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easyjet vs. Ryanair, welche Billigflieger-Aktie hat die Nase vorn?

easyJet ist auf einem guten Weg, sein Jahresziel zu erreichen.

Im 3. Quartal stieg der Umsatz dank eines regen Sommergeschäfts um 10,5% auf 1,03 Mrd £, die Zahl der Fluggäste um 10,9% auf 16 Mio und die Auslastung der Maschinen um 2,8 Prozentpunkte auf 89,1%.

Zur Gewinnentwicklung wurden wie üblich keine Aussagen getroffen. Im 1. Halbjahr hatte sich der saisonübliche Vorsteuerverlust aber schon um 27% auf 112 Mio £ verringert.

Auch unter dem Strich war das Minus mit 90 Mio £ um 20% geringer ausgefallen als im Jahr zuvor. Geholfen hatten strikte Kostenkontrolle, ein vergleichsweise milder Winter und weniger Flugausfälle durch Streiks.

Im Juli und August sind Passagierzahlen und Auslastung weiter gestiegen, obwohl die Fluggesellschaft von den Olympischen Spielen und den Paralympics in London kaum profitiert hat.

Denn easyJet bedient nicht den Flughafen Heathrow, sondern Gatwick und Luton, wo nur ein Bruchteil der zusätzlichen Flüge abgewickelt wurde.

Angesichts des bisherigen Geschäftsverlaufs halten wir die Jahresprognose eines Vorsteuergewinns von 280 bis 300 Mio £ für realistisch. Daraus errechnet sich ein Nettogewinn von etwa 230 Mio £.

Für easyJet spricht die junge Flugzeugflotte, die besonders Treibstoff sparend unterwegs ist

Zudem profitiert der Billigflieger von der wachsenden Zahl der Geschäftsreisenden.  Auch bilanziell ist alles in Ordnung.


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Die Eigenkapitalquote beträgt solide 34%, und die Kasse ist mit 1,34 Mrd £ immer noch gut gefüllt.

Die Aktie ist trotz der guten Entwicklung in den vergangenen Monaten nicht zu teuer. Das Timing belassen wir bei 4 Sternen.

Unternehmensporträt

easyJet ist Europas Billigflieger Nummer 2. Mit einer Flotte von 204 Maschinen befördert das Unternehmen rund 55 Mio Passagiere auf 547 Routen.

easyJet wurde 1995 von Stelios Haji-Ioannou, dem Großaktionär des Unternehmens, gegründet. easyJet war eine der ersten Fluggesellschaften, die ihre Flugtickets über das Internet verkauften.

Hoher Ölpreis macht Ryanair zu schaffen

Der hohe Ölpreis hat Ryanair im 1. Quartal die Bilanz gewaltig verhagelt. Zwar stieg der Umsatz um 11,2%, der Gewinn schrumpfte jedoch um 29% auf 98,8 Mio €.

Hauptgrund für den Dämpfer waren die Treibstoffkosten, die sich um mehr als ein Viertel auf 543,8 Mio € erhöhten.

Ryanair konnte die Kostenexplosion nicht durch mehr Passagiere und höhere Preise wettmachen:

Die Zahl der Kunden stieg um 6% auf 22,5 Mio, während der durchschnittliche Preis für ein Flugticket auch nur um 4% zulegte.

Der Ausblick für das Gesamtjahr blieb vorsichtig. Die Airline rechnet weiterhin damit, dass der um Sondereinflüsse bereinigte Gewinn auf 400 bis 440 Mio € sinken wird.

Denn die schwache Wirtschaftsentwicklung in vielen Staaten Europas wird auch in den kommenden Quartalen auf die Ticketnachfrage drücken. Preisanhebungen sind deshalb kaum durchsetzbar.

Im vergangenen Jahr hatte Ryanair auch ohne einen Sonderertrag einen Rekordgewinn von 503 Mio € erzielt.

Trotz des erwarteten Rückgangs ist Ryanair wegen seines radikalen Kostenmanagements hinsichtlich der Profitabilität immer noch das Maß der Dinge unter Europas Fluggesellschaften.

Ryanair hat weiterhin ein Auge auf Aer Lingus

Doch auch der dritte Versuch den heimischen Konkurrenten komplett zu übernehmen, stößt auf große Bedenken der EU-Kartellbehörde.

Denn bei wichtigen Verbindungen von irischen Flughäfen wird es nach einer Übernahme keine Alternativen für die Kunden geben.

Mit einer Entscheidung ist noch in diesem Jahr zu rechnen. Das Timing belassen wir bei 3 Sternen. Im November will Ryanair eine Dividende von 0,34 € pro Aktie ausschütten.

Unternehmensporträt

Die irische Ryanair ist Europas größte Billigfluglinie mit über 1.500 Strecken durch 28 Länder. Die Gesellschaft verfügt über eine Flotte von 294 Boeing-Maschinen des Typs 737. Im vergangenen Jahr sind etwa 79 Mio Passagiere befördert worden.

23. Oktober 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.