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Drägerwerk schockt Aktionäre mit Gewinnwarnung

Im griechischen Schuldendrama steigt die Hoffnung auf eine Lösung des Konfliktes. Das griechische Parlament hat den Reformvorschlägen in der Nacht zum heutigen Donnerstag zugestimmt. Doch für die Aktionäre des Medizin- und Sicherheitstechnik-Herstellers Drägerwerk gibt es heute dennoch keinen Grund zum Jubeln.

Denn: Das im TecDax notierte Unternehmen veröffentlichte gestern Abend eine Gewinnwarnung für das laufende Geschäftsjahr und schickte die Drägerwerk-Aktie damit auf Talfahrt. Zwischenzeitlich betrug das Minus sogar fast 10%. Erfahren Sie jetzt die Hintergründe und Details zu der Gewinnwarnung.

Blick auf das Gesamtjahr weniger optimistisch

Der Vorstand von Drägerwerk hat die Gewinnerwartungen für 2015 zusammengestrichen. Zudem bleibt das Unternehmen zunehmend auf teuren Produkten wie Beatmungsgeräten und Narkosemaschinen sitzen.

Durch diese Entwicklung bleibt von jedem Euro Umsatz, den das Unternehmen erwirtschaftet, weniger Gewinn in der Kasse hängen. Dies geht sinngemäß aus der Mitteilung vom gestrigen Mittwoch hervor. Scott Bardo, Analyst von der Privatbank Berenberg, nannte die Nachricht gar einen „weiteren Rückschlag für die Glaubwürdigkeit des Managements“.


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Der kleinere Anteil gewinnträchtiger Produkte belaste die Bruttomarge, hatte das Unternehmen gestern gewarnt. Daher wird diese Kennzahl das Niveau des Vorjahres vermutlich nicht erreichen können. Auch die Erwartungen für den operativen Gewinn (EBIT) schraubte der Vorstand herunter.

Jetzt rechnet der Drägerwerk-Vorstand nur noch mit einer operativen Gewinnmarge (EBIT-Marge) zwischen 5 und 7%. Zuvor lag die Prognose bei 6 bis 8%.

Schlechtere Geschäfte in China und den USA belasten

Als Hauptursache der Probleme bei dem Medizin- und Sicherheitstechnik-Hersteller Drägerwerk werden schlechtere Geschäfte in China und den USA genannt. Eine Drägerwerk-Sprecherin erklärte die Schwäche in China damit, dass die dortigen Kunden immer mehr bei heimischen Herstellern einkaufen.

Zudem führten die Anti-Korruptionsgesetze dazu, dass es mehr kleinere Bestellungen und weniger Großaufträge gebe. Mit dem Mini-Crash, der sich zuletzt an Chinas Börsen ereignete, hat die Absatzschwäche in China also nichts zu tun.

In den USA sind die Probleme anderer Natur: Dort herrscht aus Sicht von Drägerwerk eine „allgemeine Marktschwäche“, die auch Konkurrenten treffe. Laut Drägerwerk werde sowohl in den USA als auch in China im 2. Halbjahr 2015 keine Verbesserung der Nachfrage erwartet.

Ein weiteres Problem ist, dass Drägerwerk in diesem Bereich kaum vom schwachen Euro profitiert, da das Unternehmen viel in den USA produziert. Die USA sind nach Deutschland der größte Produktionsstandort von Drägerwerk. Daher gibt es von dieser Seite keine positiven Margeneffekte.

Allerdings hat der schwache Euro an anderer Stelle positive Spuren hinterlassen: Im abgelaufenen 2. Quartal war der Umsatz um 13,2% gestiegen – bereinigt um Währungseinflüsse jedoch „nur“ um 6,8%. Hier hat der schwache Euro also deutlich geholfen.

Fazit: 2015 dürfte bestenfalls ein Übergangsjahr werden

Nach derzeitigem Entwicklungsstand sieht es so aus, als wenn das Jahr 2015 für Drägerwerk bestenfalls ein Übergangsjahr wird. Aktionäre und Interessenten sollten darauf achten, ob sich die Geschäfte in China und den USA wieder verbessern und ob das Unternehmen die operative Gewinnmarge wieder steigern kann.

16. Juli 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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