Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

ElringKlinger-Chef: „Niemand möchte ein Elektroauto fahren“

Gestern habe ich Ihnen an dieser Stelle über die 2014er-Ergebnisse des deutschen Automobilzulieferers ElringKlinger berichtet. In diesem Zusammenhang konnten Sie auch erfahren, dass das Unternehmen zwar insgesamt gut aufgestellt ist, aber dennoch mit Problemen im Sektor Elektro-Mobilität zu kämpfen hat.

Der ElringKlinger-Chef, Stefan Wolf, hat keine Hoffnung auf einen zügigen Erfolg der Elektromobilität. „Niemand möchte ein Elektroauto fahren“, sagte er gestern bei einer Telefonkonferenz mit Analysten. Insbesondere angesichts des niedrigen Ölpreises gebe es derzeit keinen Grund, ein elektrisch betriebenes Auto zu kaufen.

Für ElringKlinger ist das kein großes Problem

Noch vor wenigen Jahren hatte ElringKlinger erheblich in das Geschäft mit der Elektromobilität investiert. Der Zulieferer errichtete Produktionslinien für entsprechende Fahrzeugkomponenten.

Im vergangenen Jahr erwies sich dies allerdings abermals als Verlustgeschäft: Den gestern veröffentlichten vorläufigen Jahreszahlen zufolge, kostete das Geschäft mit Teilen für batteriebetriebene Autos ElringKlinger rund 8,1 Mio. Euro.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Die Zahl der produzierten Elektroautos habe die Erwartungen von ElringKlinger im Jahr 2014 weit verfehlt, sagte Wolf. Erste Zahlen für das Jahr 2015 zeigen, dass der Absatz in diesem Jahr noch niedriger liegen könnte.

Das Unternehmen reagiert jetzt auf die aktuelle Situation: Verbessere sich die Situation nicht, müssten die Kunden die bislang von ElringKlinger produzierten Komponenten für Elektroautos nach Aussage von Wolf eben „woanders herbekommen“. Die entsprechenden Produktionslinien könne ElringKlinger auch anderweitig nutzen, sagte er Analysten.

Das bedeutet: Für ElringKlinger ist der schwächelnde Markt für Elektroautos kein großes Problem. Denn: Erstens ist das Unternehmen in der Lage, schnell und flexibel auf die schwache Nachfrage nach Elektroautos zu reagieren und zweitens liefert ElringKlinger viele andere Produkte für die Automobilindustrie, die dabei helfen, den CO2-Ausstoß der Automobile zu verringern.

Hierzulande schwache Nachfrage nach Elektroautos

Kommen wir jetzt aber zu einer aktuellen Bestandsaufnahme des deutschen Marktes für Elektroautos: Trotz steigender Verkaufszahlen ist die Nachfrage nach Elektroautos in Deutschland noch immer sehr gering.

In Deutschland wurden im vergangenen Jahr insgesamt 3,04 Mio. Pkw neu zugelassen. Der Anteil der neu zugelassenen Elektroautos lag gerade einmal bei 8.522 Fahrzeugen. Ursächlich dafür ist, wie eine aktuelle und repräsentative Umfrage des Autozulieferers Continental zeigt, auch ein Imageproblem.

Die batteriebetriebenen Fahrzeuge wecken kaum Emotionen. Der Marktforscher infas befragte dabei 1.800 Autofahrer. Gut zwei Drittel bewerten E-Autos demnach zwar als umweltfreundlich und vernünftig. Doch nur rund jeder Vierte sieht die kaufentscheidenden Imagefaktoren Fahrspaß, attraktives Design und Sportlichkeit gegeben.

Hinzu kommt, dass laut der Umfrage zuletzt auch die Bereitschaft spürbar sank, in vier bis zehn Jahren ein E-Auto zu kaufen. In der Gruppe junger Leute bis 30 Jahre sank der Wert beispielsweise von 47 auf 34%.

Fazit: Keine radikale Veränderung des Marktes in Sicht

Angesichts der jüngsten Absatzzahlen und der vorgestellten Ergebnisse der aktuellen Umfrage zum Thema Elektroautomobile ist nicht davon auszugehen, dass sich der deutsche Automobilmarkt auf absehbare Zeit radikal verändern wird.

Doch was bedeutet diese Einschätzung für Sie als Anleger? Beispielsweise, dass Sie „Mode-Aktien“ wie die des US-Elektroautobauers Tesla vielleicht von nun an etwas kritischer betrachten sollten. Zudem sollten Sie das Thema Elektromobilität auch in den kommenden Jahren nicht zu hoch gewichten, wenn Sie in die deutsche Automobilindustrie investieren.

3. März 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

Regelmäßig Informationen über Marktanalysen erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Tobias Schöneich. Über 344.000 Leser können nicht irren.
Ihre E-Mail-Adresse wird nicht an Dritte weitergegeben!

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt