Die ideale Gold-Kombination für Ihr Depot

Der Goldpreis ist in den vergangenen Monaten nicht mehr stark gestiegen.

Trotzdem notiert das gelbe Edelmetall vergleichsweise sehr hoch. Denn:

In Euro hat Gold fast ein Allzeithoch erreicht, sodass Sie für die Feinunze Gold mehr als 1300 Euro auf den Tisch legen müssten. Wer sich nur physisches Edelmetall ins Depot nehmen möchte, wird dabei noch hohe Kosten für den Unterschied zwischen An- und Verkaufskursen hinnehmen müssen. Aber:

Bei kleineren Beträgen wäre es günstiger, Zertifikate zu kaufen. Diese bilden den Goldpreis lediglich in der einen oder anderen Form ab. Das heißt konkret für Investoren, dass Sie fast ohne Abschlag in Form von Gebühren oder Handelskosten am Goldpreis partizipieren. Allerdings winkt ein Nachteil.

Gold: Langfristig im Aufwärtsmarsch

Gold befindet sich nach wie vor im Aufwärtsmarsch. Davon profitieren Sie bei Zertifikaten allerdings nur, wenn die Schuldscheine auch vom Emittenten bedient werden. Dieser also darf nicht Konkurs anmelden, wie Lehman Brothers es vor fünf Jahren gemacht haben.

Dieses Risiko haben Sie bei physischen Investments wie Barren, Münzen oder ETCs (Exchange Traded Commodities, also rohstoffhinterlegten Fonds) nicht. Dort ist das Vermögen rechtlich vor dem möglichen Zugriff von Externen geschützt. Deshalb ist es nicht sinnvoll, ausschließlich Zertifikate zu kaufen.

Deshalb bietet sich ein Mix der Investitionsformen an.

  • Goldbarren und Münzen ermöglichen es Ihnen, langfristig am steigenden Goldpreis zu partizipieren. Die Notierungen schießen durch die Decke, wie sie es seit Jahren gemacht haben. Wir sehen derzeit nur eine technisch bedingte Pause.
  • Nur verdient Gold in diesen Phasen kein Geld und lässt sich wegen der hohen Kosten kaum sinnvoll liquidieren. Das bedeutet, Sie fahren besser mit Zertifikaten, die Sie jederzeit ohne hohe Kosten an den Börsen an- und wieder verkaufen können.
  • Vor allem können Sie mit Zertifikaten auch spezielle Konstruktionen wie "Discounts" organisieren. Das bedeutet, Sie kaufen den Goldpreis mit Rabatten, die eine Vorabrendite ermöglichen. Dafür sind die Gewinnmöglichkeiten bei jedem Discounter nach oben gedeckelt.
  • Über einen speziellen "Cap" hinaus können Sie nicht an den anziehenden Notierungen partizipieren. Also sind auch hier Kombinationen sinnvoll.
  • Ideal sind aus unserer Sicht für viele Fälle 20% bis 40% Investitionen in physische Edelmetalle sowie 20% bis 40% in normale Preiszertifikate. Darüberhinaus bieten sich Discounter an oder Hebelzertifikate, mit denen Sie von der Preisentwicklung überproportional profitieren können.

GeVestor meint: Vorsicht. Wenn Sie den Papieranteil über Zertifikate zu sehr ausdehnen, drohen selbst bei derzeit stabilen Banken Renditegefahren. Bei einem Gesamtengagement mit 10% bis 15% Gold bieten sich auch Münzen und Barren an, die Sie bei fallenden Preisen weiter langfristig halten sollten.

17. August 2012
von Jan Aalto
Jan Aalto ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.

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