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Die Probleme der deutschen Lebensversicherer – Teil 2

Das Börsenthema der Woche lautet: Wann beginnt die US-Notenbank Fed mit der ersten Leitzinsanhebung? Während es in den USA nur noch um den Zeitpunkt der Zinswende geht, ist ein solcher Schritt in der Euro-Zone noch nicht in Sicht. Die Mini-Zinsen entlasten die hoch verschuldeten Staaten, sorgen an anderer Stelle jedoch für große Probleme.

Bereits am vergangenen Freitag habe ich an dieser Stelle über die großen Herausforderungen der deutschen Lebensversicherer berichtet und Ihnen abschließend eine Fortsetzung angekündigt. Heute folgt Teil 2.

Den Lebensversicherern ist die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) nicht zugute gekommen. Ihre Kapitaldecke wird immer dünner, ihre Ertragskraft schwindet und das einst beliebteste Finanzprodukt der Deutschen verliert immer mehr von seinem Glanz.

Im Jahr 2014 wurden in Deutschland Lebensversicherungen im Gesamtwert von knapp 15 Mrd. Euro storniert. Die Angst der Anleger: Wahrscheinlich sind wir von der Schieflage der ersten Versicherungsunternehmen nicht mehr weit entfernt.

Die Entwicklung der Verzinsung von Lebensversicherungen

Während die durchschnittliche Verzinsung von Lebensversicherungspolicen in Deutschland im Jahr 1998 noch bei heute unvorstellbaren 7,24% lag, beträgt die Durchschnittsverzinsung heute nur noch 3,14%. Diese durchschnittliche Verzinsung kommt aber nur dadurch zustande, dass nach wie vor viele teure Altverträge laufen.


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Ähnlich sieht es bei dem Garantiezins aus: Dieser lag im Jahr 1998 bei 4% und liegt heute noch bei 1,25%. Die Tendenz sowohl des Durchschnittszinses als auch des garantierten Zinses ist stark fallend. Denn: Die Versicherer sind heute angesichts der niedrigen Zinsen kaum noch in der Lage, das zu erwirtschaften, was sie ihren Kunden versprochen haben.

Und da die Lebensversicherer nicht nur das erwirtschaften wollen, was den Kunden einst versprochen wurde, sondern auch noch Gehälter, Provisionen und sonstige Kosten bezahlen müssen und am Ende auch noch einen Gewinn erwirtschaften wollen, sind die Versicherer gezwungen, künftig andere Wege zu gehen.

Wie die Lebensversicherer reagieren

Die Lebensversicherer des Talanx-Konzerns, einer der größten deutschen Versicherungskonzerne, geben den Verkauf traditioneller Lebens- und Rentenversicherungen in Deutschland bis Ende 2016 auf.

Die Produkte würden durch „kapitaleffiziente Produkte“, bei denen jährliche Überschüsse gutgeschrieben, mindestens aber die eingezahlten Beiträge garantiert werden, ersetzt, hieß es jüngst von Seiten des im MDax notierten Versicherungskonzerns.

Durch die Endfälligkeit dieser Garantie verringert sich das von den Lebensversicherern zu unterlegende Risikokapital. Für Sie als potenzielle Versicherungsnehmer bedeutet dies eine deutliche Minderung der Attraktivität solcher Policen. Denn: Garantiert wird Ihnen künftig nur noch, dass Sie das, was Sie einzahlen, auch wieder zurückbekommen.

Im ungünstigsten Falle fahren Sie mit einer neuen Police künftig also schlechter, als wenn Sie Ihr Geld zu mickrigen Zinsen auf einem Tagesgeldkonto parken.

Die bessere Alternative

Die bessere Alternative ist es daher, Ihr Geld breit gestreut am Kapitalmarkt anzulegen. Wenn Sie Ihr Geld ohnehin für mehrere Jahre oder gar Jahrzehnte anlegen wollen, um später damit Ihre Rente aufzubessern, sollten Sie auf diese Alternative setzen.

Denn: Die langfristigen Renditen von Aktien können sich sehen lassen. Die jährliche Durchschnittsrendite des DAX (Kursgewinne + Dividenden) liegt seit der Gründung des DAX im Jahr 1988 bei rund 8%.

Der größte und wichtigste US-amerikanische Aktienindex, der Dow Jones, kommt sogar über einen noch viel längeren Zeitraum (seit mehr als 100 Jahren) auf einen jährlichen Wertzuwachs von durchschnittlich rund 8%.

Daher sollten auch Sie überlegen, ob es nicht sinnvoll ist, einen Teil der Altersvorsorge in dividendenstarke Aktien (oder Aktienfonds) zu investieren.

7. August 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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