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Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt

Griechenland hat der Welt am Wochenende seine Meinung kundgetan: Die Forderungen der Gläubiger wurden beim Referendum mit einem eindeutigen Votum von mehr als 61% abgelehnt.

Das ist dann doch eine klarere Absage, als das Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Befürwortern und Nein-Sagern, das sich aus den Umfragen zuvor abgezeichnet hatte.

Damit wird ein Grexit, also der Austritt Griechenlands aus dem Euro-Verbund deutlich wahrscheinlicher. Beschlossen ist er indes noch nicht – zuvor wird es wieder neue Verhandlungen geben. Sollte er kommen, werden also noch einige Wochen vergehen.

Der Grexit war von den meisten zuvor jedoch als Worst Case-Szenario (die schlechteste der möglichen Alternative) genannt worden. Wie reagieren also die Finanzmärkte auf die Ablehnung der Griechen?

Kein Schlachtfest

Das von vielen befürchtete Schlachtfest blieb aus: Der DAX 30 eröffnete lediglich -2% tiefer und liegt am späten Vormittag lediglich noch rund -1% im Minus.


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Auch der Euro entwickelt sich am Montagvormittag komplett anders, als viele Marktteilnehmer im Vorfeld angenommen hatten: Einmal kurz geschwächelt und während ich diese Zeilen verfasse, notiert der Euro gegenüber dem USD sogar rund +0,5% im Plus!

Unerwartete oder vorhersehbare Reaktion der Finanzmärkte?

Fast bin ich gewillt zu sagen: Das entspricht meinen Erwartungen. Denn an den Börsen kommt es eigentlich nie so, wie es die Mehrheit erwartet. Der Grund dafür ist simpel:

Was würden Sie tun, wenn Sie mit einem Kursrutsch rechnen? Vermutlich werden Sie Ihr Aktien-Portfolio vorher verkaufen, schließlich möchten Sie ja nicht sehenden Auges ins Verderben laufen.

Wenn Sie ein spekulativ veranlagter Trader sind, würden Sie wohl Aktien leer verkaufen oder auf Derivate wie Optionen, Optionsscheine oder Zertifikate setzen, mit denen Sie von den erwarteten Kursabschlägen profitieren können (also „short“ gehen).

Genau das haben wir in den vergangenen Wochen im DAX erlebt: Der deutsche Leitindex hat von dem am 10. April erreichten Jahreshoch bei 12.390 Zählern in der Spitze fast 1.600 Punkte oder -11,4% eingebüßt.

Ist die Erwartungshaltung der Anleger negativ, dann bereiten sie sich auf ein solches Ereignis vor. Doch wenn die Mehrheit bereits verkauft hat, dann bleiben eben nicht mehr ausreichend Investoren übrig, um den Aktienmarkt nachhaltig unter Druck zu setzen.

Die Mehrheit liegt immer verkehrt

Und dann kommt es in der Regel so, wie es kommen muss: Sobald die Pessimisten erkennen, dass sich ihre Erwartung nicht erfüllt, werden sie nervös und steigen wieder ein:

Aktien werden wieder zurückgekauft und die Short-Derivate verkauft. Und die zuvor leer verkauften Aktien müssen wieder eingedeckt, also zurückgekauft werden, um Verluste zu vermeiden bzw. zu verringern.

Dadurch entsteht dann ein Nachfragesog, der vielen unerfahrenen Anlegern als „unlogisch“ erscheint.

Ich wiederhole daher gerne noch einmal meine Prognose vom vergangenen Dienstag:

„Spätestens im Bereich zwischen 10.595 und 10.640 Punkten wird der DAX seinen Tiefpunkt finden und dann, aufgrund der gewonnenen Klarheit, in der kommenden Woche nach oben durchstarten.“

6. Juli 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

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