MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Euro-Ausstieg: Kosten von Tausenden Euro bis Bürgerkrieg

Die Schweizer Bank UBS hat in einem jüngst veröffentlichten Schreiben dargelegt, wie eine Welt aussehen könnte, wenn ein Euro-Ausstieg in Angriff genommen wird.

Euro-Ausstieg: Der Euro funktioniert nicht!

Warum sollte man überhaupt an so etwas denken?

Die UBS hat ihre Gründe: Der Euro funktioniert nicht! Entweder muss sich etwas an der Gesamtstruktur oder an den Euro-Mitgliedern ändern.

Aber was soll man tun? Sollen etwa die schwächeren Länder wie Griechenland oder Spanien aus der Euro-Zone austreten? Soll der große Euro-Traum aufgegeben werden?

Die Kosten für einen solchen Schritt würden alles übertreffen, was wir uns in unseren kühnsten Träumen ausmalen können. Es würde sich nicht nur auf finanzielle Kosten beschränken, sondern auch schwerwiegende gesellschaftliche und politische Konsequenzen nach sich ziehen.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Was wäre wenn Griechenland aus dem Euro austreten würde?

Würde beispielsweise ein schwächeres Land den Euro-Ausstieg wagen oder gegebenenfalls aus der Euro-Zone hinausgeworfen werden, würde das einen Schuldnerverzug für verschiedene Parteien bedeuten.

Es würde den Staat betreffen, es würde Unternehmen betreffen, es würde das einheimische Bankensystem zum Zusammenbruch bringen und den internationalen Handel zerstören.

Die UBS schätzt, dass die finanzielle Last, die ein Austritt eines schwachen Landes kosten würde, ca. 9.500€-11.500€ pro Person (des betreffenden Landes) betragen würde. Das wären die Kosten im ersten Jahr.

Im zweiten Jahr wären es ca. 3.000€-4.000€ pro Person. Dies wären immer noch etwa 20-25% des Bruttoinlandsprodukts.

Was wäre wenn Deutschland austreten würde?

Gehen wir aber noch einen Schritt weiter: Was wäre wenn ein starkes Land, wie etwa Deutschland den Euro-Austritt wagen würde?

Die Folgen wären ähnlich verheerend.

Zunächst wäre hier ebenfalls ein Schuldnerverzug von Großunternehmen zu nennen. Banken müssten sich komplett neu finanzieren und der internationale Handel würde auch hier zusammenbrechen. Die Kosten pro Person (Erwachsene und Kinder) lägen im ersten Jahr bei 6.000€-8.000€ und im zweiten Jahr bei 3.500€-4.500€.

Euro-Ausstieg: Bürgerkrieg oder Diktatur?

Dies wären die finanziellen Kosten, doch wie steht es um die gesellschaftlich-politischen Kosten? Diese würde der UBS nach den wirtschaftlichen Preis einholen.

Zunächst würde Europa seinen „soft power“-Bonus einbüßen müssen (Bei „soft power“ ist in erster Linie die Attraktivität eines Landes, einer Nation oder einer Kultur gemeint).

Des Weiteren würde das jeweilige Land inneren Ausschreitungen, wenn nicht bürgerkriegsähnlichen Zuständen, nur entgehen können, wenn die demokratische Führung durch eine militärisch-autoritäre ersetzt werden würde. Die Geschichte hat bislang keine große Auswahl an Alternativen zu diesen Szenarien gezeigt.

Was bleibt uns am Ende?

Auch wenn das Szenario von der UBS als unwahrscheinlich eingestuft wird, so ist es nicht komplett unsinnig oder überflüssig. Es zeigt, was für dramatische Konsequenzen ein Euro-Ausstieg tatsächlich hätte.

Steuererhöhungen, Streichungen der Etats, Einsparungen und kluge Investitionen sind allemal der Weg, der ratsamer ist auch wenn er schwer fällt. Leichtsinnige Kommentare wie „Warum steigen wir nicht aus?“ sollen im Keim erstickt werden.

6. September 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.