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Erstaunlich: Trotz Milliardeninvestitionen steigt die Goldproduktion nicht an

Manchmal liefern die Goldfirmen selbst sehr interessante Statistiken. Jetzt bin ich bei einer aktuellen Recherche auf eine Analyse des Goldproduzenten Randgold Resources gestoßen.

Dabei geht es um die extrem hohen Summen, die in den vergangenen Jahren in den Goldsektor investiert worden sind. Laut Randgold Resources sind im Sektor seit 2005 insgesamt 140 Mrd. Dollar an frischem Kapital aufgenommen worden.

Diese Summe setzt sich zusammen aus einem Gesamtvolumen von 90 Mrd. Dollar an Kapitalmaßnahmen der Unternehmen und rund 50 Mrd. Dollar Schulden für die Branche. Bei so immensen Kapitalaufwendungen sollte sich das doch auf jeden Fall auch bei der Produktion niederschlagen? Doch genau das ist nicht passiert.

Mit rund 90 Mio. Unzen pro Jahr liegt die Goldproduktion derzeit auf dem gleichen Niveau wie im Jahre 2009. Im Vergleich zu 2005 ist die aktuelle Produktion sogar noch einmal zurückgegangen. Es ist schon eine erstaunliche Erkenntnis und wirft vor allem die Frage auf, ob die frischen Finanzmittel immer an der richtigen Stelle eingesetzt worden sind?


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Das zuletzt niedrige Preisniveau hat aber auch zu anderen Verschiebungen in der Branche besorgt. So sind die Minen dazu gezwungen, ihre hochgradigen Vorkommen zunächst auszubeuten. So ist es möglich die Kosten niedrig zu halten.

„High Grading“ gefährdet die Goldreserven der Produzenten

Mittelfristig führt diese Strategie des „High Gradings“ allerdings zu großen Problemen. In den kommenden Jahren werden die Kosten auf jeden Fall wieder ansteigen, denn die hochgradigen Teile der aktuellen Vorkommen sind dann aufgebraucht.

Das ist jetzt schon ablesbar an den deutlich sinkenden Reserven bei den Goldminen. Lag der weltweit Durchschnitt der Goldreserven 1992 noch bei rund 2,2 g/Tonne Gold sind es heute nur noch 1,3 g/Tonne Gold. In allen maßgeblichen Abbauregionen der Welt geht der Trend nach unten. Besonders herausfordernd ist dabei die Lage in Lateinamerika. Dort liegt der durchschnittliche Goldgehalt mittlerweile bei weniger als 1 g/Tonne Gold.

Mein Fazit fällt auf Basis dieser Zahlen aber optimistisch aus: Trotz der massiven Investitionen im Sektor steigt die Produktion nicht und die Reserven sinken ab. Dies ist mittelfristig ein positives Umfeld für den Goldpreis.

9. Dezember 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

Ob DAX-Titel, Rohstoff oder Emerging Marktes-Aktie: Heiko Böhmer bringt Ihnen in seinem täglichen Newsletter diese Themen näher. Neue Trends findet er dabei vor allem auf den vielen Reisen zu Finanzmessen im In- und Ausland, über die er in seinem Newsletter ausführlich berichtet.