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Edag: Abwarten war genau die richtige Aktien-Strategie

Am Mittwoch dieser Woche habe ich Ihnen hier im „Schlussgong“ über den anstehenden Börsengang der E.ON-Abspaltung Uniper berichtet und Ihnen abschließend davon abgeraten, im Zuge des Börsengangs Uniper-Aktien zu kaufen.

Der Grund: Ich empfehle fast immer, Aktien nicht direkt beim Börsengang zu kaufen, sondern zunächst einige Quartale und damit auch einige Quartals-Berichte abzuwarten, um das Unternehmen dadurch entsprechend besser bewerten und einschätzen zu können.

In einigen Fällen entgehen Ihnen auf diese Weise zwar Gewinne, aber oft erwies sich diese abwartende Haltung rückblickend als goldrichtig.

So auch im Fall von Edag. Bei Edag handelt es sich um einen Ingenieur-Dienstleister für die Automobil-Industrie, der im Dezember des vergangenen Jahres an die Börse gegangen ist.

Der Ausgabepreis der Edag-Aktie lag damals bei 19 €. Direkt nach dem Börsengang kletterte der Kurs auf über 22 €, um dann bis heute auf nur noch knapp 15 € abzustürzen.

Der Grund: Der Konzern veröffentlichte seit seinem Börsengang vor nur gut 8 Monaten bereits 2 Gewinn-Warnungen.

Bevor ich gleich auf die aktuellen Zahlen und die jüngste Gewinn-Warnung eingehe, hier noch einige weitere Details zu Edag:


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Großaktionär kündigt Rückkauf von Edag-Aktien an

Edag Großaktionär Aton (eine Holding, hinter der Edag-Mehrheits-Eigentümer Lutz Helmig steckt) kauft demnächst 1 Mio. Edag-Aktien zurück.

Dabei handelt es sich um 4% des Grundkapitals der Edag. Aton hält derzeit bereits 59,75% der Edag-Anteile. Mit dem Kauf weiterer Aktien verringert sich also der Streubesitz von Edag.

Für gewöhnlich läuft es eher andersherum: Der Großaktionär verkauft nach dem Börsengang im Laufe der Zeit weitere Anteile, um den Streubesitz zu erhöhen und gleichzeitig Kasse zu machen, nachdem der Aktienkurs gestiegen ist.

Bei Edag ist der Aktienkurs jedoch seit dem Börsengang deutlich gefallen.

Daher dient der Aktienrückkauf in diesem Fall zum einen der Kurspflege und ist zum anderen eine gute Möglichkeit, Edag-Aktien günstig einzukaufen (sofern der Kurs zukünftig wieder steigen wird).

Beim Börsengang hat der Großaktionär 19 € pro Aktie erhalten, jetzt kauft er sie teilweise für unter 15 € zurück – kein gutes Geschäft für die Privat-Anleger, die direkt beim oder kurz nach dem Börsengang eingestiegen waren.

Die aktuellen Zahlen von Edag im Überblick

Wie bereits erwähnt, hat der Ingenieur-Dienstleister Edag kürzlich die Zahlen für das 1. Halbjahr 2016 veröffentlicht und im Zuge dessen eine erneute Gewinn-Warnung ausgesprochen.

Wurde zunächst für 2016 ein Umsatzplus von 10% angesetzt, so wird dies nun auf 6 – 8% zurückgenommen.

Und auch die bereinigte operative Gewinn-Marge (EBIT-Marge) werde nicht 10% erreichen, sondern sich in niedriger 1-stelliger Prozenthöhe bewegen.

Der Umsatz stieg im 1. Halbjahr um 2% auf 362 Mio. €. Der bereinigte operative Gewinn (EBIT) brach von 35,4 auf 22,5 Mio. € ein. Die operative Gewinn-Marge (EBIT-Marge) lag bei 6,2% nach 10% im Vorjahr.

Im 2. Quartal lag das EBIT lediglich bei 9,5 Mio. € und die EBIT-Marge bei 5,3%. Damit zeigte die Tendenz zuletzt deutlich nach unten.

Edag hängt zu 20% an der Marke VW und zu 40% am Volkswagen-Konzern.

Dort gab es aufgrund des Diesel-Skandals Umorganisationen in der Entwicklung, was sich bei Edag in Form von verzögerten Auftrags-Eingängen bemerkbar machte und weiterhin macht.

Das könnte die schwachen Edag-Zahlen erklären.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es bei Edag goldrichtig war, nicht im Zuge des Börsengangs oder kurz danach einzusteigen.

Allerdings heißt das nicht, dass es nicht irgendwann eine gute Idee sein könnte, Edag-Aktien zu kaufen. Wenn Edag die Planzahlen zukünftig erreicht oder sogar übertreffen kann, ist die Aktie einen Blick wert.

26. August 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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