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Die Gewinner des schwachen Euro

Der DAX hat heute den Rückwärtsgang eingelegt. Der deutsche Leitindex sackte leicht auf 11.500 Punkte ab. Für Verkaufsdruck sorgten die Ängste der Anleger, dass die US-Notenbank schneller als erwartet die Zinsen erhöhen könnte.

Während die US-Zinsen 2015 langsam wieder steigen werden, wird die Europäische Zentralbank (EZB) die Zinsen mit hoher Wahrscheinlichkeit noch bis Ende 2016 bei knapp über 0% belassen.

Da dann die Zinsschere aufgeht, schichten die Investoren Euro-Beträge in US-Dollar um, damit sie von den steigenden Zinsen profitieren. Die Folge: Aktuell kostet 1 Euro nur noch 1,07 US-Dollar. Im Mai 2014 lag dieser Wert noch bei 1,40 US-Dollar.

Nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) in der vergangenen Woche ihr Anleihenkaufprogramm bekräftigt hat, zeigte sich der Euro noch schwächer als zuvor. Die Parität – also ein Wechselkurs von 1:1 – rückt damit immer näher.

Da ich an dieser Stelle bereits im vergangenen Jahr einige Male darüber berichtet habe, was die allgemeinen Auswirkungen des schwachen Euro sind, möchte ich Ihnen heute einige Unternehmen vorstellen, für die der schwache Euro ein besonders großer Segen ist.


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Exporteure haben Grund zum Jubeln

Besonders großen Grund zum Jubeln haben die Exporteure, die ihre Waren und Dienstleistungen zu einem Großteil außerhalb der Euro-Zone verkaufen und in Fremdwährungen (beispielsweise in US-Dollar) abrechnen.

Eine wichtige Voraussetzung ist allerdings, dass die entsprechenden Kosten bei den Unternehmen in Euro anfallen. Denn so profitieren die Unternehmen maximal vom schwachen Euro und vom – im Vergleich dazu – starken US-Dollar.

Anlagenbauer Krones: Einer der Profiteure

Ein Unternehmen, welches besonders profitiert, ist Krones. Denn der Hersteller von Abfüll- und Verpackungsanlagen für die Getränkeindustrie erzielt nicht einmal ein Drittel seiner Umsätze in Europa. Allein Nord- und Südamerika steuern fast 20% der Umsätze bei.

Da die Kosten zum Großteil in Euro anfallen, die Umsätze aber zu mehr als zwei Dritteln außerhalb der Euro-Zone erwirtschaftet werden, profitiert Krones  gleich doppelt.

Denn der schwache Euro führt zum einen zu geringeren Kosten und zum anderen zu einer größeren Nachfrage außerhalb der Euro-Zone, da die Anlagen und Maschinen von Krones durch den schwachen Euro außerhalb der Euro-Zone günstiger und somit gefragter sind.

Eine größere Nachfrage bedeutet mehr Umsatz und niedrigere Kosten bedeuten eine höhere Gewinnmarge und somit einen höheren Gewinn für Krones. Und da sich dieser Effekt erst in den kommenden Quartalszahlen bemerkbar machen wird, werden von den kommenden (und den danach folgenden) Zahlen positive Impulse für den Kurs der Krones-Aktie ausgehen.

Auch Daimler gehört zu den Gewinnern

Daimler verkaufte im vergangenen Jahr in den USA rund 330.000 Fahrzeuge – das entspricht einem Anteil von etwa 20% des globalen Absatzes. Da die besonders in den USA beliebten Geländewagen in Tuscaloosa im US-Bundesstaat Alabama vom Band laufen (Kosten in US-Dollar), profitiert Daimler vor allem von den Umrechnungseffekten.

Der sogenannte Translationseffekt (ein Umrechnungseffekt zweier unterschiedlicher Währungen) hat zwar keinen Einfluss auf die Marge, steigert Umsatz und Gewinn aber gleichermaßen.

MTU und Airbus profitieren ebenfalls

Der Triebwerkshersteller MTU, der mehr als 80% seiner Erlöse in US-Dollar erzielt, profitiert ebenfalls stark vom schwachen Euro. Gleiches gilt auch für Airbus. Weil Airbus in Stade und Toulouse produziert und viele der Flieger außerhalb der Euro-Zone verkauft, profitiert der Konzern sehr stark vom günstigen Euro.

Bei den heute vorgestellten Unternehmen handelt es sich nur um einige Beispiele für Unternehmen, die vom schwachen Euro profitieren.

10. März 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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