangenen Jahren hat der Marktführer keine nennenswerten Übernahmen getätigt, während Diageo-Konkurrent PernodRicard allein bei zwei Groß-Übernahmen etwa 16 Mrd. Euro investierte. Gut möglich, dass die jetzige Übernahme noch nicht das letzte Wort gewesen ist und der Marktführer weiter zukauft.

21. Februar 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.