MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Euro-Katastrophe: So steht es um unsere Währung

Im Herbst 2009 erschien mein Buch „Die Euro-Katastrophe“. Damals stand ich mit der Meinung eines bevorstehenden Zusammenbruchs der Gemeinschaftswährung noch fast alleine auf weiter Flur.

Doch durch die dramatischen Ereignisse in den Euro-Pleiteländern wie Griechenland hat mich die Realität schon eingeholt.

Und vor gut einem Jahr, also nach dem ersten Rettungspaket für Griechenland wollten uns die Politiker klar machen, dass damit das Schlimmste schon hinter uns liegen würde.

Dazu nur einige Zitate von Bundeskanzlerin Angela Merkel aus einer Regierungserklärung zur Griechenland-Hilfe von Anfang Mai 2010.

So sagte Merkel, dass „ein guter Europäer nicht unbedingt der ist, der schnell hilft, sondern der, der hilft, dass die Eurozone keinen Schaden nimmt.“ Das ist wohl komplett schief gelaufen.

Rettung der europäischen Währung

Zudem sagte die Kanzlerin: „Wir schützen also unsere Währung, wenn wir handeln.“ Auch hier sind wir ein Jahr später sehr viel schlauer, denn der Euro steht auf einem so brüchigen Fundament wie noch nie seit seiner Einführung.

Immerhin wies Merkel auch schon damals daraufhin, was noch auf uns zukommen könnte: „In letzter Konsequenz bürgt der Steuerzahler, also wir alle“,

Griechenland-Krise und drohender Euro-Kollaps

Und das kann sehr schnell eintreten, denn diese Woche ist einmal mehr eine Woche der Wahrheit für Griechenland.

Dabei geht es gleich um zwei Dinge: Zunächst muss die nächste Trance der schon vereinbarten Hilfsleistungen im Umfang von 12 Mrd. Euro wohl bis Anfang Juli an die Regierung in Athen überwiesen werden. Sonst können auslaufende Anleihen nicht bedient werden.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Zusätzlich muss aber möglichst schnell ein neues Rettungspaket geschnürt werden – hier soll es um eine Summe von 120 Mrd. Euro gehen.

Grundsätzlich haben sich die EU-Finanzminister jetzt bei der Sitzung in Luxemburg darauf geeinigt. Aber das Geld wird sicherlich nur fließen, wenn auch das drastische Sparpaket in Griechenland tatsächlich umgesetzt wird.

Ein Nachruf auf den Euro kommt aktuell vielleicht doch noch etwas früh. Aber der Trend dorthin ist ganz klar gegeben – die Euro-Katastrophe nimmt ihren Lauf.

Frühe Warnungen vor der Euro-Krise

Die aktuelle Klage gegen die Euro-Rettung ist nichts Neues. Schon Anfang 1998 klagten die renommierten Professoren Wilhelm Hankel, Wilhelm Nölling, Karl Albrecht Schachtschneider und Joachim Starbatty vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die Einführung des Euros.

Die zur Klage geäußerten Hintergründe vermitteln ein gutes Bild davon, mit welcher Gewalt und welchem Dilettantismus dieses Projekt von den Verantwortlichen in der Politik durchgepeitscht wurde.

Die Experten weisen auf die unterschiedlichen Gegebenheiten der einzelnen Staaten innerhalb Europas hin:

»Das entscheidende Risiko liegt in einem inneren Dissens, der in die Währungsunion hineingetragen wird. Bisher konnten sich unterschiedliche Politiken und unterschiedliche wirtschaftliche Entwicklungen über Preise, Zinsen und Wechselkurse auspendeln.

Diese Möglichkeit gibt es in der Währungsunion nicht mehr.

Wenn Konflikte über den richtigen Kurs innerhalb einer Währungsunion ausbrechen, dann wird zum politischen Streit, was vorher von Märkten nahezu geräuschlos kanalisiert und geregelt wurde.« Gerade der Wegfall eines Wechselkurspuffers der Hauptgrund dafür, dass das Projekt scheitern muss.

Abschaffung der D-Mark als Preis für die Einheit

Interessant ist die Begründung, warum überhaupt die ökonomisch unsinnige Währungsunion eingeführt wurde: »Der Grund für dieses politische Projekt wird allgemein in der stärkeren integrationspolitischen Einbindung des wiedervereinigten Deutschland gesehen: der Euro als Preis der Einheit.«

Dazu wird als weiterer Beleg der frühere Bundespräsident Richard von Weizsäcker zitiert: »Dazu gehört der vor allem von den Franzosen, aber auch von anderen geäußerte Wunsch, in Zukunft nicht mehr von der Deutschen Bundesbank mit ihrer noch dominierenden Mark abhängig zu sein.«

Die Professoren wiesen auf die Märkte hin und schrieben über die dort vorherrschende Meinung: »Auf ihren Hauptaspekt reduziert, sei die Währungsunion ein deutsch-französischer Pakt zur Abschaffung der D-Mark im Gegenzug für eine engere politische Union gewesen.«

Belegt wird dieses Argument auch dadurch, dass nach dem Abschluss des Maastrichter Vertrages vor allem die Abschaffung der D-Mark als Ergebnis herausgestellt wurde.

Weil sich die Notenbanken im Europäischen Währungssystem EWS immer an der stärksten Währung, der D-Mark, ausrichten mussten, hatte »überspitzt formuliert, der Präsident einer deutschen Landeszentralbank mehr Einfluss beispielsweise auf die Geldpolitik der Banque de France als der französische Finanzminister. …

Als Ankerwährung gab die Bundesbank den Kurs vor, dem die anderen Notenbanken zu folgen hatten, wenn sie ihre Wechselkurse gegenüber der D-Mark stabilisieren wollten.«

Mit der Einheitswährung wird den Professoren zufolge die bisher vorherrschende Wettbewerbsposition in eine Monopollösung verwandelt.

Unabhängig davon, dass das EWS mit seinen festen Wechselkursen unsinnig war, ist der Wunsch schwächerer Länder durchaus einleuchtend, die D-Mark beseitigen zu wollen, um in der Europäischen Zentralbank dann mehr Einfluss auf die Politik ausüben zu können, als es über die schwache Währung je möglich gewesen wäre.

Die Währungsunion war also von Anfang an nie ökonomisch fundiert, sondern der politische Wunsch vieler europäischer Staaten, die D-Markabzuschaffen.

20. Juni 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.