Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Die Flucht in den Schweizer Franken ist ungebrochen

Als ich am vergangenen Donnerstag meinen Beitrag für Chartanalyse-Trends schrieb, war die Nachricht gerade über die Medien-Ticker gegangen:

Die Schweizer Nationalbank hatte die im August 2011 initiierte Koppelung des Schweizer Franken an den Euro wieder aufgehoben.

Eine erste, unmittelbare Reaktion im Euro / USD auf ein neues Mehrjahrestief hatte ich daraufhin am Donnerstag zum Anlass genommen, das Währungspaar auf die Möglichkeit einer baldigen Parität (1 Euro = 1 USD) zu untersuchen.

Doch selbstverständlich war dies nicht die einzige Reaktion auf die Maßnahme der Schweizer Währungshüter. Ich werde daher heute und Morgen einige weitere Auswirkungen für Sie unter die Charttechnik-Lupe nehmen.

Die Flucht aus dem Euro führte 2011 zur Franken-Fixierung

Spulen wir, zum besseren Verständnis, noch einmal kurz zurück in den August 2011. Die massive Flucht aus dem Euro in den Schweizer Franken (CHF) im Zuge der Finanz- / Euro-Krise veranlasste die Notenbank der Eidgenossen seinerzeit zu einer ungewöhnlichen Maßnahme – der nachfolgende Chart verdeutlicht das:


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


schweizer franken gegen euro seit 2000-19-01-2015

CHF / Euro: Ungeheure Aufwertung des Schweizer Franken aufgrund der Flucht aus dem Euro

In der gelb markierten Phase war der CHF aufgrund der Flucht aus dem Euro von knapp 60 auf bis zu 97 (+62%) aufgewertet worden. Der daraus resultierende Schaden für die Wirtschaft war immens:

Schließlich hatten sich Schweizer Exportartikel im Ausland entsprechend verteuert und waren kaum noch wettbewerbsfähig. Daher nahmen die Schweizer Währungshüter ihren Titel sehr ernst und entschlossen sich im August 2011 zu der außergewöhnlichen Maßnahme einer festen Bindung des CHF an den Euro.

Flucht in den Franken wurde nur auf dem Chart gebremst

Doch diese Fixierung funktionierte letztlich nur auf dem Chart, wie uns die blau unterlegte Phase vorgaukelt. Tatsächlich jedoch hat sich die Abschreckungsmaßnahme der Schweizer Nationalbank als untauglich erwiesen. Denn:

Schließlich musste die Notenbank der Eidgenossen jeden Anstieg über die festgelegte Bindung von 83,33 CHF durch den Verkauf von CHF kompensieren. Das wurde den Leit-Bankern nun doch allzu unwirtschaftlich.

Die Folge der Wiederaufhebung der Euro-Fixierung: Der CHF raste Ende letzter Woche auf ein neues historisches Hoch gegenüber dem Euro. Schweizer Anleger, die in fremde Währungen wie Euro oder USD investiert hatten, verloren von einem Moment auf den anderen rund -20% ihrer Investitionen – eine bittere Pille, zumal sie die Leidtragenden dieser Entwicklung sind.

Neue, drakonische Maßnahmen dürften kommen

Es ist klar: Die Bemühungen der Schweizer Nationalbank, mit der Koppelung des Franken an den Euro im August 2011 den Zustrom ausländischen Kapitals und den damit verbundenen Tausch in CHF zu bremsen oder gar zu unterbinden, waren letztlich untauglich.

Am Endergebnis einer fortgesetzten Aufwertung des Schweizer Franken hat die Maßnahme nichts ändern können. Die Schweizer Währungshüter werden sich nun andere Maßnahmen überlegen (müssen), um der Flucht in die eigene Währung endlich Einhalt zu gebieten.

Und diese können, ja müssen vermutlich auch, drakonisch ausfallen, um die Aufwertung dauerhaft umzukehren. Denkbar wären beispielsweise Strafzinsen auf von Ausländern in der Schweiz unterhaltene Guthaben bzw. Vermögen.

Doch es gibt noch andere Konsequenzen aus der Entscheidung der Schweizer Nationalbank. Beispielsweise für die Schweizer Wirtschaft und damit für den Aktienmarkt. Doch das soll Thema meines morgigen Chartanalyse-Trends-Beitrags sein.

19. Januar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

Regelmäßig Informationen über Marktanalysen erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Andreas Sommer. Über 344.000 Leser können nicht irren.
Ihre E-Mail-Adresse wird nicht an Dritte weitergegeben!

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt