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Douglas: Zurück an die Börse oder Komplett-Verkauf?

Gestern hat Ihnen der Übernahme-Sensor von den Plänen der Deutschen Bank berichtet, die vor hat, nach einem Delisting und einer operativen Konzern-Abspaltung die Postbank wieder an die Börse zu bringen.

Eine Rückkehr auf das Parkett erwägen offenbar auch die Eigentümer von Douglas. Die 2013 von der Börse genommene MDAX-Holdingn könnte als reines Parfüm-Unternehmen neu gelistet werden – vorausgesetzt, ein Komplett-Verkauf ist nicht attraktiver.

Douglas Holding nach der Übernahme: Eigentümer setzen Fokus auf das Parfüm-Geschäft

Als Douglas noch eigenständig war, bestand die Holding aus den Unternehmen Douglas (Parfümerie), Hussel (Süßwaren), Christ (Schmuck), Appelrath-Cüpper (Mode) und Thalia (Buchhandelskette).

Während das Geschäft in vielen Sparten erfolgreich lief, zog die Buchhandelskette Thalia das Konzernergebnis Jahr für Jahr tiefer in den Keller. E-Books und der Internet-Verkauf machten Thalia das Geschäft kaputt.

Abseits der Börse sollte dann alles besser werden. Zusammen mit dem Finanzinvestor Advent International nahm Mehrheitseigentümer Kreke das Unternehmen von der Börse.


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Vorteil: Kurze Entscheidungswege, keine Rechenschaftspflicht, mehr „Ruhe“ im Unternehmen. Die Holdingstruktur sollte aufgegeben werden und der Fokus sollte auf das Parfümerie-Geschäft gelegt werden.

Trennung von Hussel und Christ verläuft unkompliziert

Hussel wurde ziemlich schnell verkauft. Für den mit 100 Mio. Euro Umsatz schweren Unternehmensbereich erhielt Emeram Capital Partners den Zuschlag. Gerüchteweise wurden dafür 50 Mio. Euro gezahlt.

Es folgte Christ. Der Unternehmensbereich hatte im Geschäftsjahr 2013/2014 einen Umsatz von rund 400 Mio. Euro und wurde für eine unbekannte Summe an den Finanzinvestor 3i verkauft.

Eigentümer werden Appelrath Cüpper und Thalia nicht los

Danach wurde es jedoch komplizierter. Der im Mai 2014 zum Verkauf gestellte Unternehmensbereich Appelrath Cüpper fand keinen Käufer und auch die später zum Verkauf gestellte Tochter Thalia fand keinen Interessenten.

Thalia wurde saniert und 2014 hieß es, dass die Sanierung abgeschlossen sei. Die Profitabilität ist dabei laut Holding-Chef Henning Kreke gestiegen. Denn fand sich kein Bieter, der bereit war, den geforderten Mindestpreis zu zahlen.

Das Management entschied sich daher im Dezember zu weiteren Optimierungen. Vermutlich werden die Eigentümer es später noch einmal mit einem Verkauf der beiden Bereiche versuchen. Finanzinvestoren sind häufig nach 7 Jahren raus aus einem übernommenen Unternehmen.

Douglas-Verkauf stößt auf rege Nachfrage

Jetzt zum Verkauf steht die Parfümerie-Kette Douglas. Dank der Übernahme der französischen Kette Nocibe ist Douglas stärker geworden und hat gute Perspektiven. Insidern zufolge verlangen die Eigentümer daher auch einen Übernahme-Multiplikator (EBITDA) von 10.

Dass die Gründerfamilie Kreke und der Finanzinvestor Advent damit nicht zu hoch gegriffen haben, zeigt die rege Nachfrage. Insidern zufolge sollen 2 Finanzinvestoren, ein asiatischer Interessent, der französische Luxus-Anbieter LVMH und die amerikanische Drogerie-Handelskette CVS Interesse angemeldet haben.

Klappt der Verkauf nicht, kommt Douglas zurück an die Börse

Die Erfahrung zeigt: Je mehr Interessenten, desto höher der Preis. Die Eigentümer sind dabei in der guten Position, nicht verkaufen zu müssen. Sollte die Preis-Forderung am Ende von keinem gezahlt werden, wird Douglas voraussichtlich im Herbst an die Börse kommen. Das Umfeld für einen Börsengang ist aktuell günstig.

Und „nur“ Douglas bringt das mit, was Investoren wollen. Eine klare Investment-Story ohne Hemmschuh Thalia. Die neue Douglas wird mit dem Gemischtwaren-Laden von früher nichts mehr zu tun haben.

28. April 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

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