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Die Euro-Krise kommt mit voller Wucht zurück: Zündstoff in Italien

Während die Börsen weiterhin nahe ihrem Rekordstand stehen und insgesamt breiter Optimismus die Märkte beherrscht, warnen immer mehr Insider vor einem noch viel größeren, unmittelbar bevorstehenden Crash. Und wie der ehemalige Chefvolkswirt der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) William White vermutet, wird alles in der nächsten Krise noch viel schlimmer.

Schon vor der Lehman-Pleite war White einer der wenigen, die vor der Finanz- und Bankenkrise warnten. Jetzt befinde sich das globale Finanzsystem erneut in einer dramatischen Schieflage und die Situation sei sogar kritischer als vor dem Lehman-Crash.

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Vor allem die weltweit explodierenden Schulden sind seiner Ansicht nach eine Gefahr: Unternehmen, Staaten und Privathaushalte hätten in den letzten Jahren so viele Schulden aufgetürmt, dass sie nicht mehr rückzahlbar seien. Das ganze System könne unter diesen Schulden zusammenbrechen.

Wie wenig vor allem die Politiker aus der Krise 2008 gelernt hätten, zeigt sich seiner Ansicht nach darin, dass heute die Schulden der G20 Staaten – die 20 größten Staaten der Welt – um 30 Prozent höher lägen als noch im Jahr 2007.

Die momentan ruhige Phase in Europa ist für ihn nur eine Verschnaufpause. Schon ein unvorhergesehenes Ereignis werde die Krise aufflammen lassen, schreibt White. Er bezweifelt inzwischen, dass man die Katastrophe überhaupt noch verhindern kann. Meiner Ansicht nach könnte so ein unvorhergesehenes Ereignis ein kriegerischer Konflikt im Nahen Osten sein. Oder ein Land in der Eurozone.

Das europäische Pulverfass heißt Italien

Der aussichtsreichste Kandidat dafür ist in meinen Augen Italien. Zwar zeigt die Sparpolitik Wirkung, aber die Wirtschaft ist dadurch erlahmt. Obwohl das Land die Presse ständig mit scheinbar guten Nachrichten versorgt, sieht der Internationale Währungsfonds kaum Wachstumsperspektiven.

Das Land hat eine harte Rezession hinter sich, in den letzten sechs Jahren hat Italien knapp zehn Prozent seiner Wirtschaftsleistung eingebüßt, die Industrieproduktion schrumpfte sogar um über 20 Prozent. Die Arbeitslosenzahlen haben sich in dem gleichen Zeitraum fast verdoppelt, sie liegen allgemein bei 12,5 Prozent, bei den 15- bis 24-Jährigen sogar bei 40 Prozent.

Da nützt es gar nichts, wenn die Rede von ökonomischer Konsolidierung ist oder die politischen Verhältnisse sich stabilisiert haben. Zwar wird das Haushaltsminus in diesem Jahr bei drei Prozent liegen, so dass die EU-Kommission das Defizitverfahren gegen Italien eingestellt hat, und auch die Leistungsbilanz wird 2013 ausgeglichen sein und 2014 voraussichtlich sogar ein leichtes Plus verzeichnen, doch es handelt sich dabei um eine Konsolidierung nach unten. Perspektiven neuer Prosperität eröffnen sich dadurch nicht.

Sicherlich hat der gescheiterte Sturzversuch Silvio Berlusconis gegen die Regierung Enrico Letta gezeigt, dass die große Mehrheit der italienischen Abgeordneten hinter der großen Koalition steht. Doch das reicht nicht aus, um auf die Dauer solide Grundlagen für eine positive Entwicklung zu schaffen. Dazu muss auch die Wirtschaft wieder deutlich wachsen – und davon ist das Land sehr weit entfernt.

16. Oktober 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.