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Einen Zins-Schock wird es nicht geben

Der Countdown läuft. Heute in den Abendstunden wird die US-Notenbank Fed verkünden, wie ihre zukünftige Strategie aussehen wird. Bleibt der Geldhahn offen, oder wird der gigantische Liquiditätszufluss gestoppt?

Aus Angst davor, auf dem falschen Bein erwischt zu werden, bauen die großen Investoren riesige Cash-Bestände auf und verkaufen Aktien, Edelmetalle und Rohstoffe.

In der Spitze ist der deutsche Aktienindex DAX in den vergangenen Wochen von gut 8.500 auf knapp unter 8.000 Punkte gefallen (heute schloss der deutsche Leitindex leicht schwächer bei 8.200 Punkten).

Noch viel schärfer waren die Kurs-Korrekturen an den wachstumsorientierten Märkten. Die Aktien aus den Schwellenländern standen zuletzt massiv unter Verkaufsdruck und Rohstoff- und Edelmetall-Werte befanden sich praktisch im freien Fall.

Die Schlüsselfrage lautet: Wird die US-Notenbank Fed die große Wende einleiten, den Geldhahn zudrehen und das Zinsniveau spürbar anheben?


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Meine Einschätzung lautet: Nein, es wird 2013 und 2014 nur leichte Kurskorrekturen und keine radikale Zinswende geben. Das möchte ich auch begründen.

Der große Trend: Die Zinsen sinken

Eine radikale Zinserhöhung ist dauerhaft nicht in Sicht. Sie müssen nur die Zinsentwicklung im weltweit wichtigsten Markt, den USA, seit 1980 betrachten. In der Tendenz sinkt dort das Zinsniveau seit über 30 Jahren!

1980 hat die amerikanische Notenbank die letzte große Schlacht gegen die Inflation geschlagen. Die Zinsen stiegen in den zweistelligen Bereich. Die Renditen der fünfjährigen US-Staatsanleihen kletterten auf 12 bis 16 Prozent.

1990 lag die Rendite noch bei rund 8 Prozent, im Jahr 2000 bei 6 Prozent, 2010 bei rund 3 Prozent und 2013 bei unter 1 Prozent. Es gibt immer wieder Schwankungen, aber die langfristige Tendenz zeigt eindeutig nach unten.

Staatsverschuldung verhindert große Zinswende

Wenn Sie eine Erklärung dafür suchen, müssen Sie nur auf eine einzige Statistik schauen: die Staatsverschuldung.

Seit der Aufhebung des Goldstandards (der Bindung des US-Dollars an den Goldpreis) Anfang der 70er-Jahre steigt die Verschuldung in den USA. Erst langsam, zuletzt immer schneller.

Seit Ausbruch der Finanzkrise kann das Tempo nur noch als rasant bezeichnet werden. Die US-Staatsverschuldung erreicht 2013 einen Rekordwert von über 17 Billionen US-Dollar.

Eine normale Zinspolitik würde den Staatshaushalt ruinieren

Kombinieren Sie jetzt einfach die beiden Statistiken: Würden die Zinsen in den USA auf das Niveau von 1980 steigen, müssten die USA pro Jahr über 2 Billionen US-Dollar Zinsen zahlen. Eine utopische Zahl.

Daher die Schlussfolgerung: Da die formal mehr oder weniger unabhängigen Notenbanken die Schuldenproblematik kennen, werden sie das Zinsniveau so niedrig wie möglich halten, damit die staatliche Zinslast noch zu schultern ist.

Wenn die Konjunktur wieder gut läuft, wird es Zinserhöhungen geben, diese werden aber deutlich geringer ausfallen als in früheren Aufschwungphasen.

In schwachen Konjunkturphasen wird das Zinsniveau dagegen möglichst lange im Bereich von 0 bis 1 Prozent gehalten, damit nicht zusätzlicher Druck auf die ohnehin katastrophalen Staatsfinanzen entsteht.

Fazit: Die Notenbanken können nicht ewig mit ganzer Kraft auf das Gaspedal treten. Ich erwarte aber keine Vollbremsung. Die Märkte werden auch weiterhin üppig mit Liquidität versorgt.

19. Juni 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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