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Dürr: Gute Zahlen aber enttäuschender Ausblick

Der im MDax notierte Maschinenbauer Dürr, der in den vergangenen Wochen und Monaten den Aktienkurs deutlich steigern konnte, präsentierte heute die Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr. Die Aktie reagierte mit einem Minus von zeitweise über 6%.

Erfahren Sie jetzt die Details zu den Zahlen und warum die Aktie mit einem deutlichen Minus darauf reagierte.

Analysten sprechen von starken Zahlen

Übereinstimmend sprachen Händler und Analysten bei Dürr von „starken Zahlen“ für das 4. Quartal. Allerdings waren die starken Zahlen in dem zuvor deutlichen Kursanstieg schon enthalten und somit bereits eingepreist.

Zu den Zahlen: Trotz eines vollen Auftragsbuchs konnte Dürr im vergangenen Jahr den Umsatz nur dank der Übernahme des Maschinenbauers Homag steigern. Gegenüber dem Vorjahr steigerte Dürr die Umsätze nach vorläufigen Zahlen um 7% auf 2,57 Mrd. Euro.


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Der Holzmaschinenbauer Homag, der seit Oktober in der Bilanz berücksichtigt wird, trug dazu 252,8 Millionen Euro bei. Damit traf Dürr unterm Strich die zum Ende des Vorjahres gesenkten Umsatzerwartungen.

Bei den Aufträgen lag der Autozulieferer dank seines wichtigsten Geschäftsbereichs, den Lackieranlagen, sogar darüber. Nach Steuern verdiente Dürr nach 140,9 Mio. Euro im Vorjahr 150,3 Mio. Euro in 2014.

Enttäuschender Ausblick

Enttäuschend fiel der Ausblick auf das laufende Jahr aus. Zwar rechnet Dürr für das laufende Jahr wegen stabiler Konjunkturaussichten und dem Zukauf des Holzmaschinenbauers Homag mit einem deutlich höheren Auftragseingang von 3,2 bis 3,5 Milliarden Euro sowie einem Umsatzplus auf 3,4 bis 3,5 Milliarden Euro.

Doch die operative Gewinnmarge – also gemessen am operativen Gewinn (EBIT) – soll „nur“ bei 7 bis 7,5% liegen. Hier hätten nach Ausführung eines Commerzbank-Analysten die Experten mit einem besseren Wert gerechnet.

Allerdings verwies er zugleich auf Belastungen durch die Eingliederung von Homag und sieht im späteren Jahresverlauf durchaus Luft nach oben. „Dürr weist eine Erfolgsgeschichte an sehr konservativen ersten Margenzielen auf.“

Fazit: Bewertungsniveau immer noch ambitioniert

Auch nach dem heutigen Rücksetzer, der wohl vor allem aus dem enttäuschenden Ausblick resultiert, ist die Dürr-Aktie noch immer ambitioniert bewertet. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von Dürr liegt auch jetzt noch bei rund 20.

Zum Vergleich: Das historische DAX-Durchschnitts-KGV liegt bei 14. Wenn Sie jetzt noch berücksichtigen, dass Dürr zwar eine solide aber keine Top-Bilanz vorweisen kann und zudem in einem zyklischen (also stark konjunkturabhängigen) Geschäft tätig ist, relativiert dies nicht gerade das hohe KGV der Dürr-Aktie.

Mit anderen Worten: Die Dürr-Aktie ist auch nach den heutigen Kursabschlägen alles andere als ein Schnäppchen.

9. März 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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