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Douglas im Zentrum von Übernahme-Spekulationen

In diesem Jahr scheint das Übernahme-Geschäft Deutschland deutlich stärker zu erfassen, als im Vorjahr.

Bereits am ersten Handelstag des neuen Jahres traf es das Solar-Unternehmen Sunways. An den darauf folgenden Tagen kamen reihenweise Gerüchte auf den Markt, wer denn das nächste Übernahme-Ziel sein könnte.

Neben einem Klassiker aus der Biotech-Branche wurde auch ein MDAX-Unternehmen genannt, das von chinesischen Investoren übernommen werden soll. Immerhin gab der potenzielle Übernahme-Kandidat heute bekannt, dass mit einem chinesischen Partner ein Joint Venture (Gemeinschaftsunternehmen) gestartet werden soll. – Gut möglich, dass daraus eine Übernahme-Story wurde.


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Douglas-Chef mit Kursentwicklung unzufrieden

Übernahme-Fakten hat heute der Douglas-Chef Henning Kreke geschaffen. Auf dem Weg zur heutigen Analysten-Konferenz gab er bekannt, dass mit „nicht unerheblich beteiligten Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats“ Verhandlungen geführt werden.

Zusammen mit den amerikanischen Beteiligungsgesellschaften Apax und BC Partners soll Douglas von der Börse genommen werden. Kreke, der die Interessen der Douglas-Gründerfamilie vertritt, beklagt sich über den schwachen Aktienkurs des Unternehmens: „Wir haben derzeit das Gefühl, dass der Aktienkurs nicht unseren wahren Unternehmenswert widerspiegelt“.

Deal hängt vom Abgabe-Willen der Großaktionäre ab

Ein Deal ist noch nicht sicher. Unter anderem müssen die aktuellen Investoren bereit sein, ihre Aktienpakete an Douglas abzugeben. Allen voran der Nahrungsmittel-Konzern Oetker, der rund 25,8% der Anteile hält. Da Oetker das Aktienpaket als Finanzbeteiligung betrachtet und seit Jahren eng mit Kreke zusammenarbeitet, dürfte dies jedoch kein Hindernis sein.

Größere Unsicherheit bereitet der Großaktionär Müller. Das Drogerie-Unternehmen hält aktuell rund 10% an Douglas und hat im Vorfeld angekündigt weiter aufstocken zu wollen. Der Preis muss also fair sein, um Müller zur Abgabe der Aktien zu bewegen – und die Bieter müssen bereit sein diesen Preis zu zahlen.

Mit Apax können die Eigentümer den Douglas-Wert steigern

Kreke will das Unternehmen nicht nur von der Börse nehmen, weil er den Aktienkurs für zu niedrig hält. Das „Going Private“ (Delisting von der Börse) bietet einem Unternehmen eine Menge Spielraum zur Verbesserung der Effizienz. (freiwerdende Management-Kapazitäten, bessere Unternehmenskontrolle, keine Bericht-Pflicht, keine HV, ua.)

Wenn Kreke zusammen mit den Finanzinvestoren durchregieren kann, bestehen gute Chancen, dass Douglas auch den Problemfall Thalia schneller lösen wird. Apax ist Experte in dem Bereich und weiß ganz genau, wie man in solchen Fällen vorgehen muss.

Übernahme-Sensor hält Going-Private-Pläne für richtig

Die Überlegung des Douglas-Chefs Kreke ist genau richtig. Auch der Übernahme-Sensor ist der Ansicht, dass ein schnelles Going Private den Unternehmenswert deutlich steigern kann. Ob der Plan jedoch aufgeht, ist noch nicht sicher. Die Verhandlungen sind in einem frühen Stadium.

12. Januar 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.