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Dow-Theorie: Prinzip der Bestätigung und aktuelle Marktlage

In einem anderen Artikel haben wir auf die Entstehung der Dow-Theorie geschaut, die auch heute noch, nach mehr als einem Jahrhundert, Eingang in die Analysen renommierter Charttechniker findet.

Die Dow-Theorie ist keine exakte Wissenschaft. Es war vielmehr eine Idee, die Charles H. Dow zu seinen Lebzeiten verfolgt hat. Erst nach seinem Tod wurde daraus – auch um sein Vermächtnis zu ehren – die „Dow-Theorie“.

Ein häufiger Kritikpunkt an der Dow-Theorie ist die nicht immer gegebene zeitliche Präzision: Manchmal dauert es Tage, in seltenen Fällen sogar bis zu 8 Wochen, bevor das Signal eines Index vom anderen bestätigt wird. Sich an der Dow-Theorie zu orientieren, erfordert mithin auch Geduld von Ihnen.

Aufgrund dieses Aspektes und anderer Gründe hat sich im Laufe der Jahre leider viel Halbwissen gebildet. Daher hatte ich Ihnen gestern die wichtigsten Grundregeln, auf denen die Dow-Theorie basiert, noch einmal zusammengestellt.

Heute werden wir das zugrunde liegende „Prinzip der Bestätigung“ näher beleuchten: Bei einem Trend-Wechsel sollen sich Dow Jones Industrial Average und Dow Jones Transportation Average gegenseitig bestätigen.

Anders ausgedrückt bedeutet das: Ein Index allein kann aufgrund seiner Entwicklung nie ein Signal für einen Trend-Wechsel – im Primärtrend oder Sekundärtrend – generieren.

Primär- und Sekundärtrends im Dow Jones Industrial Average

Schauen wir dazu zunächst einmal auf den langfristigen Verlauf des Dow Jones Industrial Average:

dow jones industrial average-primär- und sekundärtrends-09-04-2015

Primär- und Sekundärtrends im Dow Jones Industrial Average

Die grünen und roten Trend-Linien repräsentieren die Primärtrends. Die blauen und orangefarbenen Linien stellen Sekundärtrends dar.

Wichtig ist dabei: Um überhaupt Signale für einen Trend-Wechsel (Primär- oder Sekundärtrend) auszumachen, müssen Sie Klarheit darüber haben, welcher Trend derzeit vorherrscht.

Bislang unbestätigtes Verkaufssignal vom Transport-Index

Betrachten Sie unter diesem Aspekt nun die nächste Grafik. Sie zeigt den Verlauf beider Indizes über die vergangenen Monate.

dow jones industrial und dow jones transportation average-09-04-2015

Dow-Theorie: Signal im Transportindex noch nicht vom Industrieindex bestätigt

Bis Ende November 2014 demonstrierten Dow Jones Industrial Average und Dow Jones Transportation Average einen ausgesprochen synchronen Verlauf. Seither hat sich eine Seitwärts-Bewegung ausgeprägt (gelb unterlegt).

Der Dow Jones Industrial Average unternahm im Februar einen Ausbruchsversuch (blau eingekreist) aus dieser Trading-Range. Allerdings war der Ausbruch unerheblich im Sinne der Dow-Theorie: Der vorherrschende Trend (primär und sekundär) war ohnehin aufwärts gerichtet.

Von Bedeutung ist daher lediglich das jüngste Signal (roter Kreis), der Ausbruch des Transport-Index auf der Unterseite der Seitwärts-Bewegung. Wie Sie sehen, ist von einer Bestätigung durch den Dow Jones Industrial Average bislang nichts zu erkennen.

Mithin bleibt Ihnen derzeit nichts anderes übrig, als abzuwarten, ob entweder der Dow Jones Industrial Average „nachzieht“ oder der Dow Jones Transportation Average sich wieder „fängt“.

9. April 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

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