Börsen-Psychologie: Kursumschwung bei Fraport-Aktie nicht ausgeschlossen

Die aktuelle Börsenstimmung unterstreicht einmal mehr, wie Recht Börsenguru André Kostolany einst hatte:

„Die Börse reagiert gerade einmal zu 10% auf Fakten. Alles andere ist Psychologie.“

Tatsächlich nehmen die Anleger derzeit kaum mehr Daten und Zahlen wahr.

Die Masse folgt Gefühlen und Stimmungen

Stattdessen folgt die große Masse der grassierenden Unsicherheit – der Unsicherheit vor möglichen Zinserhöhungen und dem drohenden Brexit.

Zwar gilt es schon als sicher, dass die US-Notenbank Fed am kommenden Mittwoch den Leitzins unverändert bei niedrigen 0,25 bis 0,50% belassen wird, doch ist das jetzt ein gutes oder ein schlechtes Signal für die Börse?

Schließlich sehen die einen in höheren Zinsen eine optimistische Konjunktur-Einschätzung der Fed – das sollte die Aktien eigentlich steigen lassen.

Andere bemängeln aber, dass höhere Zinsen die Attraktivität von Aktien gegenüber festverzinslichen Wertanlagen wie etwa Anleihen schmälern.

Ich finde, dass die Zinsen sich auf einem solch niedrigen Niveau befinden, dass durch einen kleinen Zinsschritt die Attraktivität von Aktien in keinster Weise gemindert wird.

Wie reagiert die Börse auf das Brexit-Referendum?

Einen weiteren psychologischen Aspekt liefert das Brexit-Referendum.

Am 23. Juni stimmen die Briten über ein Ausscheiden Großbritanniens aus der Europäischen Union ab. Doch auch hier sind sich die Analysten nicht einig, wie die Börse im Anschluss reagieren wird.

Entsprechend unsicher sind die Anleger. Auf Wochensicht verlor allein der deutsche Leitindex DAX gut 2,5% an Wert.

Und: Am Freitag sackte er erstmals seit zweieinhalb Wochen wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 10.000 Punkten.

Um ihre Risiken weiter zu verringern, trennen sich Anleger derzeit gleich reihenweise von ihren Aktien.


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Fraport leidet unter Türkei-Flaute

So verloren auch die Papiere des Flughafenbetreibers Fraport am Freitag deutlich an Wert. Zusätzlich zur Großwetterlage schlugen sich die veröffentlichten Verkehrszahlen für den Monat Mai negativ auf den Kurs nieder

Vor allem die deutlich zurückgegangenen Türkei- und Nordafrika-Reisen machten sich negativ bemerkbar.

Nun befürchten Experten, dass der Flughafen-Betreiber seine Ziele für das laufende Jahr nicht mehr erreichen kann.

Gerade die reduzierten Lufthansa-Kapazitäten am Frankfurter Flughafen scheinen das Fraport-Ziel, das Passagierwachstum um 1 bis 3% in diesem Jahr zu steigern, in weite Ferne zu rücken.

Seit Jahresbeginn verlor die Fraport-Aktie bereits 19% an Wert – damit gehört sie zu den schwächsten Werten im MDax, der im selben Zeitraum lediglich 3% einbüßte.

Aber: Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 16 ist das Papier mittlerweile historisch gesehen eher niedrig bewertet.

Ein Kursumschwung ist also nicht ganz ausgeschlossen – zumindest aus psychologischer Sicht.

11. Juni 2016

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Philipp Ley
Von: Philipp Ley. Über den Autor

Philipp Ley ist ausgebildeter Wirtschaftsjournalist mit Stationen u. a. bei n-tv, Financial Times Deutschland, Rheinischen Post und der Aktien-Analyse. In den vergangenen zwölf Jahren hat er zudem als Kommunikations- und Investor-Relations-Berater zahlreiche Geschäftsberichte erstellt: für kleinere aufstrebende Unternehmen ebenso wie für Börsenschwergewichte.

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