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Die versteckten Fakten zur Katastrophe in Fukushima

Wie Sie wissen fand kürzlich das Lesertreffen meines Börsendienstes „Crash Investor“ in Ahrweiler beim ehemaligen Regierungsbunker statt.

Dabei war auch ein Studienkollege von mir mit dabei, der heute als Wissenschaftler im Atomkraftwerk Grundremmingen arbeitet. Als Fachmann aus der Praxis hat er einige sehr spannende Fakten zur Atomkraft mit dabei, die ich Ihnen heute noch vorstellen möchte.

Zunächst einmal überraschte Dr. André Koch mit der Aussage: „Es passiert aktuell nichts mehr in Fukushima“.

So hat sich im japanischen Atomkraftwerk die Belastung stark verringert. Aber grundsätzlich war die Sicherheit in Japan deutlich geringer als in Deutschland.

Hierzu brachte Koch aufschlussreiche Fakten zu den deutschen Reaktoren an: So verfügen auch ältere deutsche Reaktoren über 2 Blöcke mit insgesamt 12 Dieselstromaggregaten.

Weltweit sind aber nur 2 Notstromdiesel pro Block Standard – und genau das gab es auch in Fukushima und hat sich bei der Katastrophe als fatal erwiesen.


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Dort gab es aber eine Verkettung massiver Ereignisse, die mit dem Erdbeben begann. Das hat das Kraftwerk auch noch überstanden.

Doch dann folgte eine Stunde später eine 14m hohe Flutwelle, die dann die Räume mit den Notstromaggregaten überspülte, da diese nur bis zu Wellenhöhen von 6m ausgelegt waren.

Atomexperte Dr. Koch: Viel Desinformationspolitik rund um die Atomkraft

Und laut Dr. Koch ist nun einmal die Kühlung der Brennelemente das wichtigste Element der Kraftwerkssicherheit.

Und hier kam es dann in Fukushima schon eine Stunde nach dem Wassereinbruch zum Ausfallen der Kühlung und in deren Folge auch zur Kernschmelze. Doch an dieser Stelle wies Koch auf einen großen Unterschied zwischen Fukushima und Tschernobyl hin:

Im russischen Unglücksreaktor hat es 1986 einen freien Reaktorkern mit Kernschmelze gegeben, während in Fukushima nur Aerosole in die Atmosphäre abgegeben wurden.

An dieser Stelle bemängelte Dr. Koch auch die Desinformationspolitik rund um die Atomkraft in Deutschland.

So ist seiner Einschätzung nach die Atommülllagerung in Deutschland gesichert. Mit der Technik der Pollux Büchsen, bei denen die Brennelemente eingeschweißt werden und dann im Salzgestein gelagert werden, sind die technischen Voraussetzungen geschaffen.

Gleichwohl hält Dr. Koch die Energiewende in Deutschland für nicht machbar. So wird dieses Riesenprojekt am Netzausbau scheitern.

Das liegt daran, dass derzeit das Stromnetz in Deutschland auf die Versorgung durch große Kraftwerke ausgelegt ist. Die angestrebte Dezentralisierung ist mit dem aktuellen Netz gar nicht zu machen.

Diese Aussagen von Dr. Koch zeigen ganz klar: Es gibt auch noch eine andere Ebene zum Thema Atomkraft – doch die spielt in den Massemedien keine Rolle.

Insofern war es eben für die Besucher des Lesertreffens sehr aufschlussreich auch einmal etwas direkt aus der Praxis der Atomkraft zu hören – eine Position, die sonst in Deutschland kaum noch eine Stimme hat.

23. September 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.