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Emittentenrisiko: ETFs, Zertifikate oder doch Optionsscheine?

Wer Zertifikate oder Optionsscheine kauft, verleiht Geld.

Dies zeigen Medien Ihnen als Investor in aller Regel nicht. Stattdessen analysieren sie Chancen, Renditerisiken, manchmal Kosten oder Schwankungsbreiten.

Die eigentliche Gefahr aber ist einfach die Rückzahlungsfähigkeit “Ihres” Schuldners. Selbst wenn Ihre Anlageidee richtig ist, tragen Sie das so genannte “Emittentenrisiko” – anders als bei ETF-börsengehandelten Fonds.

Das Emittentenrisiko ist einfach die Gefahr, dass Ihr Schuldner nicht zurückzahlen kann. Im schlimmsten Fall meldet ein solcher Emittent, meist die so genannte “Emissionsbank”, gleich Konkurs an.

Lehman war im Jahr 2008 bereits ein prominentes Beispiel. So aber kann es vielen Banken gehen – zu Lasten von Investoren. Daher ist das Emittentenrisiko für Sie so wichtig.

Zertifikate und Optionsscheine: Versicherungsprämien zeigen Gefahr

Es gibt für Sie als Investor zumindest einen einfachen Trick, um das Emittenrisiko zu beurteilen. Sie beobachten einfach, was Großinvestoren zahlen, um sich gegen dieses Ausfallrisiko zu versichern.

Dafür gibt es “CDS”, englisch “credit default spreads”. Gebühren, die in Punkten gemessen werden.


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Typisch sind CDS-Werte von 50 bis 150 Punkten. Umgerechnet in Rendite ergeben sich dabei Kosten von 0,05% bis 0,15%-Punkten. Je höher die Werte, desto riskanter schätzen die Märkte die Emissionsbank ein.

Daher gilt die Faustformel: je schlechter eine Emissionsbank bei den CDS-Werten abschneidet, desto höher ist deren Risiko – wenn Sie keine anderen Informationen als der Markt haben.

Beachten Sie allerdings, dass hier ausschließlich die Markteinschätzung zählt. Der Markt kann sich wie immer irren. Lehman etwa hatte kurz vor der Insolvenz keine wesentlich anderen CDS-Werte als die anderen Banken. Aber immerhin: CDS sind ein Orientierungspunkt.

Verband zeigt die Daten

Sie können in zwischen die CDS-Werte für die bedeutendsten Banken selbst nachschlagen. Diese Daten hält der “Deutsche Derivate Verband” parat. Im Internet gehen Sie einfach http://www.deutscher-derivate-verband.de/DEU/Transparenz/CreditSpreads ein. Dort erhalten Sie die aktuellen Daten.

Wenn Sie das Emittentenrisiko ausschalten wollen, greifen Sie zu ETF-börsengehandelten Fonds. Mit denen investieren Sie in Fondsvermögen, nicht in Anleihen.

Die Fondsgesellschaft verwaltet Ihr Vermögen nur. Selbst wenn diese Fondsgesellschaft Konkurs anmeldet, gehört Ihnen noch Ihr Anteil am Vermögen.

Andere haben darauf keinen Zugriff. Daher sind ETFs unter diesem Gesichtspunkt die bessere Wahl. Im Überblick für Sie:

  • ETF-börsengehandelte Fonds sind gegenüber Zertifikaten unter Sicherheitsaspekten die bessere Wahl, weil Ihnen das Vermögen gehört.
  • Finden Sie keine geeigneten ETF, kaufen Sie Zertifikate von gut benoteten Emissionsbanken.
  • Die Emissionsbanken für Zertifikate und Optionsscheine finden Sie beim “Deutschen Derivate Verband”.

GeVestor empfiehlt: Inzwischen gibt es ETFs, die auch “hebeln”. Diese bilden dann Hebel-Indizes wie den LevDax ab, der den Dax genau um den Faktor zwei “hebelt”.

ETFs finden Sie über dieselben Internet-Börsen-Portale wie Zertifikate und Optionsscheine. Schalten Sie so das Emittentenrisiko weitgehend aus.

29. Juli 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Janne Joerg Kipp. Über den Autor

Janne Joerg Kipp ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.