Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

EU & die Krisenländer: Der „Alles-ist-gut-Bluff!“

Das Griechenland-Fiasko geht weiter oder beginnt erst gerade aufs Neue. Egal, wie Sie es drehen oder wenden wollen.

Die EU-Krisenstaaten haben es scheinbar „geschafft“

Im Zuge der so genannten „Griechenland-Rettung“ beteuern die Politiker Europaweit, dass es die anderen Krisenstaaten geschafft hätten, sich aus dem Krisensumpf zu ziehen.

Erst kürzlich wieder bei einer TV-Talkshow wurde dieses Argument benutzt, um die rigorosen Spardiktate in Griechenland zu rechtfertigen. Ich sage Ihnen: das ist schlichtweg die Unwahrheit!

So sieht es tatsächlich aus

Aus diesem aktuellem Anlass möchte ich Ihnen deshalb einmal Zahlen und Fakten liefern, wie toll es den anderen EU-Krisenstaaten tatsächlich geht. Dabei handelt es sich um wichtige volkswirtschaftliche Eckdaten der EU-Kommission sowie des IWF.

Und nun – schnallen Sie sich an für eine turbulente Fahrt durch die ach so erfolgreichen EU-Krisenländer.

Exorbitante Staatsverschuldung

Wie Sie vielleicht wissen erlauben die Maastricht-Verträge lediglich eine Staatsverschuldung von maximal 60 Prozent des Bruttoinlandsproduktes.

Und so sieht es in den Ländern aus, die es anscheinend „geschafft“ haben:

Staatsverschuldung (in Prozent vom BIP):

Griechenland: 172,7 %

Spanien: 99,4 %

Portugal: 126,3 %

Irland: 107,7 %

Noch Fragen? Diese hohen Staatsverschuldungsorgien der Öffentlichkeit noch als „Erfolg“ zu verkaufen ist, salopp gesagt, eine Frechheit!

Denn die Länder werden noch viele Jahre – und sicher auch weitere Hilfen – benötigen, um diese enormen Schulden in den Griff zu bekommen.

Wenn überhaupt.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Ausufernde Arbeitslosigkeit

Die nachfolgenden Zahlen beleuchten keineswegs die „Jugendarbeitslosigkeit“, die in den Krisenländern oftmals viel höher liegt. Mitunter doppelt so hoch.

Die genannten Arbeitslosenzahlen sind Durchschnittswerte:

Griechenland: 25,6 %

Spanien: 22,4 %

Portugal: 13,4 %

Irland: 9,6 %

Sie sehen: In Griechenland und Spanien ist fast jeder vierte Erwerbstätige ohne Arbeit. Ein Desaster! Und nichts anderes.

EU-Hilfen an die Krisenländer

Aufgrund der oberen Zahlen habe ich mir mal angesehen, wie viele Milliarden an EU-Hilfen an die Krisenländer geflossen sind. Diese sollten und sollen die Wirtschaft auf Vordermann bringen. Doch wie Sie oben ersehen können, liegt diese noch immer am Boden.

Interessiert hat mich vor allem dabei, wie viel die Krisenländer von diesen Hilfsmilliarden an die EU zurückbezahlt haben.

Griechenland:

Erhalten: 226,7 Mrd.

Zurückbezahlt: 11,2 Mrd.

Differenz: – 215,5 Mrd.

Spanien:

Erhalten: 41,3 Mrd.

Zurückbezahlt: 2,1 Mrd.

Differenz: – 39,2 Mrd.

Portugal:

Erhalten: 76,6 Mrd.

Zurückbezahlt: 6,0 Mrd.

Differenz: 70,6 Mrd.

Irland:

Erhalten: 85,0 Mrd.

Zurückbezahlt: 18,5 Mrd.

Differenz: 66,8 Mrd.

Anders ausgedrückt: Bei einem „EU-Hilfseinsatz“ von insgesamt 429,6 Milliarden Euro, haben die vier oben genannten Krisenländer gerade mal 37,8 Milliarden Euro zurückbezahlt.

Das ergibt eine Minusdifferenz von sage und schreibe 391,8 Milliarden Euro!

Ein Armutszeugnis

Diese Bilanz ist letztlich ein Armutszeugnis für die Austeritäts-Politik der EU. Die Eurokraten haben auf der ganzen Linie versagt. Und verkaufen Ihnen dieses Versagen auch noch als Erfolg. Das ist unglaublich.

Aus Dilemma wird ein Erfolg gemacht

Wie? Das sage ich Ihnen: Irland hätte Fortschritte gemacht. Die Arbeitslosigkeit konnte in weiten Teilen bekämpft werden. Der Staatshaushalt – sprich die Staatsschulden – wären weniger strapaziert. Die Reformen würden hie und da nicht so greifen wie geplant.

Sehen Sie, wie falsch das „EU-Game“ gespielt wird?

20. Juli 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.

Regelmäßig Informationen über Marktanalysen erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Guido Grandt. Über 344.000 Leser können nicht irren.
Ihre E-Mail-Adresse wird nicht an Dritte weitergegeben!

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt