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Die große Lüge vom Lastenausgleich: Immobilien im Vorteil

Lastenausgleich wird nicht gefährlich, weil…

Den Lastenausgleich, eine Lastenabgabe, wie auch immer genannt, wird es geben, wenn der Staat kein Geld mehr hat.

Dies sagte man mir mit Verweis auf 1948, die letzte große Währungsreform. Jahrzehntelang mussten Immobilieneigentümer ihren Extra-Obolus entrichten.

Davor jedoch brauchen Sie sich nicht zu fürchten. Der Lastenausgleich bei Immobilien ist also doch kein Totschlagsargument … !

Sie können niemals eine Situation mit der anderen vergleichen. So auch hier – heute haben genau diejenigen, die über Lastenabgaben entscheiden müssten, selbst Immobilien und müssten zahlen.


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Die Politbürokratie (Beamte) sowie die Politiker selbst. Ein himmelweiter Unterschied zu 1948, als vieles schlicht in Trümmern lag.

Heute werden meinen Berechnungen nach mehr als 60 Prozent der Entscheider Immobilien haben. Sie können sich leicht ausrechnen, dass die Begeisterung für Lastenabgaben nicht zu groß ist.

… es ihn auf der anderen Seite vollständig unbemerkt schon gibt

Mich aber wundert, dass niemand über den schon kassierten Lastenausgleich spricht. Wir haben für nahezu alle anderen Anlageklassen in Deutschland bereits den Lastenausgleich – unbemerkt, unkommentiert.

Der "Solidaritätszuschlag" ist genau dieser Lastenausgleich – und wird erhoben auf alle Kapitalerträge. Aus Aktien, Anleihen, selbst bei Zinszahlungen von Geldkonten. 5,5 Prozent von der Abgeltungssteuer werden seit Jahren einfach abgezogen.

Das heißt unter dem Strich: der viel zitierte und gefürchtete Lastenausgleich findet genau dort nicht statt, wo er angeblich zu fürchten ist: Immobilien, sofern Sie diese selbst nutzen oder bei Vermietung zumindest 10 Jahre lang halten.

Meine Empfehlung: ausgerechnet mit diesem Argument gegen Immobilien ins Feld zu ziehen, ist Unsinn. Kaufen Sie Immobilien – wenn Sie sich überhaupt mit dieser Anlageklasse anfreunden können. Ich selbst habe meine jahrelange – es tut mir leid – "Abneigung" aufgegeben und mich für zwei Immobilien entschieden. Mit Blick auf die kommende Inflation.

Da die Zinsen immer noch niedrig sind und derzeit niedrig gehalten werden, drängt sich eine Investition förmlich auf.

Übrigens: Gerade wegen des "Lastenausgleichs" sind Tagesgeldkonten, Festgeldkonten und ähnliche Angebote nach wie vor geradezu lächerlich.

Halten Sie so wenig Geld wie möglich vorrätig und glauben Sie nicht mehr an die Lüge vom Lastenausgleich: Immobilien sind eine Investition wert!

15. Juni 2010

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Janne Joerg Kipp. Über den Autor

Janne Joerg Kipp ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.