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Einfache ETF-Fonds zu komplex und gefährlich: Kritik der Schutzvereinigung

Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz, DSW, warnt aktuell vor ETF börsengehandelten Fonds. Diese haben ein Volumen von 1,7 Billionen Euro erreicht. Alleine 2010 ist das Volumen um 30’% angestiegen. Ein Hype, wie er zuletzt bei Zertifikaten vorkam – mit entsprechenden Risiken für Sie, meinen die Wertpapierschützer.

1,7 Billionen Euro in den Depots von ETF – Fonds – die Warnung

Achtung: die Warnung behauptet, ETF-Fonds seien nicht einfach, sondern komplex. Der Grund liegt darin, dass die Fonds nach beliebigen Gesichtspunkten zusammen gestellt werden können. Wir halten in einem sehr wichtigen Punkt für Sie dagegen:

ETF-Fonds sind in der gesamten Konstruktion anders als Zertifikate, weil das zugrundeliegende Vermögen Ihnen gehört. Zertifikate sind Anleihen und damit reine Geldforderungen. ETF-Fonds, auch in Form vieler so genannter „ETC“s, die Rohstoffe abbilden, sind gesichert.


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Sicherheit bei Pleite

Die Sicherung bezieht sich nicht auf die Kursentwicklung. Die kann wie bei Zertifikaten nach oben und unten gehen. Die Sicherheit bezieht sich auf das Verhalten und den Zugriff im Pleitefall.

Bei der Pleite von „Lehman“ und den daraufhin zunächst wertlosen Zertifikaten wurde der Unterschied deutlich: Konkursverwalter müssen mit Zertifikat-Eigentümern die Auszahlungsquote klären. Rechtliche Sicherheit jedoch haben Zertifikate Eigentümer nie gehabt.

Als Fondsbesitzer haben ausschließlich Sie im Rahmen Ihrer Anteilshöhe Zugriff auf das Fondsvermögen. Sie entscheiden dann im Zweifel selbst, ob Sie das Vermögen verkaufen oder noch halten werden. Ein zweiter wichtiger Unterschied ist die Laufzeit.

Fonds meist ohne Laufzeit

Die meisten Fonds, die etwa auf Indizes wie den Dax oder auf Rohstoff-Unternehmen, auch auf ausgesuchte Strategie Aktien lauten können, sind  ohne Ende der Laufzeit konzipiert. Sie schalten auf diese Weise zumindest dieses Risiko aus.

Zertifikate, die nicht gerade auf klassische Indizes lauten, haben in der Regel eine Laufzeit. Ist zum Ende der Laufzeit die Wette auf die Kursentwicklung nicht in die richtige Richtung aufgegangen, verlieren Sie Rendite. Bei Hebelzertifikaten droht sogar ein Totalverlust. Selbst während der Laufzeit sind Sie nicht geschützt.

Ähnlich den Zertifikaten aber sind ETF börsengehandelte Fonds in einem Punkt sicherer als sonstige Fonds: Sie können jederzeit von einer Nachfrage an den Börsen ausgehen. Zertifikat-Kurse sind der Höhe nach nicht sicherer als ETF-Fonds. Die Emittenten orientieren sich an der Marktentwicklung.

GeVestor.de meint: Die Warnung, einfache ETF-Fonds seien zu komplex und gefährlich, ist in einem Punkt richtig. Sobald die Strategien und die Auswahlkriterien zu kompliziert werden, drohen Verluste.

Wir empfehlen, dies soll wohl die Botschaft der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz sein, einfache Investments etwa in Indizes wie den Dax oder den DJ EuroStoxx. Die Umsetzung wiederum ist mit ETFs dann denkbar einfach.

23. Juni 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Janne Joerg Kipp. Über den Autor

Janne Joerg Kipp ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.