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Erfolgreiche Übernahme: Nordex mit starken Ergebnissen

Wenn Bieter und Übernahme-Kandidat sich auf einen Deal einigen, dann reagieren die Investoren der beiden beteiligten Unternehmen meist gegensätzlich. Die Aktie des Übernahme-Kandidaten legt so gut wie immer zu.

Das ist verständlich, denn ein Übernahme-Angebot beinhaltet eine Prämie auf den Aktienkurs. Damit soll den Aktionären die Abgabe ihrer Anteile schmackhaft gemacht werden.

Die Aktie des Bieters gerät allerdings häufig unter Druck. Dies liegt daran, dass eine Übernahme auch immer ein Risiko ist.

Investoren sind skeptisch, ob der Deal die erhofften Synergien mit sich bringt oder das erhoffte Wachstumspotenzial trägt.

Nicht selten kommt es zu unvorhergesehenen Problemen, sodass sich eine Übernahme im Nachhinein als zu teuer entpuppt.

Zu teure Übernahmen können Käufer in den Ruin treiben

Ob ein Deal gut oder schlecht ist, lässt sich nicht auf Anhieb sagen. Es ist zwar möglich, nach Übernahme-Ankündigung den Preis in Relation zu anderen Übernahmen zu setzen und die Logik des Deals grob einzuschätzen.


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Doch erst die späteren Geschäftszahlen zeigen, wie viel der Deal wirklich wert war.

Legendär sind die großen Fehlgriffe im Übernahme-Geschäft. Den Namen „Daimler-Chrysler“ können einige Investoren noch heute nur mit zittriger Stimme wiedergeben.

Andere erinnern sich an die Einkaufstouren und anschließenden Milliarden-abschreibungen der großen Minen-Konzerne – und wieder andere erinnern sich an ruinöse Expansions-Strategien à la Pfleiderer.

Henkel zeigt wie es geht

Während die Aktionäre des Übernahme-Kandidaten „schön raus sind“, kann eine Übernahme-Strategie für die Aktionäre der Käufer also ordentlich nach hinten los gehen. Glücklicherweise sind Zukäufe häufig auch wertsteigernd.

Ein gutes Händchen bewies z. B. immer wieder Henkel. Das DAX-Unternehmen ist Vollprofi, wenn es um einen anständigen Kaufpreis und die anschließende Integration von Übernahme-Kandidaten geht.

Das lohnt sich dann auch für die Anteils-Eigner: Die Henkel-Aktie hat ihren Investoren seit 2009 inklusive der Dividenden etwa 500% Gewinn eingebracht.

Nordex: Acciona Windpower-Übernahme zahlt sich aus

Der Windkraftanlagen-Bauer Nordex hat im vergangenen Oktober die spanische Acciona Windpower übernommen. Ziele der Übernahme waren Wachstum, Synergien, Steigerung der Profitabilität und breitere geographische Aufstellung.

Im Zuge der Zahlen für das 1. Halbjahr 2016 wurde natürlich mit Blick auf die Übernahme geschaut, wie sich die Nordex-Geschäfte entwickelten.

Und Nordex konnte überzeugen. Der Umsatz schoss um 35% auf fast 1,5 Mrd. € in die Höhe – operativ stieg das Ergebnis sogar um 55%. Das Unternehmen teilte mit, dass im 2. Quartal mehr als 50% des Auftrags-Eingangs auf den Zukauf zurückzuführen ist.

Nordex schraubte die Ergebnis-Prognose nach oben und erwartet im 2. Halbjahr eine noch stärkere Expansion.

Mit einer operativen Gewinnspanne von 9,2% ist das Unternehmen dem Mittelfristziel von „über 10%“ schon jetzt sehr nahe. Auch das Umsatzziel von 4,5 Mrd. € in 2018 erscheint möglich.

Nordex-Aktie trotz starker Ergebnisse seit Deal-Ankündigung im Minus

Ausgezahlt hat sich der Zukauf für die Nordex-Aktionäre allerdings noch nicht: Mit 26,28 € notiert das Papier rund 10% unter dem Kurs bei Bekanntgabe der Übernahme-Pläne.

Vielleicht braucht es noch ein wenig Zeit, bis die Skepsis der Investoren überwunden ist. 8 Monate nach der Übernahme-Ankündigung fällt ein erstes Fazit zur Acciona Windpower-Übernahme also sehr positiv aus.

28. Juli 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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