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Telekom-Aktien: Die süße Versuchung mit 7 bis 8% Dividenden-Rendite

Telekom-Aktien gehören seit 2000 zu den größten Verlierern an der Börse. Zur Erinnerung: Die Aktie der Deutschen Telekom hat vor 10 Jahren rund 100 € gekostet. Heute schafft die T-Aktie an guten Tagen die 10-Euro-Marke.

Da die Branche nur in wenigen aufstrebenden Märkten noch auf Wachstum setzen kann, fehlt eine neue Geschäftsidee. Einige Telekom-Konzerne scheinen jetzt eine Nische gefunden zu haben: Sie bieten sich als Alternative für festverzinsliche Anleihen an.

Versicherungen und Pensionsfonds leiden unter einem Anlage-Notstand

Wie mehrfach geschildert, herrscht ein Anlage-Notstand. Lebensversicherungen oder auch Pensionsfonds brauchen für ihre Kapitalanlagen im Durchschnitt mindestens 4 bis 5% Rendite.

Solide Staatsanleihen mit AAA-Rating bieten aber bereits seit längerer Zeit nur 2 bis 4%. Kurzfristig können die Versicherungen die geringe Verzinsung akzeptieren, da es im Bestand auch noch Anleihen mit höheren Zins-Kupons gibt.

Monat für Monat werden aber Anleihen mit hohen Zins-Kupons fällig. Das Kapital muss neu investiert werden.

Die Anleger haben daher auf die Zins-Wende im laufenden Jahr gesetzt.


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Die jüngsten Reden von US-Notenbankchef Ben Bernanke deuten jedoch darauf hin, dass die Null-Zins-Politik noch über einen langen Zeitraum verteidigt wird. Sollte sich dieser Trend bestätigen, müssen die Versicherungen und Pensionsfonds neue Anlagemöglichkeiten mit höheren Renditen suchen.

Telekom-Aktien locken mit 7 bis 8% Rendite

Und genau hier kommen die Telekom-Aktien ins Spiel. Fast zeitgleich veröffentlichten in den vergangenen Tagen die Deutsche Telekom und die Telekom Austria eine „Dividenden-Garantie“.

Die Deutsche Telekom schüttet in diesem Jahr 0,78 € je Aktie aus und garantiert in den 3 Folgejahren eine Ausschüttung von mindestens 0,70 € je Aktie. Bei Kursen knapp unter 10 € liegt die Rendite bei 7 bis 8% pro Jahr.

Auf fast identische Werte kommt die Telekom Austria. Auch diese Aktie notiert knapp unter der 10-Euro-Grenze. Im laufenden Jahr werden 0,75 € je Aktie ausgeschüttet. Dieser Wert soll in den nächsten Jahren mindestens verteidigt werden. Die Dividenden-Rendite liegt hier voraussichtlich bei 7,5 bis 8,0%.

Auch der Finanzminister freut sich

Ein „Gewinner“ ist die Staatskasse. Die Finanzminister aus Deutschland und Österreich können in den nächsten Jahren mit festen Einnahmen planen. Gut möglich, dass hinter der „Dividenden-Garantie“ auch ein gewisser politischer Druck stand.

Die Botschaft richtet sich aber auch ganz klar an die Versicherungen und Pensionsfonds: Wenn ihr Telekom-Aktien kauft, könnt ihr die Niedrig-Zins-Phase mit hohen Dividenden-Renditen überstehen.

Die Strategie ist daher klar, wenn auch nicht ganz ungefährlich: Die hohen Dividenden sollen die Investoren anlocken, die unter dem Anlage-Notstand leiden. Hohe Dividenden als Zins-Ersatz.

Unternehmen verzichten auf Wachstum, aber auch auf teure Fehlentscheidungen

Allerdings ist der Preis hoch: Die Telekom-Konzerne verzichten auf den finanziellen Spielraum. Wachstumsinvestitionen sind kaum noch möglich. Die Telekom-Konzerne mit Dividenden-Garantie werden nur noch versuchen, Umsatz und Gewinn stabil zu halten.

Auf der anderen Seite: In kaum einer anderen Branche wurde so viel Geld „verbrannt“. Viele Übernahmen und Investitionen wurden zum Milliardengrab. In einigen Fällen ist es sogar besser, wenn die Aktionäre das Geld in Form von Dividenden bekommen.

7 bis 8% Rendite pro Jahr sind in diesen Zeiten nicht zu verachten. Am Jahresende werden die Telekom-Aktien in den Performance-Listen mit diesen Renditen sicherlich nicht am Tabellenende stehen.

26. Februar 2010

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.